Chapter two
Als ich den großen Saal verließ ging ich schnurstracks Richtung Slytherin Gemeinschaftsraum.
Diese öde Führung durch das Schloss brauchte ich nicht, denn ich war bestens über Hogwarts informiert.
Ich kannte jede Ecke und jeden Geheimgang den es gab.
Das kam davon wenn man Unmengen an Zeit hatte zu lernen.
Müde schlenderte ich durch die Kerker und ließ meinen Gedanken freien Lauf.
Nun war ich wirklich hier, in Hogwarts.
Mein Bruder war ein paar Etagen von mir entfernt aber ob er etwas mit mir zutun haben wollte? Er wusste sicherlich nie etwas von meiner Existenz. Ich wusste schließlich auch nie das ich die Tochter von James Potter bin, bis meine Mutter es mir gebeichtet hatte.
Es war damals eine sehr tragische und komplizierte Geschichte.
Ich kannte als Kind meinen Vater nicht. Und als dann hinauskam das mein Vater von Voldemort getötet wurde, hatte man mich umgehend geschützt.
Wie jeder Zauberer und jede Hexe wusste, hatte mein Bruder überlebt.
Und um auszuschließen, dass ich zum Ziel wurde hat man mich versteckt und unexzistent gemacht.
Tragisch aber ich konnte nichts dran ändern.
Als es dann hieß, dass Voldemort zurück gekehrt ist war es auf einmal die beste Idee mich an den Sichersten Ort der Hexen und Zauberer zu schicken. Hogwarts.
Nun war ich hier und sicherlich Thema Nummer 1.
Ich meine ich konnte es auch niemandem verübeln. Ein gleichaltriges Mädchen wie Harry Potter und dann noch mit dem selben Nachnamen war schon sehr suspekt.
Aber ändern konnte ich es auch nicht.
Frustriert seufze ich und sehe von weitem das Porträt zum Slytherin Gemeinschaftsraum. Und Snape welcher daneben steht. Scheinbar ist er der Hauslehrer.
„Miss Potter, was machen sie denn schon hier? Haben sie ihre Führung durch das Schloss mit den Erstklässlern vergessen?" fragt dieser mich und schaut mich komisch von der Seite an. „Ich fand diese Führung nicht relevant. Ich kenne mich in diesem Schloss bestens aus, sonst hätte ich wahrlich nicht hierher gefunden" kontere ich und verschränke die Arme vor der Brust. „Das Passwort ist Schlangengift. Ihr Zimmer ist mit einem Schild an der Tür gekennzeichnet." erwidert er und kehrt mir den Rücken zu, verlässt den Gang innerhalb weniger Sekunden.
Dieser Professor wird mir von Sekunde zu Sekunde sympathischer.
Augenverdrehend stelle ich mich vor das Porträt, nenne das Passwort und trete in den Slytherin Gemeinschaftsraum ein.
Sofort merke ich die brennenden Blicke welche auf mir liegen und die vielen Fragezeichen über ihren Köpfen.
„Na Potter, bist du Potters verschwundene Schwester?" fragt einer Hämisch lachend als hätte er gerade den Lustigsten Witz überhaupt gerissen. „Geht dich das etwas an?" frage ich den Jungen mit den Hell blonden Haaren welcher mir diese Frage gestellt hat.
„Weißt du eigentlich wer ich bin?" frech schaut er mich an und hebt sein Kinn in die Höhe. Schellend fliegt meine Augenbraue in die Höhe. „So wie du aussiehst bist du scheinbar Draco Malfoy. Hätte ich es an deinem Aussehen nicht erkannt wahrscheinlich an deiner Überheblichen Art." antwortete ich ihm und ließ meine Augen über seinen Körper gleiten. „Bilde dir nicht zu viel auf dich ein, süßer. Du bist ein verwöhntes Kind mit einer harten schale und einem vermutlich weichem Kern. Also verschon mich mit deinem Gelaber." seufzte ich genervt. „In diesem Sinne: eine angenehme Nachtruhe, Malfoy."
Ohne auf Antwort zu warten gehe ich an allen vorbei die Treppen hoch um mein Zimmer zu suchen.
Mir doch egal was die von mir denken.
Solange ich weiß wer ich bin und mich nicht von anderen abhängig mache, finde ich andere Meinungen irrelevant.
Meine Augen schweifen über die Türen ehe ich meinen Namen an einer Tür erblicke.
Y/N Potter.
Das ist dann wohl mein Zimmer.
Ich drücke die Türklinke hinunter und betrete das große Zimmer in dem ein einzelnes Bett steht.
Ich habe wohl ein Einzelzimmer.
Komisch, dabei sind es doch sonst immer Gemeinschaftszimmer.
Gleichgültig zucke ich die Schultern.
Dann habe ich zumindest keine Mädchen auf meinem Zimmer die mich nerven.
Ich lasse meine Augen weiter das Zimmer erkunden welche wenig später mein Gepäck und eine zweite Tür wahrnehmen.
Schnell laufe ich dorthin und öffne rasch die Tür.
Ein Badezimmer, logisch. Was hatte ich auch anderes erwartet?
Schnell schließe ich die Tür und steure den Schreibtisch an welcher an der Wand im Zimmer steht.
Auf ihm drauf mein Stundenplan.
Da morgen Montag ist, fällt mein blick logischerweise auf die Schulplanung für diesen Tag und als erstes springt mir das Fach Muggelkunde mit Gryffindor entgegen.
Gähnend reibe ich mir die Augen. Es wird wahrscheinlich Zeit fürs Bett.
Mit einem Zauber verschließe ich meine Tür da wir noch keine 22:00 Uhr haben.
Wenig später ziehe ich mich um und lasse meine Koffer erstmal hier rum liegen.
Nach dem Unterricht würde ich alles wegräumen.
Völlig fertig lege ich mich ins Bett und schließe die Augen bevor ich wenig später in einen festen Schlaf falle.
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