Chapter three

Es ist ein sonniger morgen als ich am nächsten Tag aufwache.
Denke ich zumindest, denn da mein Zimmer im Kerker liegt welcher im unterstem Geschoss des Schlosses ist sehe ich in meinem Fenster nichts anderes außer Wasser.
Vielleicht finde ich einen Zauber mit dem ich mein Fenster verzaubern kann und mich morgens die Sonne begrüßt anstatt des gründen Wassers eines See's.

Relativ motiviert für meinen ersten Tag an der Schule für Hexerei und Zauberei mache ich mich für den Unterricht fertig ehe ich mein Zimmer, den Gemeinschaftsraum und die Kerker verlasse und mich in Richtung große Halle für ein Frühstück bewege.
Einige Schüler bewegen sich bereits in die Selbe Richtung und das obwohl ich ziemlich früh dran bin.
Scheinbar gab es hier noch ein paar übermotivierte Schüler.

Als ich gefrühstückt habe und tausenden stechenden Blicken ausgesetzt war machte ich mich langsam auf den Weg zum Raum für Muggelkunde.
Insgeheim fragte ich mich warum hier solch ein Fach existierte.
Hexen und Zauberer sollten sich doch an die Muggel anpassen um nicht aufzufallen und trotzdem existiere ein Fach wie Muggelkunde? Es war eine Irone und machte kaum einen Sinn.
Ich bin mit all diesen Geräten aufgewachsen welche in der Welt der Muggel existieren und hatte keinerlei Probleme.
Genauso hatte ich den ganzen Schulstoff der Muggel durch und war bestens auf alles vorbereitet was kommen sollte oder kommen könnte.
Wenn ich schon meine Zeit für etwas verschwende was ich wahrscheinlich nie wieder in meinem Leben gebrauchen würde, wäre ich zumindest vorbereitet.

Fest umklammerte ich meine Bücher welche ich auf meinem Arm hielt und versuchte gleichzeitig noch meine Tasche welche auf meiner Schulter hing zu balancieren.
Von weitem sah ich schon den Raum für Muggelkunde und vereinzelt Schüler davor stehen welche auf den Professor zu warten schienen.
Stumm stellte ich mich etwas abseits dahin und blieb ruhig bis der Lehrer kam, wir den Raum betreten konnten und Platz nahmen.

Ich setzte mich alleine etwas abseits von allen anderen auf einen Platz und beobachtete die Tür.
Mein Bruder müsste eigentlich gleich durch diese Tür kommen.
Nervös spielte ich mit meinen Fingern und wartete.
Ich möchte die Chance unbedingt nutzen und mit ihm sprechen!
Und ich konnte mir schon fast denken, dass er dies auch wollte.
Immerhin war ich quasi seine letzte lebende verwandte und ich denke diese Chance wollte auch er sich nicht entgehen lassen.

Wie als hätte ich es gewusst kam er durch die Tür gelaufen und sah sich im Raum um, wie als würde er mich suchen.
Unsere Augen trafen für einige Sekunden aufeinander ehe er sich wegdrehte und auf einen Platz mit seinen zwei Freunden setzte.
Vielleicht wollte er doch nicht mit mir sprechen? Vielleicht interpretierte ich doch zu viel dadurch hinein?
Was dachte ich denn bitte was ich erreichen würde? Eine 1A Bruder- Schwester Beziehung? Er würde mir wahrscheinlich nicht mal glauben, dass ich seine Schwester wäre.
Kopfschüttelnd sah ich auf ein Stück Pergament und fing an zu grübeln.
Ich könnte auch einfach eine Notiz verfassen indem ich ihn um ein Treffen bitte.
Entweder er nahm das Treffen an oder lehnte ab.
Was hatte ich zu verlieren?

Schnurstracks griff ich nach dem Pergament, einer Feder und fing an einen Satz runter zu schreiben.
Als dies fertig war faltete ich das Pergament und ließ es mit einem kurzem Zauber vor Harry landen.
Hermione bemerkte den Zettel als erstes und stieß Harry in die Seite und deutete auf das Pergament.
Sein Blick fiel auf mich und danach auf das Stück Papier welches er nahm und langsam auseinander faltete.

Ohne eine Miene zu verziehen laß er sich meinen Satz durch nahm anschließend seine Feder und begann dort zu schreiben.
Misstrauisch sah ich ihn schief an.
Kurze Zeit später flog das Pergament in meine Richtung doch bevor es bei mir Landete fing es überraschend der Professor.
„Mister und Miss Potter seid wann werden in meinem Unterricht Pergament Zettelchen ausgetauscht? Sollten sie etwas zu klären haben erledigen sie das bitte in ihrer Freizeit und nicht in meinem Unterricht. Oder möchten sie das ich ihre Worte mal laut vorlese?" Schockiert sah ich den Professor an und überlegte wie ich mir den Zettel zurück ergattern konnte.
In meinem Gehirn braute sich eine Idee zusammen welche ich gleich aussprach. „Wissen sie, meines Wissens nach gibt es in der Muggelwelt in Deutschland ein Recht welches sich Briefgeheimnis nennt. Dieses soll bedeuten, dass niemand das recht hat Post von jemandem zu öffnen oder zu lesen. Interessant oder?" Verwundert sah der Professor mich an und nickte. „5 Punkte Abzug für das Schreiben der Zettel in meinem Unterricht. Für beide Häuser. Und 20 Punkte für Slytherin für diese kompetente Rettung" grinsend legte ich meinen Kopf schief. „Bekomme ich nun den Zettel zurück?" fragte ich hoffnungsvoll und kurze Zeit später hatte ich diesen in meinen Händen. „Das möchte ich hier nicht mehr sehen. Das geht für jeden Schüler hier!" Der Professor führte seinen Unterricht danach normal weiter.

Den Zettel legte ich erst einmal zur Seite.
Als die Stunde dann beendet war hatten wir 15 min Pause.
Ich verzog mich in eine kleine Nische und kramte den Zettel aus meinem Umhang raus.

Heute Abend 21:00 Uhr vor der Großen Halle.

Antwortete er mir auf meinen Text.
Erleichtert darüber das mein Bruder mich anhören würde atmete ich aus.
Vielleicht würde er mir ja doch eine Chance geben.

Beruhigt überstand ich irgendwie den Schultag und setzte mich nach der Schule auf den Innenhof des Schlosses.
Ich war unglaublich fertig und das obwohl die Fächer nicht mal schweren Lerninhalt beinhalteten.
Die warme Sonne welche auf mich schien genoss ich in vollen Zügen.
Das leichte prickeln der Sonne auf meinem Gesicht fühlte sich wunderbar an.
Summend dachte ich an die Melodie meines lieblingsliedes und bewegte meinen Fuß leicht mit.
Ich öffnete meine Augen welche ich vorhin geschlossen hielt um die Sonne in vollen Zügen zu genießen und erblicke Draco Malfoy und seine Gefolgschaft wie sie einen Ravenclaw fertig machten.

Dieser Malfoy war irgendwie schon ein Idiot jedoch hielt er sich momentan mehr im Hintergrund.
Grabe und Golye wie sie hießen beschäftigen sich mehr mit dem jungen Ravenclaw Schüler.
Kopfschüttelnd stand ich auf und lief zu ihnen hinüber.
„Schämt ihr euch nicht?" fragte ich sie direkt und stellte mich vor den wahrscheinlichen 2 Klässler.
Prompt guckten sie mich verwirrt an.
Wie dumm sind die denn bitte?
„Seid ihr wirklich so dumm?" fragte ich sie verblüfft und rückte den Jungen Ravenclaw hinter mir weg, so das er sich aus dem Staub machen könnte.
„Was will ein Halbblut denn von uns reinblütern?" fragte Goyle mich und versuchte hart zu wirken.
Ich fing an zu kichern und stemmte meine Hand in die Hüfte.

„Ich bin ein Reinblut. Aber sagt mir bitte nicht, dass ihr wirklich noch an diesem Reinblut, Halbblut, Muggelstämmig Ding hängt? Das ist Lächerlich" lache ich und drehe mich um. „Nehmt euch lieber ein paar Bücher und erweitert eure Gehirnzellen ihr schwachmaten" damit beende ich diesen Konflikt und mache mich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum um mich für das Abendessen fertig zu machen.

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