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„Hast du uns nicht etwas zu erzählen?", begrüßt Allison mich am Montag morgen mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.

„Was meinst du?", frage ich, nachdem ich beide Mädels kurz umarmt habe und dann die Bücher, die ich für heute brauche, aus dem Spind geholt habe.

„Stell dich nicht dumm", fordert Jocelyn mit hochgezogener Augenbraue und ich schaue beide ehrlich verwirrt an: „Was meint ihr Zwei denn?"

„Ein Wort: Glen."

„Oh."

Woher wissen die beiden, dass ich mich mit Glen getroffen habe?

„Ja, oh!", grinst Allison belustigt und zieht eine ihrer dunklen Augenbrauen nach oben: „Also?"

„Wir haben uns getroffen, aber das wisst ihr offensichtlich schon."

„Dir muss man aber auch alles aus der Nase ziehen. Ist endlich etwas zwischen euch passiert?"

Ich spüre, wie die Wärme in meine Wangen steigt und ich wahrscheinlich rot, wie eine Tomate, bin. Die Zwei sind echt eine Nummer für sich - verrückte Hühner.

„Eventuell", antworte ich wage und Jocelyn gibt einen begeisterten, quietschenden Laut von sich: „Yey!"

„Ihr passt einfach so perfekt zusammen."

„Mädels, chillt mal", versuche ich die Euphorie zu bremsen, „Es war ein einziges Treffen, wir werden sehen, wo es hinführt."

Einerseits finde ich es süß, wie die beiden uns shippen und total dafür sind, dass aus Glen und mir etwas wird. Aber es kann auch ein klein wenig nervig werden.

„Aber du magst ihn, gib es zu!"

Augenverdrehend schaue ich Allison an: „Natürlich, sonst hätte ich mich gar nicht erst mit ihm getroffen. Aber Themawechsel: Habt ihr gut Bio gelernt?"


„Guck mal, wer da auf dich wartet", grinst Max, als wir das Schulgebäude verlassen und ich folge seinem Blick.

Glen lehnt lässig an seinem dunklen Mercedes und hebt grüßend die Hand in unsere Richtung. Sofort beginnt mein Herz schneller zu schlagen und die Schmetterlinge in meinem Bauch erwachen zum leben.

„Na geh' schon, bevor Allison und Jocelyn Unterrichtsschluss haben. Die zwei Klatschtanten werden sonst den ganzen Schulhof zusammen schreien", stupst Max mich leicht an und ich werfe ihm ein kleines Lächeln zu: „Wir sehen uns morgen!"

Wo er recht hat, hat er recht. Glen und ich sollten verschwinden, bevor die Mädels rauskommen. Auch wenn ich die beiden in mein Herz geschlossen habe, mag ich es nicht sonderlich im Mittelpunkt zu stehen - und genau das würde passieren, wenn die beiden Glen hier sehen.

Während ich auf Glen zulaufe, versuche ich meine dunklen Haare nochmal zu richten und schaue möglichst unauffällig an mit herunter. Ich trage ganz leger eine Jeans und dazu ein babyblaues T-Shirt, da es heute relativ warm ist. Natürlich sieht Glen wieder mal aus, wie aus dem Ei gepellt. Mit der schwarzen, verwaschenen Jeans und dem weißen T-Shirt könnte er glatt aus einem modernen Modemagazin entsprungen sein.

Umso näher ich ihm komme, desto lauter pocht mein Herz. Noch dazu spüre ich die Blicke einiger Mitschüler auf mir, was dazu führt, dass sich die Haare auf meinen Armen elektrisiert aufstellen. Hoffentlich blamiere ich mich nicht gleich vor der halben Schule.

„Hey", begrüße ich ihn mit einem leichten Lächeln, als ich wenige Meter von ihm entfernt bin.

„Hey, baby", grinst Glen und meine Augen werden groß, als ich realisiere, dass er mich gerade baby genannt hat. Oh mein Gott.

Ich bin so überrumpelt, dass ich ihn nur wortlos anstarren kann. Glen erlöst mich aus meiner halbstarre, in dem er mich sanft an den Händen nimmt und in seine Arme zieht. Wenig später liegen seine Lippen auf meinen und ich sinke gegen seine harte Brust. Der Kuss fühlt sich gut an und ich merke, wie meine Gefühle für Glen immer stärker werden. Er hat mich total um seinen kleinen Finger gewickelt und ich kann mir hoffen, dass er mir nicht das Herz bricht.

„Was machst du hier?", frage ich leicht atemlos, als wir uns voneinander lösen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, dass er mich in der Öffentlichkeit küsst - aber ich will mich nicht beschweren.
Seine starken Hände liegen auf meiner Hüfte und ich muss den Kopf in den Nacken legen, um ihm ins Gesicht schauen zu können.

„Meine letzte Stunde ist entfallen und ich dachte, ich hole dich von der Schule ab und wir gehen vielleicht was essen?"

Wie süß ist das denn?!
Ich glaube Glen erkennt an meinem Gesichtsausdruck, dass ich nicht abgeneigt von seiner Idee bin, denn er zieht mich um sein Auto herum, öffnet die Beifahrertür und schon sitze ich auf dem weichen Ledersitz.

„Was hältst du von Burger?", wendet er sich an mich, als er auf dem Fahrersitz platz nimmt und den Motor startet.

Ich nicke zustimmend: „Klingt gut. Ich schreibe noch schnell meiner Mum, damit sie sich nicht wundert, warum ich nicht nachhause komme."

Gesagt, getan. Kaum habe ich die Nachricht abgesendet, antwortet sie mir auch schon und wünscht mir viel Spaß. Ich liebe meine Eltern einfach.

„Was hat sie gesagt?"

„Sie wünscht uns viel Spaß", meine ich und muss leicht schmunzeln: „Wenn du noch öfter solche spontanen Aktionen abziehst, wird sie dich wohl bald kennenlernen wollen."

„Sag mir nur wann und wo", grinst Glen und die Schmetterlinge in meinem Bauch erwachen erneut zum Leben. Er hat kein Problem damit meine Eltern kennenzulernen? Daraus schlussfolgere ich, dass er das mit mir auf jeden Fall ernst meint. Ich schätze Glen auch nicht als Fuckboy oder Playboy ein. Er ist einfach ein total lieber und zuvorkommender Kerl. Noch dazu hat er Humor und Selbstbewusstsein, was ich an Jungs sehr schätze.

„Wie geht es deinen Geschwistern? Hat Vika dir verziehen, dass du sie am Wochenende wachgehalten hast?"

„Tatsächlich ja", antwortet Glen, „Aber nur weil sie gestern mein Auto haben durfte. Zum Glück hat sie es in einem Stück wieder zurückgebracht. Ich hoffe Dad kauft ihr bald ein eigenes Auto, dann muss ich nicht immer Angst um meins haben. Und Lennox ist gut gelaunt, wie immer. Den kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen."

„Ich glaube, ich würde die beiden mögen", lächele ich, „Vika klingt, als hätte sie dich gut unter Kontrolle und Lennox wirkt wie jemand, mit dem man viel Spaß haben kann."

„Die beiden würden dich absolut lieben - wahrscheinlich mehr als mich", stimmt Glen mir zu und ich hebe belustigt die Augenbraue: „Bist du so ein schlechter älterer Bruder?"

„Quatsch", winkt er grinsend ab, „Ich bin ein toller Bruder. Immerhin darf Vika mein geliebtes Auto fahren und Lennox kutschiere ich überall hin. Sind doch top Qualitäten für einen Bruder."

„Auf jeden Fall!"

Glen lenkt den Mercedes auf den Parkplatz des Diners, wo bereits einige andere Autos stehen. Wahrscheinlich haben viele gerade Mittagspause und sich dazu entschieden, etwas essen zu gehen.

Gemeinsam überqueren wir den Parkplatz und betreten das Diner, wobei Glen wie selbstverständlich meine Hand in seine nimmt. Das Gefühl, wie seine großen Hand die meine umschließt, ist einfach toll.

Drinnen werden wir sofort von einer quirligen Bedienung begrüßt, die uns einen Platz zuweist.

„Die Jungs und ich gehen hier richtig gerne essen. Ich kann dir den Cheeseburger empfehlen und die hausgemachten Limonaden schmecken auch wirklich gut."

Mit Glen fühlt sich einfach alles leicht und unbeschwert an. Es fühlt sich nicht zwanghaft nach einem Date an, sondern eher, als wären wir schon ewig zusammen und würden essen gehen. Ich fühle mich einfach wohl in seiner Nähe, da er es immer hinbekommt, eine lockere Atmosphäre zu schaffen und das Gespräch am laufen zu halten. Und Körperkontakt jeglicher Art fühlt sich total richtig an mit Glen.

Ich mag ihn wirklich sehr.


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Mit Glen würde ich auch gerne mal einen Burger essen gehen.

Denkt an den ⭐️, friends! <3

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