.11.


Namjoon

Ungefähr zwei Wochen später kommt der Tag, auf den ich monatelang gewartet habe.

Mein neuer Fernseher wird geliefert.

Amazon hatte mal wieder irgendwelche Probleme und ich hatte mich schon mehrfach beschwert, aber natürlich ging es trotzdem nicht schneller.

Dafür habe ich jetzt eine Entschädigung und kriege das Gerät praktisch gratis. So lohnt sich das Warten also.

„Ich hab hiervon doch keine Ahnung," murmele ich überfordert, als ich verwirrt auf die vielen Kabel blicke und dann auf meinem alten Fernseher.

„Vielleicht sollte ich meinen alten doch besser behalten."
Grummelig begutachte ich das große Teil, mit dem riesigen Flachbildschirm, neben dem mein alter Fernseher aussieht wie ein Straßenhund zu einem Rassetier.

Drei Stunden später gebe ich auf und beschließe, Hoseok einfach morgen zu mir zu bestellen. Der kennt sich glücklicherweise ganz gut mit Technik aus, daher würde das für ihn wohl kein Problem sein.

Ein Klingeln an der Haustür lässt mich den Kabelsalat einfach links liegen lassen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht gehe ich in den Flur.

Vor einer halben Stunde habe ich mir Essen bestellt und es gibt wohl nichts besseres, als Fastfood, welches direkt vor die Haustür geliefert wird.

Früher hat Jin immer gekocht, mich wollte er nie in der Küche haben - ich wäre sowieso eine Gefahr für das Allgemeinwohl - aber seit ich alleine bin, bin ich auf Lieferservice angewiesen.

Bevor ich wieder in traurigen Gedanken versinken kann, schnappe ich mir ein bisschen Geld von meiner Kommode und reiße glücklich die Haustür auf.
Essen, ich komme.

Mein Lächeln erlischt allerdings sofort, als ich sehe wer vor der Haustür steht und es fühlt sich an, als würde mein Inneres wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

„Jin."

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