~ 3 ~

Sie waren inzwischen eine Woche zusammen und Nick hatte sein ganzes Geld zusammengekratzt, um Marlene endlich auf ihr erstes Date einzuladen. Leider reichte es nicht für ein Restaurant, also beschloss er mit der Hilfe seiner Großmutter etwas zu kochen.

"Wo ist Gerda?", fragte Marlene, während sie ihre Jacke auszog. "S-Sie ist zu F-Freunden.", antwortete Nick. Er war schon ganz nervös, weil er Marlene mit dem Essen überraschen wollte. Sie dachte er hätte sie für einen normalen Filmabend eingeladen. "Oh, das heißt, wir haben die Bude für uns?", fragte sie grinsend. Nick lächelte.

"Ich geh schon mal ins Wohnzimmer und... Oh mein Gott, Nick!" Nick trat grinsend hinter sie. Als sie das Zimmer betreten wollte, dass gleichzeitig ein Esszimmer war, fiel ihr Blick natürlich sofort auf den gedeckten Tisch. Nick hatte es nicht zu kitschig machen wollen, aber es war eine weiße Tischdecke ausgebreitet, zwei Kerzen, die vor sich hinbranden, standen auf ihr, sowie eine kleine Vase mit Marlenes Lieblingsblumen.

"I-Ich dachte es w-wird langsam Zeit, d-dass wir unser e-erstes Date h-haben." Marlene drehe sich zu ihm um und drückte ihm ihre Lippen auf seine. "Du bist wirklich..." Sie küsste ihn noch einmal.

Als sie sich wieder lösten, lächelte Nick sie an. "S-Setzt dich." Sie ging zu einem der Stühle, vor dem eines der besten Teller von Nicks Großmutter stand. Nick griff den Stuhl und schob ihn zurück und als sich Marlene setzte schob er ihn wieder nach vorne. "Danke.", sagte sie und ihre Wangen färbten sich etwas rot. "M-Magst du etwas Kirschsaft?", fragte Nick und hob die Flasche hoch. Marlene lachte. "Gerne."

"Warte e-einen Augenb-blick. I-Ich hole d-das Essen." Marlene nickte lächelnd und trank einen Schluck des Kirschsaftes. Als Nick wieder kam, hielt er zwei dampfenden Schüsseln mit einer Tomatensuppe. Eines stellte er auf den Teller vor Marlene und den Anderen auf seinen eigenen. Er setzte sich. "D-Dann guten Appetit." Marlen nahm ihren Löffel. "Dann guten Appetit."

"Mmmhh. Nick, die Suppe ist suuuper. Hast du gekocht oder Gerda?" Nick wurde rot. "G-Großmutter h-hat mit geholfen." Marlene senkte den Blick und schaute dann mit roten Wangen wieder auf. "Danke. Meine vorherigen Typen haben mich immer in irgendwelche Billigrestaurants mitgenommen." Nick hob eine Augenbraue und Marlene musste kichern, weil sie genau wusste, was er wissen wollte. "Ich hatte drei. Der Letzte hatte sogar etwas mehr Geld und nach dem billigen Fraß und der Taxifahrt, die ich selber bezahlen musste, war es auch sofort aus zwischen uns." Nick lachte. "D-Du wirkst eigentlich n-nicht so ro-romantisch." Marlene versuchte entsetzt zu gucken, aber konnte gegen das Lachen nichts ausrichten. "Du bist gemein. Natürlich habe ich auch eine romantische Ader."

Der Rest des Abends verlief genauso mit viel Lachen, wie er angefangen hatte. "Es war der schönste Abend, den ich bisher hatte.", sagte Marlene, als sie die Straße entlang gingen. Zur Antwort legte Nick ihr seinen Arm um die Schulter. "B-Beim nächsten M-Mal bist du dran." "Du Arsch.", lachte Marlene und Nick schloss sich ihr an.

Vor Marlenes Haus standen sie sich gegenüber und hielten sich an den Händen. "Danke nochmal.", sagte Marlene wieder. "Ich hatte ehrlich gesagt schon Angst, dass du mich in diesen Schuppen von Restaurant am Dorfrand einlädst." Nick schmunzelte. "K-Komme ich dir a-auch so un-unromantisch vor?" Marlene schmunzelte selber und zog ihn in einen Kuss. "Ganz und gar nicht, aber in diesem Kaff gibt es keine anderen Restaurants." Nick lachte. "D-Da hast du r-recht, a-aber ich freue m-mich, dass e-es dir so s-sehr gefallen hat." Wieder schenkte sie ihm eines ihrer bezaubernden Lächeln. "Wir sehen uns morgen." "Bis M-Morgen."

Es war inzwischen wieder heiß draußen und das Pärchen verbrachte viel Zeit im Freien. "Marli, b-bist du dir s-sicher, dass es s-sicher da o-oben ist?", fragte Nick, während sie sich dem Hang näherten, der vor ihnen lag. "Natürlich. Ich war hier schon ein paar Mal mit Papa. Es ist einfach der beste Ort zum picknicken." Nick war immer noch nicht überzeugt. Es sind schon genug Leute den Hang runtergefallen und von einfachen Prellungen bis hin zum Tod, war schon alles die Folge.

Als sie endlich angekommen war, stockte Nick erstmal der Atem. Obwohl er schon sein ganzes Leben hier wohnte, war er noch nie hier gewesen. Der Ausblick war einfach atemberaubend. "E-Es ist wun-wunderschön." "Ja, einfach herrlich.", stimmte ihm Marlene zu.

Nachdem sie einige Minuten nur den Ausblick genossen haben, legten sie die Decke auf dem Rasen aus und holten die Sandwiches für ihr Picknick raus. "Gerda schlägt sogar meine Mutter, auch wenn sie diesen Sieg nur den frischen Tomaten aus eurem Garten verdanken kann.", sagte Marlene und biss wieder ab. Nick nahm sich inzwischen schon sein zweites Sandwich. "Ist du schnell. Genieße dein Essen doch mal.", lachte Marlene, nachdem sie runtergeschluckt hatte und Nick zeigte ihr die Zunge, als er kurz seinen Mund frei hatte.

"Oh nein, die sind hier." Nick und Marlene drehten sich in die Richtung aus der die Stimme kam. Es war Katrin und ihre Brigade. Marlene lächelte unschuldig und klopfte auf die Decke. "Wir haben noch Platz frei und Nick hat noch ein paar Brote übrig gelassen." Katrin verzog ihren Mund. "Nein danke, wenn ich zu lange bei dem da bin, bekomme ich auch noch den Sprachfehler. Ich wunder mich schon, wieso du noch normal reden kannst." Die Mädels hinter ihr kicherten leise.

Marlene schloss die Augen und stand dann auf. "N-Nein, Marli. L-Lass das.", sagte Nick und griff sie am Arm. Katrin lachte auf. "Hör auf deinen kleinen Freund." Marlene zitterte vor Wut. "Hör zu. Ich weiß nicht was dein Problem ist, aber lass uns doch einfach in Ruhe. Ich frage mich, wie du in seiner Situation klar kommen würdest." Katrin ging ein paar Schritte auf sie zu. "Hältst dich wohl für was Besseres." Nick stand sofort auf. "H-Hört auf." Noch während er aufstand, schupste Katrin Nick weg und tat das Selbe mit Marlene, nur dass sie es bei ihr bei dem einem Mal nicht beließ. Stattdessen schupste sie das Mädchen immer weiter nach hinten und warf ihr alle möglichen Beschimpfungen an den Kopf, bis Marlene plötzlich aufschrie.

Nick und die anderen Mädchen konnten noch sehen, wie Marlene nach Katrin packte, beide verzweifelt um ihr Gleichgewicht kämpften und dann schließlich gemeinsam die Klippe runterfielen. Nick rannte sofort zum Rand. "Marli!", schrie er. "Marli!" "Nick! Mir geht es gut. Katrin hat ihr Bewusstsein verloren, aber sonst geht es auch ihr gut!", rief ihm seine Freundin zurück. Er atmete erleichtert auf und drehte sich zu den Mädchen hinter ihm. "Na macht sch-schon. Ruf einen K-Krankenwagen."

~ 1076 Wörter ~

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