.17.
Namjoon
„Weine nicht, Joonie. Du hast alles getan, was du konntest." Jin streichelt schwach meine Hand.
„Du wirst trotzdem sterben!," rufe ich aus und wische mir zitternd über meine Wange. „Verdammt, ich wollte doch nicht vor dir heulen. Du solltest weinen."
„Ich weine nicht mehr deswegen. Aber ich fange gleich wieder an, wenn ich dich so traurig sehe. Deshalb habe ich dich verlassen, du solltest mir nicht beim Sterben zuschauen."
Ein Wimmern verlässt meine Kehle. „Ich will jede letzte Sekunde bei dir sein, Jin, auch wenn es mir immer wieder das Herz bricht. Wie kannst du nur so gelassen bleiben, wenn du weißt das du stirbst?"
Jin lächelt traurig und müde zugleich. „Ich habe mich damit abgefunden, auch wenn es weh tut. Der Tod ist nichts Schlimmes, Namjoon. Wer weiß, vielleicht geht es mir danach besser und ich warte irgendwo auf dich."
„Oder du bist ganz weg, für immer," widerspreche ich und schlucke den Kloß in meinem Hals herunter. Jin wird sterben und nie wieder zurückkommen.
„Nichts verschwindet für immer. Stell dir vor, dass Universum wäre ein Meer und jeder Mensch eine Welle: Irgendwann bricht die Welle, aber sie kehrt immer zurück ins Meer und bleibt Teil des Ganzen."
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