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"Nichts, schon gut", schüttelte er den Kopf, aber dabei wollte ich es nicht lassen. "Es ist okay, ich respektiere und unterstützte all deine Entscheidungen, auch wenn ich sie nicht so getroffen hätte." Klar, dass ihm das nicht gefiel, aber ich hatte mich fest entschlossen.

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Montagmorgen erhielten wir einen Anruf von der Polizei. "Herr Kim muss einen Mindestabstand von 30 Metern zu Ihnen halten", berichtete der Beamte. "Wenn er diese Grenze überschreitet muss er eine hohe Geldstrafe zahlen oder möglicherweise sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen."

"Und?", fragte Jimin, woraufhin ich wiederholte, was mir soeben mitgeteilt wurde. "Das ist doch gut, oder?" Schmunzelnd nickte ich und er zog mich in eine innige Umarmung. Eigentlich war es wirklich gut so, aber irgendwas gab mir ein unwohles Gefühl.

Was sich einige Wochen darauf als richtig beweisen sollte. Ich erledigte gerade die Einkäufe, als mir plötzlich jemand von hinten auf die Schulter tippte. Entgeistert guckte ich die Person an. "T-taehyung, d-du darfst ni-nich-", er schnitt mir das Worte ab:"Ich weiß."

"Geh weg, sonst rufe ich die Polizei", drohte ich ihm, wich einen Schritt von ihm weg. "Hör mir kurz zu, okay!?", wurde er lauter, weshalb ich zusammen zuckte. "Du musst keine Angst mehr vor mir haben", lächelte er gestört. "Ich mache eine Therapie und wir können wieder zusammen sein."

Ich schüttelte den Kopf, wagte es nicht auszusprechen, weil er wirklich komisch drauf war. Auf einmal packte er mein Handgelenk und wisperte, dass das keine Frage gewesen sei. "Lass mich los!" Mahnend, ich sollte leiser sein schaute er mich an.

"Alles in Ordnung bei Ihnen?", hinterfragte ein Angestellter. Wir beide antworteten mit einem "Ja", doch ich ergänzte noch "Ich wollte gerade gehen" und rumpelte schnell zur Kasse, wohin er mich folgte, allerdings trennte uns eine Frau mittleren Alters.

Kaum war ich daraus sprintete ich zum Auto, schmiss die Einkäufe rein, brachte den Einkaufswagen prompt weg und schaffte es bevor er mich erreichen konnte abzuhauen, wobei es echt knapp war. Immer wieder warf ich einen Blick in den Rückspiegel, aber die Luft blieb rein.

Erleichtert atmete ich aus, als ich angekommen war und fiel Jimin um den Hals. "Hey, so lange warst du doch gar nicht weg", hatte er noch keine Ahnung von dem Ernst der Lage. "Jimin", sagte ich trocken, weswegen seine Mundwinkel sich senkten.

"Lass uns doch weg von hier-" Verwirrung war die Definition für seinen Gesichtsausdruck. "-ins Ferienhaus." Überfordert suchte er nach den richtigen Worten, da meinte ich allerdings schon:"Geh deine Sachen packen."

Auch ich wollte direkt los, um dies zu tun, jedoch hielt er mich am Arm zurück. "Was ist los? Du wolltest doch unbedingt hier bleiben", erinnerte er sich. "J-ja, aber wir können doch auch dort arbeiten, nicht?"

"K-klar, aber.. Was soll das jetzt so plötzlich?", bohrte er nach. "Taehyung ist verrückt geworden." Wieder wollte ich losrennen, doch dieses Mal hielt er mich nicht zurück. "Hyeji, wir müssen die Polizei rufen. Er darf das nicht."

Ich hielt in meiner Bewegung inne und wendete mich wieder ihm so. "Nein, Jimin, nicht die Polizei. Lass uns einfach weg von hier", äußerte ich und er kam zu mir rüber. "Na schön, keine Polizei, aber wir können nicht die ganze Zeit weglaufen", stimmte er zu.

Heftig nickte ich. "Wir überlegen uns was, versprochen." Wir packten unsere Sachen und fuhren umgehend los.

"Können wir nicht einfach hier bleiben?", fragte ich hoffnungslos, als wir abends im Bett lagen. "Wenn du das willst, machen wir das", antwortete er. "Aber denk nochmal gut drüber nach." Ich willigte ein und grübelte ernsthaft über diese Entscheidung nach.

Letztlich vereinbarten wir erstmal eine Weile zu bleiben, auch von dort aus zu arbeiten und wenn sich die Lage wieder beruhigt hatte möglicherweise zurückzuziehen. Allerdings gewöhnten wir uns sehr an das Leben dort und wollten überhaupt nicht mehr nach Seoul.

Zurückblickend bereute ich Nichts. Nicht einmal die Beziehung mit Taehyung, auch wenn sie alles andere als gesund war, sie hatte mich geprägt. Ohne sie hätte sich das Ganze mit Jimin vermutlich nicht zu dem entwickelt was es wurde.

Nämlich Liebe. Und was für eine.

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Danke, dass ihr meine Geschichte bis zum Ende gelesen habt.❤️

Wie hat sie euch gefallen? Gibt es Kritik? Lasst es mich gerne wissen. Ich arbeite gerne weiter an meinem Schreibkünsten :)

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