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Glen: Was hast du heute vor?

Ich: Nichts, wahrscheinlich ein bisschen lernen und danach Netflix.

Glen: Bock an den Strand zu fahren? Weiß nicht ob es zum Baden schon warm genug ist, aber wir können es ja versuchen.

Ich: Klar, sind bessere Aussichten als den ganzen Mittag vor meinem Biologie-Buch zu sitzen. :)

Glen: Ich hole dich um 12 Uhr ab, passt das?

Ich: Ja, bis später!


Um Punkt zwölf Uhr verlasse ich das Haus und sehe bereits Glen's Wagen am Straßenrand. Nervös beiße ich mir auf die Unterlippe. Ich kann nicht fassen, dass ich gleich etwas mit Glen unternehmen werde - alleine! Oh je, über was soll ich denn mit ihm reden? Vielleicht war das doch keine so gute Idee.

Aber jetzt gibt es kein zurück mehr. Ich greife meine Strandtasche fester und öffne die Beifahrertür des Mercedes. Das Lied Lollipop von Lil Wayne dringt an meine Ohren und ich lasse mich auf den Beifahrersitz fallen: „Hey!"

„Hi, genug gelernt für heute?"

„Definitiv", seufze ich, „Wie war dein Morgen?"

„Unspektakulär. Ich habe ziemlich lange geschlafen und dann in aller Ruhe mit meiner Familie gefrühstückt."

„Ein Traum", meine ich, „Wie lange wart ihr gestern noch unterwegs?"

Nach dem Pizza essen hat Allison mich netterweise nachhause gefahren, da ich heute Morgen früh aufstehen wollte um zu lernen. Wir schreiben nächste Woche nämlich eine Biologie-Klausur. Die anderen sind danach noch zu Kiyan und haben den Sieg weiter gefeiert.

„Bin um zwei Uhr daheim gewesen", antwortet Glen bereitwillig, „Luke und ich haben glaub etwas zu viel getrunken." Unschuldig grinst er mich an und ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Solche Chaoten. Aber ein Sieg muss eben gebührend gefeiert werden.

„Um zwei habe ich schon friedlich geschlafen."

„Ich glaube ich habe meine halbe Familie geweckt, als ich nachhause gekommen bin. Vika, meine Schwester, war heute morgen echt schlecht gelaunt deswegen."

„Die Arme", kichere ich, „Wie alt sind deine Geschwister eigentlich?"

„Vika ist siebzehn und Lennox dreizehn."

„Ich bin richtig neidisch auf alle, die Geschwister haben. Einzelkind sein kann so langweilig sein."

„Dafür hast du deine Eltern für dich alleine und keine kleinen Nervensägen um dich rum, die dir immer die Schuld für alles in die Schuhe schieben."

„Nun, dass ist definitiv ein Vorteil", stimme ich ihm zu.

„Warst du schon mal am Strand, seit du umgezogen bist?"

„Nein, irgendwie hatte ich dafür noch keine Zeit", antworte ich und erblicke schon das Meer am Horizont. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm, dass ist aber keine Garantie dafür, dass man schon schwimmen gehen kann.

Glen parkt den Wagen auf einem der vielen zur Verfügung stehenden Parkplätze, die überwiegend leer sind und stellt den Motor ab.
Wir steigen aus und machen uns auf den Weg an den weitläufigen Sandstrand. Dafür müssen wir zuerst einen schmalen Weg entlang und dann ein paar Stufen nach unten. Über uns Kreisen mehrere Möwen, die auf der Suche nach etwas essbarem sind und eine leichte Windbriese sorgt dafür, dass sich eine Gänsehaut auf meinen Armen bildet.

„Wollen wir in die Sonne oder den Schatten liegen?", will Glen meine Meinung wissen und deutet mit dem Finger auf die jeweiligen Plätze. An diesem Strandabschnitt sind außer uns nur zwei Familien und ein älteres Pärchen, die sich in der Sonne räkeln. Das Lachen der Kinder dringt an meine Ohren und automatisch legt sich auf meine Lippen ein Lächeln. Kinder sind einfach süß.

„Sonne? Finde es jetzt nicht so heiß und für was gibt es Sonnencreme?"

Nickend stimmt Glen mir zu und setzt sich in Bewegung. Ich folge ihm und watschle wohl mehr durch den Sand, als das ich laufe.

An unserem ausgewählten Platz angekommen, breiten wir unsere mitgebrachten Handtücher aus und stellen die Taschen ab.

Als Glen sich in einer Bewegung sein weißes T-Shirt über den Kopf streift, wird mir bewusst, dass ich auch gleich nur im Bikini vor ihm stehen werde. Oh scheiße, diesen Teil des Tages habe ich bis jetzt bewusst ignoriert - Glen wird mich halbnackt sehen.

Mein Blick wandert, ohne das ich es verhindern kann, zu seinem nackten Oberkörper und ich muss hart schlucken. Das ist doch unfair! Natürlich hat Glen ein definiertes Sixpack und starke Oberarme, die deutlich zeigen, dass er regelmäßig trainiert. Was erwartet man auch anderes von einem Leistungssportler.

Mein Starren bleibt leider nicht unbemerkt, denn Glen zwinkert mir nur frech zu und zieht dann abwartend eine Augenbraue nach oben: „Wollen wir in's Wasser?"

„Hmm." Zögernd ergreife ich den Saum meines CropTops und ziehe es mir über den Kopf, sodass mein rosafarbenes Bikinioberteil zum Vorschein kommt. Ohne Glen anzusehen, ziehe ich noch meinen Rock aus und verschränke die Arme vor meinem Bauch. Ich bin nicht so sportlich wie Glen, weswegen ich durchaus das ein oder andere Gramm zu viel auf den Rippen habe.

Als meine Augen die von Glen finden, erwachen die Schmetterlinge in meinem Bauch zum leben. Sein Blick ist heiß und bewundernd - gefällt ihm was er sieht?
Inzwischen bin ich bestimmt schon rot, wie eine Tomate. Diese Spannung zwischen uns ist wirklich unerträglich. Vor allem wenn wir alleine sind, steigt sie ungehindert an.
Am liebsten würde ich denn Abstand zwischen uns überbrücken und meine Lippen auf seine legen, aber das traue ich mich nicht. Wir kennen uns immerhin erst seit ein paar Tagen, wäre das nicht zu früh?

„Wollen wir?", durchbricht Glen meine Gedanken und nickt in Richtung Meer.

„Ja, hoffentlich ist das Wasser warm genug", meine ich und wir machen uns auf den Weg. Ich tapse etwas ungeschickt durch den Sand, schaffe es aber ohne zu stolpern.

Als das Wasser meine Knöchel umspielt, trete ich überrascht zwei Schritte zurück: „Das ist kalt!"

Glen steht im Gegensatz zu mir schon knietief im Wasser und lacht auf meine Aussage hin nur: „Komm schon, wenn du einmal drin bist, dann geht es."
Typisch Jungs. Manchmal habe ich das Gefühl, die haben eine andere Temperaturwahrnehmung.

Zögernd mache ich mich daran tiefer ins Meer zu gehen, muss aber regelmäßig anhalten, um mich an die Kälte zu gewöhnen. Aber Glen hat Recht, umso weiter ich reingehe, desto erträglicher wird es.
Glen beobachtet mich bei meinen Bemühungen nur belustigt und als er auch noch anfängt zu lachen, spritze ich ihm eine Handvoll Wasser in's Gesicht: „Hör auf mich auszulachen!"

„Du siehst aus, als würdest du auf Nägeln laufen müssen. Total gequälter Gesichtsausdruck", während er sich vor lachen kaum mehr einkriegt, zieht er mehrere Grimassen, die wohl meinen Ausdruck nachahmen sollen.

„Na warte!" Ohne weiter auf die Kälte zu achten, stürze ich mich auf Glen und versuche ihn unter Wasser zu tauchen. Meine Hände liegen auf seinen starken Schultern, die sich keinen Millimeter nach unten bewegen.

Natürlich lässt Glen meinen Angriff nicht auf sich sitzen und wenig später bekomme ich eine Ladung Wasser in's Gesicht. Kichern wehre ich mich und kurz darauf liefern wir uns eine Wasserschlacht, auf die so manches Kind neidisch wäre.

„Stopp!", pruste ich irgendwann, „Ich ergebe mich! Hab' Gnade!"

Keine Ahnung wie wir in diese Position gekommen sind, aber ich realisiere erst jetzt, dass seine großen Hände auf meiner Taille liegen und meine um seinen Hals geschlungen sind. Unsere Körper sind dicht aneinander gepresst und auch unsere Gesichter sind sich unglaublich nah. Ich kann sehen, wie die einzelnen Wassertropfen von seinem Haaransatz, über die Stirn und Nase, bis herunter zu seinem Kinn laufen. Fasziniert beobachte ich den Verlauf der Tropfen, bis mein Blick seine Lippen findet.
Oh verdammt, sehen die weich aus.

Ein sehnsüchtiges Ziehen bildet sich in meinem Unterleib und mein Atem geht unregelmäßig. Wir sind uns so nah, wie noch nie.

Ich kann meinen Blick einfach nicht von seinen Lippen losreißen.
Spürt er die Spannung zwischen uns auch?

Die Antwort bekomme ich, als Glen seinen Kopf leicht zu mir nach unten neigt und meinen Lippen näher kommt.
Oh mein Gott!
Er wird mich küssen!

Aufgeregt verfestige ich meinen Griff um seinen Hals und schließe abwartend die Augen.
Wie in Zeitlupe trifft sein Mund auf meinen und ich muss ein glückliches Seufzen unterdrücken.

Der Kuss ist sanft und langsam - gefühlvoll.
Ohne zu zögern erwidere ich seinen Kuss und das ziehen in meinem Bauch wird stärker.
Seine Hände wandern von meiner Taille zu meinen Oberschenkeln nach unten und mit einer fließenden Bewegung hebt er mich nach oben, sodass ich meine Beine um seine Hüfte schlingen kann.
Das Wasser um uns herum schwappt leise, doch genau wie die restlichen Geräusche um uns herum, tritt das in den Hintergrund.

Der Kuss wird intensiver und als ich meinen Mund kurz öffne, ergreift Glen die Chance und vertieft den Kuss. Er erobert meinen Mund, was ich bereitwillig hinnehme. Ich liebe es, wie seine Zunge sanft meine umspielt.
Seine Hände fühlen sich gut auf meinem Körper an. Sanft streichen seine Finger über meinen Rücken und bleiben dann in meinem Nacken liegen, um mich enger an ihn zu drücken. Respektvoll wie er ist, hat er keine Anstalten gemacht meinen Hintern anzugrabschen oder sonst etwas unsittliches zu versuchen.

Meine eigenen Hände habe ich inzwischen in seinen nassen Haaren vergraben und ich würde mich am liebsten noch dichter an ihn pressen. Mein ganzer Körper steht unter Strom und mein Gehirn kommt nicht damit hinterher, all die Gefühle zu verarbeiten.

Als wir uns nach einer halben Ewigkeit voneinander lösen, liegt ein breites Lächeln auf meinen Lippen und als ich zu Glen nach oben schaue, spiegelt er meinen Gesichtsausdruck. Das ist gut, also sind die Empfindungen schon mal nicht einseitig - hoffe ich.

„Wow", haucht Glen nach einer kurzen Stille und mein Lächeln wird noch größer, falls das überhaupt möglich ist: „Du sagst es."

Ohne das ich es bewusst wahrnehme, spielen meine Finger mit seinen dunklen Haaren und massieren leicht seine Kopfhaut. Mit Glen fühlt sich alles so vertraut an und gar nicht komisch oder wie man heutzutage sagt cringe.
Überall wo seine Finger meine Haut berühren, bleibt ein fast elektrisches Prickeln zurück.

Da ich nicht weiß, was ich sonst tun soll, lege ich meinen Kopf auf seiner Schulter ab und beobachte die endlose Weite des Ozeans. Ich will nicht, dass der Moment schon vorbei ist, dafür fühlt es sich viel zu gut an.
Glen erwidert meine Umarmung und ich spüre, wie er mir einen kurzen Kuss auf den Kopf gibt. Innerlich schmelze ich noch weiter, wie perfekt kann ein Kerl eigentlich sein? Am liebsten würde ich für immer in seinen Armen bleiben.



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Ein ganzes Kapitel nur mit Sophia & Glen.
ICH LIEBE DIE ZWEI!

Denkt an den ⭐️, friends. <3

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