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Jungkook Pov
"Was tust du hier?", frage ich unsicher und man hört meine Angst heraus. Keine Angst vor ihm persönlich, sondern vor der Erklärungsnot in die ich geraten werde, wenn mir nicht schnell eine Ausrede einfällt.
"Ich wohne hier", antwortet er und tritt näher an mich heran. Ich bücke mich unter seinem Arm hindurch weg und entkomme seiner Nähe. Erleichtert atme ich aus.
"Das meinte ich nicht, du hast mir geschrieben das du mit deinen Freunden trinken gehst." In meiner Stimme schwingt ein vorwurfsvoller Unterton mit.
"Wir scheinen beide nicht gerne die Wahrheit zu sagen. Solltest du nicht mit einem Freund im Café sitzen?", fragt er und runzelt misstrauisch seine Stirn.
"Er musste weg", sage ich weil es das erste ist was mir einfällt.
"Wohin?", hakt Taehyung nach.
"Sein Freund brauchte seine Hilfe."
"Wobei?"
Ich ziehe die Augenbrauen zusammen und sehe ihn wütend an. "Gott, seit wann bin ich dir überhaupt eine Erklärung schuldig?" Wütend drehe ich mich um und schlüpfe in meine Schuhe, aber er packt mich von hinten an den Schultern und drückt mich runter auf den Boden.
Über mich gebeugt sieht er mich wütend an. Ich versuche nach ihm zu schlagen, aber er ist kräftiger als ich und ich bin nicht beweglich genug als das ich ihn mit meinen Beinen treten könnte.
"Du hast diese nervige Angewohnheit vor deinen Probleme davon zu laufen", zischt er.
"Nervig?", frage ich Fassungslos und versuche mit meinen Nägeln sein Gesicht zu erwischen als er es plötzlich meinem näher bringt.
Mein Körper friert ein und meine Hand fällt schlaff auf den Boden. Mein Herz sackt in die Hose und mein Gesicht läuft Rot an als ich seinen warmen Atem auf meiner Haut spüre. Wie kann jemand Kopfüber so gut aussehen?
"Wir werden jetzt reden und da du nicht den Anschein machst als würdest du endlich Ruhe geben, reden wir eben so." Seine Augen werden groß und ich merke wie es ihn Kraft kostet mich unten zu halten. Wenn ich noch einbisschen warte, dann kann ich ihn überwältigen.
"Zu aller erst möchte ich eines klar stellen, da du es nicht zu verstehen scheinst wenn ich es nicht klar und deutlich sage. Ich mag dich und damit meine ich nicht die Art wie man einen Freund mag, sondern die Art mögen in der man bereit ist Dinge wie gestern zu tun."
Ich laufe augenblicklich rot an als er den gestrigen Abend erwähnt und drehe mein Gesicht zur Seite sodass ich ihm nicht mehr in die Augen sehen muss.
"Selbst wenn ich dir das glauben würde, ich bin nicht Schwul, weißt du."
Obwohl ich versuche meine Stirn zu entspannen, wollen die Falten nicht verschwinden. Er sorgt noch dafür das ich mit 20 aussehe wie 50.
"Ich auch nicht", sagt er und entlockt mir mit dieser Aussage ein verächtliches schnauben.
"Ich bin ein Mann", sage ich.
"Ich weiß."
"Und du sagst du magst mich, richtig?", frage ich langsam und sehe ihm nun doch in die Augen.
"Genau." Er lächelt als wäre er froh darüber das ich es endlich verstanden habe.
"Dann bist du schwul!"
Erschöpft lässt er den Kopf sinken nur um ihn wenig später wieder zu heben. "Wenn du endlich Ruhe gibst, dann meinetwegen, nenn mich schwul. Aber ich würde es nie mit einem Mann treiben, mit keinem außer dir."
Eine Weile sehen wir uns in die Augen ohne das einer von uns etwas sagt. Ich suche in seinem Gesicht nach einem Anzeichen dafür, dass das hier nur ein Witz ist, aber da ist nichts.
"Ok, noch einmal. Ich bin nicht schwul." Wie kann dieser Mann bitte studieren? Hat er sich mit all dem Geld das er hat einen Platz gekauft? Er scheint nämlich nicht in der Lage zu sein die simpelsten Dinge zu verstehen.
"Gestern hast du reagiert." Erneut laufe ich Rot an und sehe ihn noch wütender an als ich es sowieso schon tue. Wie kann er so etwas sagen ohne irgendwelche Scham zu empfinden?
"Das liegt daran das du mich überrascht hast und das ich...", ich stoppe mitten im Satz.
"Das du was?", hakt er nach und seine Augen werden größer.
"Vergiss es." Bitte guck nicht nach unten. Wenn es einen Gott gibt, bitte sorg dafür das er seinen Blick oben behält und nicht merkt was in meiner Hose vor sich geht.
"Sag es mir, Jungkook." Er flüstert es absichtlich leise in mein Ohr und sein Atem streicht dabei sacht meine Haut.
"Ich habe keinerlei Erfahrungen auf diesem Gebiet..." Was ist bloß los mit mir? Wieso reagiert mein Körper derart stark auf ihn?
"Ich weiß, dass du denkst du bist nur wieder eines meiner Mittel um meine Langweile zu vertreiben, also habe ich einen Vorschlag für dich."
Langsam löst sich der Griff um meine Gelenke und sein Blick wird wieder Ernst.
"Sei für zwei Monate mein Freund."
Sein Lächeln wirkt so hell, das ich gleich mit Lächeln würde und das, obwohl seine Worte mich überraschen und vollkommen aus der Bahn werfen.
Ich schließe die Augen um mich nicht von diesem Gesicht ablenken zu lassen, aber selbst da spüre ich seinen Atem, rieche sein Shampoo und bin mir seiner Präsenz nur allzu gut bewusst. Das alleine ist genug um mein Herz so durcheinander zu bringen wie es noch nie jemand vor ihm geschafft hat.
"Warum schließt du die Augen?", fragt er.
Ich schüttle wild mit dem Kopf als könnte ich ihn so zum verstummen bringen, aber Taehyung kommt mir noch näher und beißt mir in das Ohr.
"Ist das deine Art mir zu sagen, das du geküsst werden willst?"
Die Haare in meinem Nacken stellen sich auf und ohne das ich groß darüber nachdenke, drücke ich ihm meine Hüfte entgegen. Erschrocken über meine unbeabsichtigte Reaktion reiße ich die Augen auf.
Er sieht an mir herunter und entdeckt sie Beule die sich unter meiner Hose abzeichnet. Als er mir wieder in die Augen sieht, leckt er sich über die Lippen und grinst zufrieden.
"Willst du mir noch mal sagen, dass das da unten nichts ist?"
Ohne irgendeine Vorwarnung fängt er an es durch die Hose zu massieren. Ich beiße mir auf die Unterlippe und bin nicht imstande meinen Blick abzuwenden. Er kommt mir näher und ich sehe wie die Lust in seinen Augen mit jedem Zentimeter den er überbrückt größer wird.
"Willst du das ich aufhöre?", raunt er gegen meine Lippen.
Wieder reagiert mein Körper ohne jegliche Achtung auf meinen Verstand und ich öffne die Lippen leicht. Fast entlockt er mir ein Nein, ich möchte es wirklich und mein ganzer Körper schreit nach seinen Berührungen, aber meine Vernunft gewinnt.
"Ja."
"Dann sei mein Freund. Wenn ich weiß das du mir gehörst, höre ich auf und übe mich in Geduld."
Er scheint überhaupt nicht enttäuscht über meine Ablehnung, viel mehr scheint er auf ein Nein gehofft zu haben um eben diese Masche abzuziehen. Dieser Elende...
"Meinetwegen", sage ich als mir eine Möglichkeit einfällt wie ich aus dieser Situation Gewinn schlagen kann. "Aber nur unter einer Bedingung."
Ich presse die Lippen aufeinander um keine Laute zu machen, die zeigen das mir das was er da tut eigentlich gefällt.
"Glaubst du wirklich du bist gerade in der Lage Bedingungen zu stellen?" Er übt mehr Druck aus und die Massage durch die Hose wird intensiver.
"Taehyung!", sage ich wütend und ziehe ihn an seinem Kragen zu mir runter damit er mir in die Augen sieht.
Er lacht und lässt wieder locker, allerdings liegt seine Hand immer noch oben drauf und ich bin mit sicher das er das unerträgliche pochen meines Gliedes selbst durch den Stoff der Unterhose und der Hose spürt.
"Was ist die Bedingung?", fragt er dann.
"Kein anfassen. Ich nenne mich deinen Freund, aber du lässt die Finger von mir."
Eine Weile regt sich nichts in seinem Gesicht. Das Lächeln ist verschwunden und es scheint als hätte ihn diese Bedingung doch ziemlich unerwartet getroffen.
"Ja oder Nein?", hake ich nach um ihm keine Zeit zum Nachdenken zu lassen, denn wenn er viel Zeit hat, kommt er eher auf dumme Ideen.
"Gut", sagt er dann plötzlich und sieht mir selbstsicher in die Augen. "Aber ich darf dich umarmen und wenn du nichts dagegen hast auch küssen."
Ich ziehe die Augenbrauen zusammen und sehe ihn unzufrieden an. Küssen und Umarmungen zählen für mich durchaus zu Berührungen, aber wenn das der einzige Weg ist um ihn von meiner Hose fern zu halten, dann meinetwegen.
"Gut", sage ich und atme erleichtert aus als er endlich von mir lässt. Allerdings ändert das nichts an dem Zustand in dem ich gerade befinde. Wenn ich zu Hause wäre, dann könnte ich jetzt einfach ein paar Taschentücher raus kramen und das erledigen, aber wie soll ich das hier tun?
"Ach ja, Jungkook", sagt Taehyung dann plötzlich wieder. Er steht an den Türrahmen gelehnt und sieht mich selbstsicher mit vor seiner Brust verschränkten Armen an.
"Was?"
"Die Bedingung gilt nur für meine Berührungen. Wenn du dich von dir aus dafür entscheidest weiter zu gehen, ist sie nichtig. Dann halte ich mich nicht länger zurück."
Er stößt sich ab und schließt die Tür zu seinem Zimmer hinter sich. Vollkommen verwirrt lässt er mich zurück. Was geht in dem Kopf eines Kim Taehyungs eigentlich vor? Da müssen irgendwelche kleinen Männchen herum spielen. Wenn ich mich dafür entscheide weiter zu gehen?
"Als würde das passieren."
It's vkook time ( ͡° ͜ʖ ͡°)
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