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Taehyung Pov

Obwohl die Fluch der Karibik Filme zu meinen liebsten gehören, bin ich nicht in der Lage mich auf irgendetwas anderes als Jungkook zu konzentrieren.

Eigentlich ist das immer so, seit ich ihm auf dem Revier begegnet und seit ich ihn dazu gebracht habe auf diesen Deal einzugehen, der eigentlich nur dazu da war um meine Langeweile zu überbrücken.

Aber das Leben spielt Spiele mit einem und man weiß nie, was einen darin erwartet. Niemals hätte ich gedacht, dass ich mich in ihn verlieben und dass wir wie jetzt gerade vor dem Fernseher einen meiner liebsten Filme gucken würden, während er zwischen meinen Beinen mit seinem Rücken an meiner Brust sitzt.

Es ist wie ein Traum aus dem ich nicht mehr aufwache, viel zu wirklich um unwirklich zu sein, aber auch viel zu Perfekt um keine Angst zu haben, dass es irgendwann enden könnte.

Jungkook dreht sich um und geht zwischen meinen Beinen jetzt auf die Knie damit er mir ins Gesicht sehen kann. Seine Augen glänzen während er mir in meine sieht als wollte er sicher gehen, dass das was er als nächstes tut auch Richtig ist.


"Es tut mir leid, Tae", sagt er und verschränkt seine Hand mit meiner, die neben mir auf dem Boden liegt. Sanft streicht er mit dem Daumen über meinen.

Verwirrt sehe ich ihn an und streiche ihm die immernoch vom Duschen nassen Strähnen aus dem Gesicht um ihm besser in die Augen sehen zu können und vielleicht schon bevor er es ausspricht zu erfahren, welchen Grund es für eine Entschuldigung gibt.

Aber ich kann nichts erkennen. Es ist nicht so, als wäre seine Mimik wie versteinert, da ist etwas, aber ich kann die Gefühle nicht deuten.

Nervosität? Angst? Das wäre das, was mir als erstes einfällt, aber warum sollte er nervös sein und was gibt es, dass ihm Angst bereiten könnte?

"Wofür entschuldigt du dich?", frage ich schließlich.

"Ich war die letzten Tage nicht für dich da."

Seine Lippen formen ein tröstendes Lächeln, aber seine Augen unterstreichen seine Worte. Es tut ihm wirklich leid, daran besteht kein Zweifel.

Er scheint die ganze Zeit über gewusst zu haben, wie einsam ich mich gefühlt habe, wie gerne ich Zeit mit ihm verbracht oder ihn wenigstens gesehen hätte.

Obwohl ich gestern noch wirklich froh über seine Einsicht gewesen wäre, ihn sofort in die Arme geschlossen und den ganzen Tag die Wärme, die ich so vermisst habe genossen hätte, kann ich gerade nur an den Fehler denken, den ich begannen habe.

Ich möchte ihm sagen, dass er sich nicht entschuldigen soll, weil er nichts falsch gemacht hat und ich derjenige sein sollte, der vor ihm auf die Knie geht, nicht anders herum.

"Jungkook..."

"Der Grund, warum ich kaum Zeit für dich hatte und warum ich dich so oft versetzt habe war der, dass sie mir geholfen haben."

Er beißt sich auf die Unterlippe, was er häufig tut wenn er sich unsicher darüber ist, ob er etwas was ihm im Kopf herum schwirrt wirklich sagen soll oder nicht.

Ich weiß nicht, ob es ihm überhaupt klar ist was für einen Effekt er auf mich hat. Berührungen sind lange nicht mehr nur seine Schwäche, sie sind auch meine, allerdings nur seine.

"Wieso hast du mich nicht um Hilfe gebeten?", frage ich einwenig verletzt über die Tatsache, dass er in dem Moment, in dem er ein Problem hat zuerst an jemand anderen denkt als mich.

Egal was es ist, ich würde alles tun um ihm zu helfen und ihm zu zeigen, dass ich immer für ihn da bin, egal was er tut.

"Das war eine Sache, bei der du mir nicht helfen konntest."

"Was ist es denn gewesen?"

Ich möchte nicht zu Neugierig klingen, aber bei dem Versuch etwas davon zu verbergen, klinge ich viel zu desinteressiert, dabei zerfrisst mich dieses Gefühl fast.

"Du weißt, wie schlecht ich darin bin dir zu zeigen was ich empfinde und noch schlechter bin ich darin es dir zu sagen."

Jetzt wo er es sagt, merke ich tatsächlich wie Wahr das ist. Jungkook hat mich noch nie von sich aus geküsst oder über seine Gefühle, seine Ängste, seine Wut oder seine Freude geredet. Es scheint, als würde er das für sich behalten wollen.

"Aber jetzt weiß ich, dass man sich dafür keine Hilfe holen kann. Das muss von alleine kommen." Er lächelt erneut, aber dieses mal ist es kein Trost oder irgendwelche Reue, nein, sein Lächeln ist schöner, als es jemals zuvor war.

"Wobei brauchtest du Hilfe?", frage ich.

Er setzt sich auf meinen Schoß, die Beine links und rechts von mir, seine Hände umschließen mein Gesicht während er mir in die Augen sieht, als wolle er mich an sich binden und nie wieder los lassen.

"Ich wollte dir zeigen, wie sehr ich dich liebe." Sein Gesicht kommt meinem Gefährlich nahe, bis es nicht nur seine Daumen sind, die sanft auf meiner Haut zu spüren sind, sondern auch diese herrlich weichen Lippen, welche nur noch wenige Zentimeter von meinen entfernt sind.

"Denn das tue ich, Taehyung. Ich liebe dich."

Ohne auf irgendeine Reaktion oder auf ein Wort meinerseits zu warten überbrückt er diesen nicht nennenswerten Abstand und schenkt mir das, was eine gefühlte Ewigkeit direkt vor meiner Nase war. 

Jungkook ist für mich wie für jemand anderes in der Wüste ein Glas Wasser. Ich möchte ihn nicht nur weil er mir gut tut, ich brauche ihn um zu überleben. Ich brauche ihn, seine Wärme, seine Berührungen und vor allem seine Liebe.

Es ist nur ein kurzer Kuss, eine kleine Berührung seiner Lippen mit meinen, nicht mehr als eine Kostprobe von etwas, von dem ich weiß, wie süß es schmeckt.

Ich lege meine Hand in seinen Nacken und ziehe ihn wieder an mich. Dieser Kuss ist leidenschaftlicher und gleichzeitig gründlicher. Langsam erkunden ich jeden Winkel seines Mundes und spüre wie er sich in meinen Armen entspannt, sich treiben lässt.

Er muss spüren, wie erregt ich bin, denn er fängt an sich in kreisenden Bewegungen auf meinem Schoß zu bewegen und seine Hände tasten nach dem Saum meines Hemdes.

Ich gebe seine Lippen erst frei, als wir beide keine Luft mehr bekommen und lege ihn mit dem Rücken auf dem Boden. Dieses mal bin ich es, der ihm einen Kuss auf die Lippen haucht und ihm das breiteste Lächeln schenkt, dass ich jemals zustande gebracht habe.

"Ich liebe dich, Jungkook."

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