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Jungkook Pov
"Wo soll ich dich als erstes anfassen?"
Er steht still vor mir, wie eine Statur, nichts außer seinen Augen und seiner sich auf und ab sinkenden Brust bewegt dich während er geduldig auf meine Antwort wartet.
Mein ganzer Körper zittert während in meinem Kopf zwei Seiten gegeneinander kämpfen und drohen mich wahnsinnig zu machen.
Ich weiß, dass ich es bereuen könnte wenn ich ihn mich berühren lasse. Seit ich Taehyung kenne, wurde ich öfter berührt als in den letzten Acht Jahren zusammen. Der Schmerz, den ich in der Zeit empfunden habe, den kannte ich so bisher gar nicht.
Er hat mich immer wieder provoziert, mich an die Grenzen meiner Selbstbeherrschung gebracht und er hat die hässlichsten Seiten an mir gesehen. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und ganz weit weg ziehen. Weg von ihm, weg von meiner Mutter und dem Ort der mich so sehr an ihn erinnert und an das was sie zerstört hat.
Aber ich kann nicht.
Denn der Drang das alles hinter mir zu lassen und irgendwo neu anzufangen ohne de Erinnerungen an alles was er getan hat, ist genauso groß wie das Verlangen nach ihm.
Ich habe nicht gelogen. Die Umarmung vorhin, die für jeden anderen nur eine einfache Geste der Zuneigung und ein Zeichen für Verständnis gewesen wäre, das war für mich die größte Überwindung in meinem Leben. Zumindest hätte sie das sein sollen, aber es fiel mir so einfach wie das erhitzen von Butter.
Und jetzt will ich mehr.
Es ist nicht mehr sowie vor seiner Zeit, wo der Gedanke mit meinem 19 Lebensjahr Seoul zu verlassen und irgendwo neu anzufangen das war, was mich am Leben erhalten hat.
Jetzt möchte ich nicht mehr gehen. Nicht wenn es bedeutet auch Taehyung hinter mir zu lassen, mich von seinen Berührungen verabschieden zu müssen.
"Jungkook?" Er sieht mich besorgt an, die Augenbrauen zusammen gezogen und die Lippen leicht geöffnet. "Entschuldige, ich wollte dich nicht bedrängen."
Er stoßt sich von der Wand ab um mir Platz zu machen, aber kaum ist er einen Schritt zurück gewichen, füllt Kälte den Abstand zwischen uns.
Meine Hand schießt nach vorne und umschließt von all meinen Gefühlen gesteuert seine, fest und verzweifelt. Sein Blick auf mir ist deutlich spürbar, aber ich halte das Gesicht gesenkt und sehe ihn nicht an, um zu vermeiden das er den peinlichen Ausdruck, der sich darauf befindet zu Augen bekommt.
"Geh nicht", flehe ich schon beinahe und versuche das Geräusch meines klopfenden Herzens genau so gut zu ignorieren wie meine mehr bebende als zitternde Hand. Trotz den Tränen in meinen Augen hebe ich nun doch den Kopf und sehe ihn an.
"Fass mich an."
Es ist, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, denn kaum habe ich die Worte ausgesprochen, bewegt er sich wieder, trotz der sichtlichen Überraschung, auf mich zu.
Ich weiche zurück, eher automatisch als vor Angst und keuche auf als ich die Wand in meinem Rücken spüre, aber die hält ihn nicht davon ab mir noch näher zu kommen.
"Du hast Angst", stellt er fest und verschränkt unsere Finger miteinander während er die andere Hand neben meinem Kopf an der Wand abstützt. "Bist du dir sicher das du das nicht bereuen wirst?"
"Ich weiß es nicht." Überwältigt von all dem lege ich meine Hand auf seinen Arm um nicht zusammen zu sacken und sehe ihn mit großen Augen an. "Vielleicht werde ich es bereuen. Aber du hast selber gesagt, alles was ich danach tun muss ist mich waschen."
Es ist eine Verharmlosung, aber das muss er nicht wissen. Er muss nicht wissen, dass ich Stunden unter der Dusche verbringe und mir den Körper blutig schrubbe, nur um einige Minuten später das gleiche wieder zu tun.
Er muss es nicht wissen, denn wenn er es wüsste, würde er mich nicht berühren.
"Sag mir, wenn es zu viel für dich wird."
Ich möchte ihm gerade sagen, das ich es verstanden habe, als er seine Hand auf meine Brust legt und ich überrascht nach Luft schnappe.
Bis eben stand ich noch bibbernd vor Kälte zwischen ihm und der Wand, aber seine Hand über meinem außer Kontrolle geratenen Herzen und die Wärme, die davon ausgeht reichen aus um meine Konzentration ganz auf ihn zu lenken.
Ich sehe nicht mehr die untergehende Sonne draußen vor dem Fenster und ich höre auch nicht länger die Autos draußen auf den Straßen oder die tickende Uhr. Alles was ich sehe ist Taehyung, alles was ich rieche ist der süße Duft der von ihm ausgeht und alles was ich höre ist seine Stimme, selbst wenn sein Mund geschlossen ist.
Er streicht mit der Flachen Hand hinab bis zu meinem Hosenbund und gerade als ich denke, das er sie aufknöpfen möchte, lässt er sie unter den schweren und nassen Pullover gleiten.
"T-Tae~", kommt sein Name über meine zitternden Lippen, als ich kurz zusammen zucke und die Augen zusammen kneife.
"Soll ich aufhören?", fragt er, aber ich schüttle sofort den Kopf.
Das hier macht mir Angst. Seine Berührungen hinterlassen Spuren auf meiner Haut, die nicht sichtbar sind, Spuren die sich anfühlen wie Feuer das darauf tanzt, aber sie sind anders als die Spuren, die sonst bei Berührungen hinterlassen werden.
Sie machen mich verrückt auf eine Weise, die ich nicht beschreiben kann, die ich so noch nie empfunden habe.
Ich beiße mir auf die Unterlippe um die Geräusche zu unterdrücken, die raus mochten als Taehyung kurz mit meinen Nippeln spielt bevor er die Muskeln auf meinem Bauch nachzeichnet und dann seine Hand wieder raus zieht.
"Hat dir das solche Angst gemacht?", fragt er und sieht mich mit einem traurigen Lächeln an.
Erst jetzt bemerke ich die Tränen, die sich nicht länger aufhalten lassen und meine Wangen runter auf seinen Arm Tropfen.
"Ich habe keine Angst", beginne ich und drücke seine Hand fester um sicher zu gehen das er noch da ist. "Es ist komisch, aber ich glaube ich freue mich."
Ein lächeln schleicht sich auf mein Gesicht als ich diese Worte endlich los bin. Das Gefühl war die ganze Zeit über da, aber ich habe mich nicht getraut es auszusprechen. Es fällt mir schwerer zuzugeben wenn mich etwas freut, als den Leuten offen ins Gesicht zu sagen, wenn mir etwas nicht gefällt.
"Jungkook", haucht er meinen Namen gegen meine Lippen bevor er seine Hand aus meiner löst und mit beiden mein Gesicht umschließt. "Du bist wunderschön."
Statt auf meine Lippen, drückt er mir einen Kuss auf die Stirn, dann auf die Augenlider bevor er sie wieder kurz vor meinen Lippen schweben lässt, nur noch wenige Millimeter trennen sie von meinen, aber er überbrückt diesen Abstand nicht
"Ich möchte dich so gerne küssen." Er streicht mit seinen Fingerspitzen meinen Hals bis zu meinen Schultern entlang und dann meinen Arm bis zu meiner Hand herunter, in die er seine legt.
"Es fällt mir sau schwer mich zu beherrschen." Er deutet mit seinen Augen auf die deutlich sichtbare Beule unter seiner Hose und obwohl ich in solchen Sachen recht unerfahren bin, weiß ich was das bedeutet. "Aber dich jetzt zu küssen wäre zu Schade. Ich möchte das du dich in mich verliebst, Jungkook, genau sowie ich gerade dabei bin mich in dich zu verlieben."
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