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Jungkook Pov

Normalerweise bin ich kein Frühaufsteher, aber das war die einzige Möglichkeit um aus Taehyungs Wohnung zu entkommen, ohne das wir ein unangenehmes Gespräch führen müssen.

Alleine bei dem Gedanken was vergangene Nacht, oder weil es drei Uhr Morgens war doch lieber was diesen morgen passiert ist, laufe ich Rot an.

Ich weiß nicht wie ich ihm ins Gesicht sehen oder mit ihm reden soll, immer im Hinterkopf die Bilder der Geschehnisse. Er hat mir einen geblasen und das schlimmste daran ist, es hat mir auch noch gefallen.

"Du wirkst nicht so als wärst du ganz bei der Sache", sagt Jimin und schlürft wieder an seinem Getränk.

"Es tut mir leid, es ist nur so stressig in letzter Zeit." Ich reibe mir über die Augen und sehe ihn an.

"Ich habe dir gesagt du kannst ruhig bei mir bleiben während deine Wohnung renoviert wird."

Es ist schrecklich Jimin wegen allem was passiert ist anlügen zu müssen. Zuerst die Sache mit dem Krankenhaus und jetzt der Einbruch in meine Wohnung, aber ich kann ihm nicht die Wahrheit sagen, solange ich selber nicht weiß was sie ist.

"Es geht schon, Taehyung wohnt nur fünf Minuten von mir entfernt, das bedeutet eine weniger große Umstellung für mich. Außerdem lebst du nicht alleine, du hast immerhin auch noch Yoongi bei dir."

Seine Miene verfinstert sich schlagartig und er schnaubt verächtlich. Das bedeutet dann wohl das fragen überflüssig ist, zwischen den beiden scheint es immer noch nicht besser geworden zu sein.

Mein Handy, welches auf dem Tisch liegt, vibriert und auf dem Bildschirm taucht eine Nachricht auf. Als ich sehe von wem sie ist, nehme ich es schnell vom Tisch und öffne den Chat damit Jimin es nicht sieht.

Taehyung

Wo bist du?

Ich habe dir doch einen zettel da gelassen

"bin kurz weg frische Luft schnappen"

Genau

Geht es dir gut?

Sonst wäre ich ja nicht imstande mit dir zu schreiben

Bist du alleine?

Nein, ich bin mit einem Freund unterwegs

Jimin?

Ja

Gut

Pass auf dich auf

Das brauchst du mir nicht sagen

Ich gehe jetzt mit ein paar Kollegen was trinken, der Code um in die Wohnung zu kommen lautet 692578

Verrätst du ihn jedem so einfach?

Du bist der erste

Danke

Lass dich von ihm nach Hause begleiten

Ernsthaft?

Mein voller ernst

Wenn du dann endlich Ruhe gibst

Alles klar

Viel Spaß, Jungkook

Taehyung ist offline

Ich schiebe das Handy in meine Hosentasche und sehe Jimin entschuldigend an.

"Taehyung braucht meine Hilfe, es tut mir leid Jimin, aber ich muss schon wieder los."

"Oh", sagt er und trinkt die letzten Tropfen von seinem Eistee. "Soll ich mit dir kommen?"

Ich lächle und schüttle den Kopf. Dann drücke ich ihm das Geld in die Hand. "Das heute geht auf mich. Danke, das du mir extra die Sachen aus der Wohnung gebracht hast."

Ich winke ihm zum Abschied zu und verschwinde aus dem Café. Wenn Taehyung jetzt wirklich etwas mit seinen Kollegen trinken geht, ist das die perfekte Chance für mich meine Klamotten, die Jimin aus meiner eigenen mithilfe des zweitschlüssels geholt hat, den ich ihm bei meinem Einzug gegeben habe, dorthin zu bringen.

Taehyung wird wahrscheinlich erst spät abends wieder kommen und dann kann ich einfach so tun als würde ich schlafen. Ich bezweifle das er mich dann aufwecken würde.

Auch wenn ich weiß, dass ich dieses Spiel nicht ewig spielen kann, so brauche ich erst einmal Zeit um meine wirren Gedanken zu ordnen.

Bei Taehyung angekommen gebe ich den genannten Code ein und schmeiße erleichtert den schweren Rucksack in den Flur. Was hat Jimin eingepackt? Alles was ich wollte waren Klamotten, aber der Rucksack ist so schwer, das man denken könnte da wären Gewichte drin.

Ich befreie mich von meinen Schuhen und stelle sie ordentlich im Eingangsbereich ab. Aus irgendeinem Grund tut mir mein ganzer Körper weh und meine Augen fallen mir vor Müdigkeit immer wieder zu. Vielleicht sollte ich mich wirklich schlafen legen, auch wenn es meinen schlafrythmus total durcheinander bringt.

Obwohl ich ein Wärme liebender Mensch bin, genieße ich den kalten Boden unter meinen Füßen als ich zu Taehyungs Zimmer gehe. Gerade als ich die Türklinke runter drücke, taucht neben meinem Kopf eine Hand auf und eine andere legt sich auf meine, die die Klinke umklammert.

Mein Herz setzt vor schreck einen Schlag aus, aber ich schreie nicht, weil ich weiß wer sich hinter mir befindet. Es ist sein Geruch und seine Wärme.

"Du gehst mir also wirklich aus dem Weg", sagt er mir mit seiner tiefen Stimme leise ins Ohr. Langsam löse ich meinen Griff um die Klinke und drehe mich um, nur um in ein Paar wütend funkelnder Augen zu blicken.




Nach dem ganzen Schulstress hat man mir so etwas wie Freizeit gegönnt, deswegen könnte es heute noch ein Kapitel geben 😄

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