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Taehyung Pov

Nach dem Duschen setzt sich Jungkook vor den Fernseher und zieht sich irgendeine Gameshow rein. Er benimmt sich den ganzen Tag über bereits so komisch, so distanziert und irgendwie abweisend. Das einzige, was bis jetzt in den sechs Stunden, die wir beide wach sind aus seinem Mund kam, ist ein schwaches und leises 'Guten Morgen'.

Beim Frühstück hat er zuerst darauf gewartet das ich mich hinsetze, nur um sich dann auf dem Platz nieder zu lassen, der am weitesten von meinem entfernt ist. Egal wie lange und offensichtlich ich ihn anstarre, sein Blick streift mich nicht einmal und selbst als ich angefangen habe absichtlich laut die Milch aus der Schüssel Cornflakes zu schlürfen nachdem ich fertig war, blieb er ruhig, obwohl er es Abgrundtief hasst wenn ich das tue.

Vielleicht bilde ich es mir nur ein oder ich interpretiere da zu viel hinein, aber ich denke tatsächlich das er mir aus dem Weg geht. Es muss komisch für ihn sein, das verstehe ich. Gestern erst hat er mit seinem Freund Schluss gemacht und obwohl er sagte er hat ihn nicht geliebt, muss es trotzdem ein Schlag ins Gesicht sein so hintergangen zu werden und jetzt liegt auch noch sein Ex-Freund bei ihm im Bett, da wüssten wahrscheinlich die wenigsten was sie tun sollen. Aber das ist in Ordnung. Dafür bin ich ja da.

"Ich liebe dich", sage ich laut und deutlich und sehe ihn dabei mit einem breiten Lächeln an.

Überrascht hebt er tatsächlich seinen Kopf und sieht mich zum ersten Mal seit dem 'Guten Morgen' an. Die Wangen sind rot, die wunderschönen Augen groß, weil ihn dieses Geständnis tatsächlich überrascht. Er fängt sofort an mit seinen Fingern zu spielen, ein Zeichen seiner Nervosität und am liebsten würde ich ihn ganz fest an mich drücken, weil das gerade zum Sterben süß ist.

"Wieso sagst du das so plötzlich?", fragt er und sorgt dafür, dass mein Grinsen Dank dem zittern in seiner Stimme noch breiter wird. Ich habe sein Gesicht tatsächlich nie vergessen. Jedes Detail hat sich so in mein Gedächtnis gebrannt, dass selbst der stärkste Gedächtnisverlust es niemals wieder löschen könnte, aber ihn wieder mit diesem Ausdruck der Unsicherheit und der Schüchternheit zu sehen macht mich ganz verrückt.

"Weil es so ist. Ich liebe dich, Jungkook."

Ich stehe auf, stelle die Schüssel in die Spüle und gehe wieder zu ihm an den Tisch. Seine Worte von gestern Abend sind noch in meinem Kopf und ich möchte mein Glück nicht herausfordern. Wir haben wieder zueinander gefunden, zwar nicht auf die Art die ich mir gewünscht hätte, aber ich habe ihn nach fünf Jahren endlich wieder hier bei mir und ich werde alles dafür geben ihn wird meins nennen zu können. Aber langsam und mit Geduld.

Egal wie sehr ich ihn gerade packen und wie gerne ich ihn jetzt in diesem Moment küssen und berühren möchte, ich muss mich zurückhalten, weil er mir gestern Abend gesagt hat er ist noch nicht soweit.

Bevor wir uns kannten hat er neun Jahre lang mit der Angst und dem Ekel vor Berührungen gelebt. Es hat ihn viel Überwindung gekostet sich von mir berühren zu lassen und als er dann mit mir schlafen wollte, war ich sicher der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Aber jetzt müssen wir wieder von vorne anfangen. Ich muss mich beherrschen und ihm zeigen, dass ich bei ihm bin und das ich so lange warte wie es nötig ist, genau sowie ich es damals getan habe.

Ich muss ihn wieder dazu bringen mich genau so sehr zu lieben.

Er sieht mich verwirrt und etwas überfordert an als ich seinen Stuhl zur Seite drehe, sodass seine Beine nicht mehr unter dem Tisch sind sondern ich mich vor ihn hocken und ihm von unten in die Augen sehen kann. Das rot seines Hauttons wird noch intensiver und statt meinen Blick zu erwidern, starrt er nervös und unsicher im Raum herum.

"Ich habe es dir schon mal gesagt, aber da es fünf Jahre her ist, werde ich es Ausnahmsweise noch einmal sagen." Ich stütze meine Hände links und rechts auf der Höhe seiner Brust an der Rückenlehne des Stuhles ab und komme seinem Gesicht mit meinem so nahe, dass ich den Zucker, den er immer haufenweise in sein Müsli kippt, bereits auf seinen Lippen schmecken kann. "Ich berühre dich erst, wenn du es willst, also hab keine Angst vor mir."

Er schließt die Augen und presst de Lippen aufeinander, als hätte er Mühe darin sich mit irgendetwas zurückzuhalten, aber als er sie tatsächlich doch öffnet und mir ohne irgendeine Angst oder Unsicherheit in meine sieht, ist es beinahe doch um meine Selbstbeherrschung geschehen.

"Was ist, wenn es wieder solange dauert?", fragt er, während er in seinem Schoß mit seinen Fingern herum spielt. Hat er tatsächlich Angst deswegen? Er fürchtet, dass ich nicht genug Geduld aufbringen kann um ihm die Zeit zu geben sich wieder an mich und an alles zu gewöhnen. Ich war ein Idiot, ja, aber ich habe ihn nie zu irgendetwas gedrängt, was er nicht wollte und das werde ich auch jetzt nicht tun.

"Du hast alle Zeit der Welt", sage ich und schieße nach oben, presse meine Lippen nur für den Bruchteil einer Sekunde auf seine und lächle breit über seinen baffen Ausdruck als ich mich wieder hin stelle. "Das war nur ein Vorgeschmack, eine Anzahlung damit du verstehst wofür ich kämpfe. Ich liebe dich, das habe ich dir bereits oft gesagt, aber nie genug. Fünf Jahre habe ich es ausgehalten und das werde ich ein weiteres mal, selbst wenn du weitere fünf Jahre brauchst."












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Neuer Stand der Dinge: Alle die Reset gelesen haben wissen wie schlecht ich in Mathematik bin, also wird es die auch nicht überraschen wenn ich sage es werden doch nicht 62, sondern nach neusten Berechnungen 63 Kapitel 😅😂

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