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Taehyung Pov


Lächelnd strecke ich mein Gesicht der Sonne entgegen, als ich höre wie die Tür zur Terrasse aufgeschoben wird. Nach einer Dusche gestern, in der es nicht nur beim duschen blieb, gingen wir beide Müde ins Bett und auch wenn ich dachte ich könnte locker vierundzwanzig Stunden schlafen, wurde es zum Schluss nur ein Drittel davon.

"Habe ich dich geweckt?", frage ich und klopfe auf den Platz neben mir damit er auch auf der Couch Platz nimmt. Er lässt die Tür offen, reibt sich noch immer Müde über die Augen und legt sich mit dem Kopf auf meinem Schoß.

"Ich habe mir Sorgen gemacht. Ich dachte mit dir sei irgendetwas, weil du sonst nie so früh aufwachst."

Er wirkt nach wie vor Müde, ich muss ihn wirklich geweckt haben als ich aufgestanden bin und eigentlich wusste ich auch, dass das passieren würde. Mir ist klar, dass Jungkook sofort spürt wenn ich nicht mehr im Bett liege, ihm fehlt dann meine Wärme. Niemals hätte ich gedacht, dass das was er damals gesagt hat wirklich eintreffen könnte.

Er sagte, er habe Angst von mir berührt zu werden und nie wieder ohne diese Berührungen leben zu können. Ich dachte, es sei nur so dahin gesagt, aber dass das wirklich so ist, zu wissen das er mich so sehr liebt, das selbst das verschwinden meiner Wärme und der Körpernähe ihm auffällt, das macht mich glücklich.

"Ich konnte nicht schlafen. Ich hätte nie gedacht, dass mir irgendwann der Schlaf vom Glück geraubt werden würde, aber so ist das. Ich kann nicht anders als permanent Lächeln und mich zu freuen, selbst wenn ich schlafe, also weckt mich mein Körper auf." Mein Lächeln wird breiter, denn alleine der Blick in sein Gesicht macht diesen Tag wieder zu einem der besten in meinen Leben. "Du hast recht, mit mir ist irgendwas. Ich bin unsterblich verliebt in dich und brauche nicht einmal mehr zu schlafen weil ich die Zeit lieber mit dir verbringen möchte."

Jungkooks Gesicht färbt sich langsam Rot während er mir auf die Lippen starrt als hätte er sich in meinen Worten verfangen. Doch statt es wie sonst immer abzuwenden wenn diese Farbe in seinem Gesicht auftaucht, sieht er von meinen Lippen in die Augen und hebt eine Hand, die er mir auf die Wange legt.

"Das war verdammt kitschig", sagt er. "Aber die Dinge, die du sagst, sie bedeuten mir so viel, dass ich sie am liebsten irgendwo speichern und immer wieder abspielen würde."

Manchmal habe ich das Gefühl, als wären Jungkook und ich auf irgendeine Art und Weise verbunden. Man mag es nennen wie man will, Schicksal oder Seelenverwandte, es ist auf jeden Fall irgendetwas, denn er sagt oder tut immer genau das, was am besten zu dem passt, was ich als nächstes tun möchte.

Ich krame den Gegenstand aus meiner Hosentasche heraus, den ich bereits schon so lange mit mir herum schleppe. Die Fünf Jahre in denen wir uns nicht sahen, war er eine Erinnerung für mich, weil er der Anfang von uns war. Er hat meine Briefe behalten und ich hatte diesen Player.

Seine Augen werden groß als er ihn sieht und er nimmt ihn ungläubig in die Hände während er sich aufsetzt. Ich hatte nicht gehofft, dass es ihn überraschen würde, aber ich habe sehr wohl damit gerechnet. Ich bin mir sicher er hat ihn vermisst, aber ich kam niemals dazu ihn ihm wieder zu geben. Die Momente vor der Trennung war ich viel zu glücklich und habe es vergessen. Die Momente danach war es einfach zu spät.

"Es wird Zeit, dass du ihn wieder kriegst. Ich hätte ihn dir gar nicht erst wegnehmen sollen, dazu hatte ich kein Recht."

Ich habe gut auf ihn Acht gegeben, ihn stets in der Verpackung meines bereits ausgepackten Handys aufbewahrt und ihn an einem Ort versteckt, wo niemand außer mir ihn finden könnte, selbst wenn man das Haus auseinander nehmen würde. Ich habe den Besitzer dieses Gegenstandes so sehr vermisst, dass ich hoffte er würde irgendwann nur wegen ihm zu mir kommen und mir so die Möglichkeit geben ihn wieder zu sehen.

"Ich hätte niemals gedacht, dass du ihn noch besitzen würdest", sagt er und legt ihn in seinen Schoß um mir wieder in die Augen sehen zu können, statt sich auf das Teil zu konzentrieren.

"Was dachtest du denn, was damit passiert sei?"

"Keine Ahnung." Er zuckt mit den Schultern. "Ich dachte du hättest ihn verloren oder in irgendeine Ecke geschmissen um das Teil nie wieder sehen zu müssen."

Ich lache darüber und nehme sein Gesicht in beide Hände. "Dieses 'Teil hat mir einen Deal mit dir verschafft, mit dem ich dich sehen und deine Hand halten durfte. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich die Chance bekommen habe dich mit meinem Charme zu entzücken."

Jetzt ist er es der lacht und das Geräusch ist das einzige, was ich zum glücklich sein brauche. Wenn meine Augen mich irgendwann im Stich lassen, dann wäre ich traurig, aber seine Stimme und sein Lachen zu hören würden mich wieder glücklich machen.

"Du meinst, du magst das Teil, auch wenn du es nur ein 'elektrischer Beethoven' ist?"

"Ich würde es sogar mögen, wenn du den Bieber da drauf hättest, aber ich bin froh das es nicht so ist." Ich drücke ihm einen Kuss auf die Stirn und sehe ihm wieder in dir Augen. Nur er schafft es, dass ich an einem freien Tag um sechs Uhr Morgens bereits so glücklich bin.

"Ich wünschte wir könnten hierher kommen wann immer wir wollen", sagt er und schlingt seine Arme um meinen Nacken.

Und da ist es wieder. Die Fähigkeit genau das zu sagen, was ich als Grundlage brauche um das Thema anzufangen, von dem ich nicht wusste wie ich es hätte einleiten sollen. Diese Aufgabe hat er mir abgenommen und jetzt kann ich ihm noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern, vielleicht sogar sein Lachen hören.

"Dann lass uns das tun. Wann immer wir beide freie Tage haben, kommen wir hierher."

"Das geht nicht", sagt er und schüttelt traurig den Kopf.

"Und warum nicht?"

"Na weil das viel zu Teuer ist! Ich will gar nicht wissen wie viel es gekostet hat dieses Haus für nur wenige Tage zu Mieten. Das war sicher ein halbes Vermögen." Er schüttelt den Kopf als würde ihm alleine die Vorstellung Angst einjagen und das bringt mich wiederum zum lachen.

"Die Miete hat kein Vermögen gekostet, aber ich muss zugeben, es zu kaufen war nicht günstig." Ich tue so, als wäre es eine schwere Entscheidung gewesen, dabei war mir bereits beim Anblick dieser Terasse auf der wir sitzen klar, dass ich es kaufen werde, egal wie viel es kostet. Na ja, ich musste einen Kredit aufnehmen, aber jetzt habe ich es ja und den Ausdruck in seinem Gesicht sehen zu können ist mir dafür sogar Belohnung genug.

"Du hast was?", fragt er aufgebracht, aber ich nicke nur und lehne meine Stirn an sein.

"Das hier gehört uns, also spricht nichts dagegen wieder hierher zu kommen, so oft du willst, dein Leben lang mit mir zusammen."


















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Noch 1 Kapitel (wirklich, dieses mal stimmen die Berechnungen)

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