18.

Während dem Heimweg denke ich über Rileys Worte nach und frage mich, was er damit wohl meinen könnte.

Seufzend kicke ich einen Stein beiseite und grübele, während ich mich innerlich dafür verfluche, den Bus verpasst zu haben.

Immer wieder schwirren mir seine Aussagen im Kopf und ich schätze mal, dass wir jetzt sowas wie Kumpels sind. Irgendwie fühle ich mich geehrt, dass Riley fucking Carter ausgerechnet mit mir Zeit verbringen will. Andererseits schweifen meine Gedanken wieder zu Faith und ihr wütendes Gesicht erscheint vor meinem inneren Auge. Was, wenn sie das, was heute in der Cafeteria gesagt wurde, ernst meint?

Ich spüre den leichten Stich in der Nähe meines Herzens, wenn ich daran denke, dass sie mich mit Cassie und Demi ersetzen könnte. Ab und zu habe ich zwar etwas Selbstzweifel, jedoch bin ich mir sicher, dass meine Qualitäten und Leistungen als Freundin um einiges besser sind, als die von Cassie und Demi. Zumindest musste man sich bei mir nicht verstecken, schämen oder verstellen, was für mich eine wahre Freundschaft ausmacht.

Eigentlich möchte ich nichts mit Riley zu tun haben. Ich möchte wirklich nicht wegen ihm meine beste Freundin verlieren und es ist auch unfair von mir, was ich tue - immerhin hänge ich nun offiziell wirklich mit ihren Crush ab. Ich bin mir nicht sicher, wie ich reagieren würde wenn sie von meinem Ausflug heute wüsste und versuche die Vergangenheit nach einer ähnlichen Situation zu durchforsten. Ich komme jedoch zu nichts, da sich meine Vergangenheit als ziemlich trüb darstellt - Ungeküsst und als heilige Jungfrau gab es noch nicht viele Jungs in meinem Leben, mit denen Faith abhängen hätte können. Dabei zählt auch Jude Hastings, der mir in der siebten Klasse bei Wahrheit oder Pflicht seine Liebe gestanden hat, während drei Pickel auf seiner Stirn einen Wettkampf um den Titel des größten Eiterpickels bestritten, nicht dazu.

Ich seufze erneut und beschließe beim Öffnen meiner Haustüre, dass ich mich bei Faith entschuldigen sollte.

Eilig begrüße ich meine Mutter, die mit voller Elan in der Küche steht und das Mittagessen vorbereitet und stürme in mein Zimmer. Achtlos werfe ich meine Tasche in die Nähe meines Schreibtisches und ziehe mein Handy aus der Hosentasche, während ich mich auf mein Bett werfe.

Ich scrolle durch meine Kontakte und rufe Faith an, jedoch vergeblich, denn sie hebt nicht ab. Genervt stöhne ich auf und öffne Whatsapp. Eigentlich hasse ich Entschuldigungen über das Handy, da ich nicht möchte, dass man denkt ich wäre zu feige um persönlich mit jemandem zu sprechen. Jedoch bleibt mir keine andere Wahl, als es per Nachricht zu tun.

Hoffe es ist alles gut, tut mir leid, tippe ich schnell und sende es an Faith. Die Nachricht erhält nur einen Haken und als sich dies aus nach längerem Starren nicht ändert, stöhne ich frustriert auf.

Während ich die Uhrzeit des Zuletzt online von Faith anstarre, zeigt mein Handy mir eine weitere Nachricht an und ich tippe schnell darauf.

Du bist eine angenehme Schwänzpartnerin, schreibt Riley und mein Herz macht einen kleinen Sprung. Als Antwort sende ich ihm einen Zwinkersmiley, erinnere mich jedoch daran, was ich mir vorgenommen habe - ich möchte meine Freundschaft zu Faith nicht wegen einem laschen Kontakt zu Riley gefährden.

Hast du Hunger? Ich kenne ein cooles Diner, schreibt er nun und ich betrachte stirnrunzelnd die Message. Möchte er etwa essen gehen? Mit mir? In seiner Freizeit? Außerhalb der Schulzeit?

Erschrocken verlasse ich den Chat und lege mein Handy bei Seite. Ich frage mich, wieso Riley unbedingt mit mir befreundet sein will. Möchte er wirklich nur Faith eins auswischen? Benutzt er mich, um wieder Kontakt mit ihr aufnehmen zu können? Wieso entblockt er sie nicht einfach? Wieso muss er mir das Leben so schwer machen?

Verloren starre ich an meine Decke, als mein Handy vibriert und eine Antwort von Faith anzeigt, die ich hastig öffne.

Ja, schreibt sie schlicht und mein Herz beginnt zu rasen. Glücksgefühle überkommen mich und ich freue mich, dass alles zu passen scheint. Das Leben ist doch so viel einfacher ohne Streitereien.

Beinahe übermotiviert setze ich mich an meinen Schreibtisch und packe meine Schulsachen aus, die ich bis morgen zu bearbeiten habe. Morgen wird ein toller Tag, rede ich mir ein und grinse zufrieden.

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ich habe den titel des buches geändert, da er einfach nicht zu meiner storyline passt. anfangs hatte ich nämlich noch keinen plan, wie ich diese geschichte haben will, aber jetzt bekomme ich langsam ein bild vor augen. ihr dürft mir gerne eure meinung hinterlassen.

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