.13.

„Namjoon, ich muss dir etwas sagen."

Namjoon

„Das habe ich mir schon fast gedacht," lächele ich schwach und schließe die Haustür. Dann gehe ich mit dem Pizzakarton in Richtung Küche, Jin folgt mir unaufgefordert.

In der Küche angekommen setzt er sich als erstes auf einen meiner Barhocker an der kleinen Theke, ehe er seinen Kopf auf seine Hände abstützt und einmal tief ein und aus atmet.

Es wirkt fast so, als habe er irgendeinen anstrengenden Marathon hinter sich gebracht, so erschöpft scheint er.

Erst jetzt fällt mir auch auf, wie eingefallen und schmal sein Gesicht wirkt. Die Augen scheinen tiefer in den Höhlen zu liegen und fast schwarze Ringe zieren sein Gesicht.

Auch seine braunen Haare sind verschwunden, stattdessen trägt er nun schwarze, die ihm mindestens genauso gut stehen, auch wenn sie nicht mehr ganz so natürlich wirken.

Aber mein Prinz hatte auch einmal Pinke Haare gehabt und sah trotzdem noch aus wie ein Model, also werde ich mich nicht über das schwarz beschweren.

„Willst du auch etwas?," frage ich Jin und hebe den Pizzakarton kurz an, aber der Mann schüttelt bloß den Kopf.

„Nein Danke. Ich dürfte eigentlich nicht einmal hier sein," gibt er zu und sieht runter auf seine Finger, mit denen er leise auf das Holz meiner Theke trommelt.

„Wieso nicht? Lässt dich dein neuer Lover nicht aus dem Haus?," frage ich wohl etwas zu spitz und beiße in eines der leckeren Pizzastücke. Halleluja, ich bin im Himmel.

„Welcher neue Lover?," hakt Jin verwirrt nach und reibt sich über das Gesicht.
„Naja, der Grund warum du mich verlassen hast. Ich dachte, du hast vielleicht einen neuen Lover," gebe ich zu und setze mich mit der Pizza zu ihm.

„Ich- nein, habe ich nicht. Und deswegen bin ich auch hier, aber verdammt, es ist so schwer es dir zu sagen, Namjoon."
Jin wischt sich einmal über das Gesicht und es wirkt fast so, als würde er jeden Moment weinen.

„Hey, ich höre dir immer zu, okay?," meine ich sanft und der junge Mann nickt. „Daran habe ich auch nie gezweifelt. Ich liebe dich Namjoon und deshalb bin ich gegangen."

„Das... macht keinen Sinn," murmele ich verwirrt, aber Jin lächelt nur traurig.
„Doch macht es," meint er leise und legt seine Hand an seinen Kopf.

Ich denke, er will sich nur durch die Haare fahren, aber stattdessen beginnt er langsam zu ziehen. Erschrocken ziehe ich die Luft ein, als ich erkenne, dass er nur eine Perücke trägt.

„Ich habe Krebs. Und ich werde sterben, Namjoon."

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