.12.
Namjoon
Mein Herz beginnt schneller zu schlagen, bis es schmerzt und sich schließlich so anfühlt, als würde es mir aus der Brust springen wollen.
„Namjoon."
Jins Stimme ist heiser, als er zu mir blickt. Seine Augen sind genauso sanft und braun wie das letzte Mal, als er mich anschaute.
„Du bist zurückgekommen," wispere ich und räuspere mich einmal, als ich das Kratzen in meiner Kehle spüre.
Ich blinzele heftig, da es sich auf einmal falsch anfühlt, zu weinen.
Am liebsten würde ich Jin umarmen, ihn küssen, ihm sagen wie sehr ich ihn liebe und wie sehr ich ihn dafür hasse, was er mir angetan hat.
Aber ich kann nicht anders, als dazustehen und ihn anzustarren, als wäre er ein fremder Gott.
„Ich... Ich liebe dich, Namjoon," flüstert Jin leise und tritt etwas näher.
Sein Blick fliegt einmal unwohl über die Einrichtung im Flur, die noch genauso aussieht, wie als er mich verlassen hat.
Ich antworte Jin nicht, sehe ihn einfach nur an und beobachte ihn schließlich dabei, wie er auf mich zukommt. Seine weichen Hände greifen fast wie automatisch nach meinen und ich atme einmal zittrig ein, als ich dieses vertraute Gefühl spüre.
„Ich dich auch," sage ich schließlich leise und Jin beginnt etwas zu lächeln.
Ganz langsam beugt er seinen Kopf zu mir, so als hätte er Angst, dass ich vor ihm zurückzucken würde.
Ich nähere mich ihm mindestens genauso zaghaft, meine Lippen Kribbeln vor Vorfreude, ehe ich meinen Mund schließlich sanft auf seinen drücke.
Das Gefühl, dass sich schlagartig in meinem Körper ausbreitet ist so intensiv, dass ich es fast nicht bewältigen kann. Es kommt mir so vor, als würde ich von einer Welle mitgerissen werden, aber doch nicht ertrinken.
Ich lasse Jins Hände los, nur um ihn an der Taille zu packen und näher an mich zu ziehen. Er schlingt seine Arme um meinen Nacken und drückt sich noch fester an mich.
Der Kuss hat nichts sexuelles und dennoch merkt man, wie sehr wir uns vermisst haben.
Jin scheint sich genauso nach mir gesehnt zu haben wie ich mich nach ihm und das macht diese Trennung für mich noch schmerzvoller.
Ein lautes Räuspern hinter Jin lässt uns beide ruckartig auseinanderfahren und als wir zu der offenen Haustür sehen, steht dort der Lieferbote, in der Hand hält er einen großen Pizzakarten.
„Ihre Bestellung," piepst er in einer viel zu hohen Stimme und immer mehr rote Flecken machen sich auf seinem Gesicht und Hals breit.
Ich unterdrücke ein genervtes Seufzen und bezahle mein Abendessen, ehe ich den Jungen mehr oder weniger liebevoll verabschiede.
Jin hat währenddessen nur schweigend zugesehen und sieht nun missbilligend auf den Pizzakarton.
„Namjoon, ich muss dir was sagen."
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top