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Das war nicht richtig, auch wenn er viel Scheiße gebaut hatte. Er war ganz gewiss kein schlechter Mensch, der so etwas verdiente.
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Noch immer nicht ganz bei der Sache machte ich meine Aussage, erläuterte die Situation. "Hat er Sie misshandelt?" Heftig schüttelte ich den Kopf.
"Miss, Sie müssen ehrlich sein und sich entscheiden wem der beiden Sie hier helfen wollen. Auch wenn die Antwort auf meine Frage ja lauten sollte muss das nichts heißen. Wir müssen uns im Augenblick einfach ein Bild von dem Sachverhalt machen, ob dem anderen später nachgegangen und möglicherweise eine Anzeige gemacht werden soll liegt bei Ihnen."
"Ja, aber nein,.. ich habe es zumindest nie so empfunden", erklärte ich. Der Typ mir gegenüber schrieb sich einige Notizen, schien mir aber keinen wirklichen Glauben zu schenken.
Als wir fertig waren, verließen wir gemeinsam den Raum, vor dem Jimin auf mich wartete. Herr Ein, der mich verhört hatte reichte seiner Kollegin seine Notizen mit den Worten "Wir können das nicht als glaubenswürdig einstufen" und ging.
"W-warten Sie, was?", lief mein Freund dem Mann nach. "Wieso ist sie nicht glaubenswürdig?" Der Beamte erklärte ihm, dass er darauf keine Antwort geben dürfe und setzte seinen Weg weiter. "Hyeji?", wendete er sich an mich. "Lass uns einfach gehen", seufzte ich und ging vor.
Zu Hause nervte er mich immer noch weiter damit. "Jimin, hör einfach auf! Das ist deine Schuld! Das alles!", warf ich ihm an den Kopf. Die Tränen brannten bereits hinter meinen Augen. Nach dem heutigen Tag hatte ich einen ganz anderen Eindruck von ihm.
Als er ihm ins Gesicht schlug sah ich all die Eigenschaften in ihm, die mich an meinem Ex störten. Außerdem passierte jetzt keine Ahnung was mit Taehyung und das wegen ihm. Wieso hatte er die verdammte Polizei gerufen?
Mit den Händen fuhr ich mir übers Gesicht. Das war alles zu viel für mich. "Hyeji, es tut mir leid. Ich wollte nur, dass es endlich ein Ende hat", entschuldigte er sich. "So wird es aber nie ein Ende finden", stellte ich klar und verschwand in mein Zimmer.
Ich schmiss mich aufs Bett und ließ alles raus, die Tränen, die Schreie, das Schluchzen einfach alles. Als ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte vergrub ich mein Gesicht im Kissen und heulte weiter.
Die Tür wurde geöffnet und jemand trat ein. Wütend katapultierte ich das Kissen in diese Richtung. "Geh!", kreischte ich, aber er wollte nicht hören. Aufgelöst setzte ich mich auf und brüllte ihn weiter an. "Lass alles raus", trieb er mich noch mehr an.
"...Wieso hättest du mich nicht einfach in Ruhe lassen können!? Ich wünschte wir hätten uns niemals kennengelernt!" Während ich ihn so anmachte kullerten die Tränen über meine Wangen. "Bist du jetzt fertig?", fragte er gelassen. "Verflucht, nein!"
"Wie kannst du dir das alles anhören und so verdammt ruhig bleiben!? Warum kannst nicht auch mal wütend auf mich sein!?" Leicht schmunzelte er und setzte sich gemächlich neben mich. "Du willst, dass ich sauer auf dich bin?", hinterfragte er.
Irgendwie verwirrte mich seine Frage und ich musste erstmal drüber nachdenken. "J-ja", stammelte ich, dann, woraufhin er "Wieso?" fragte und sich mit dem Rücken auf die Matratze legte. "Weil du mir so das Gefühl gibst etwas Besonderes zu sein. Als könne ich tun und lassen was ich wolle und es wäre trotzdem so furchtbar richtig!"
"Hyeji?" Ich drehte meinen Kopf zu ihm. "Denkst du nicht, du bist etwas Besonderes für mich?" Getroffen wich ich seinem Blick aus und strich die kleine Perle aus meinem Augenwinkel. "Wieso bist du so huh? Das ist auch nicht einfach für mich!"
"E-es t-tut mir leid", stockte ich, senkte den Kopf schuldbewusst. "Hyeji", jammerte er nun und richtete sich wieder auf, um mich in seine Arme zu schließen. "Entschuldige dich doch nicht immer für alles. Das ist, was es mir schwer macht." Wieder wollte ich es tun, stoppte aber.
"Ich habe ihn verteidigt", kam ich auf die Frage von vorhin zurück, an die er sich nicht mehr erinnern zu schien. "Deswegen wurde ich als unglaubwürdig eingestuft", gab ich kund. Er stieß Luft aus. "Ach, Hyeji, wieso machst du das denn auch?"
"Er müsste ins Gefängnis", nuschelte ich in sein Shirt. Ich wollte daran einfach nicht Schuld sein. "Das hat er nicht verdient, Jimin." Er drückte mich ächzend fester an sich. "Was ist?", wunderte ich mich über sein Ächzen und sah ihn an.
"Nichts, schon gut", schüttelte er den Kopf, aber dabei wollte ich es nicht lassen. "Es ist okay, ich respektiere und unterstützte all deine Entscheidungen, auch wenn ich sie nicht so getroffen hätte." Klar, dass ihm das nicht gefiel, aber ich hatte mich fest entschlossen.
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