Kapitel 15
Diese fûcking Double Standards
Am ersten September fing wie gewohnt das neue Schuljahr an. Ausgestattet mit unseren neuen Schulsachen standen Milan und ich am Bahnsteig 9 ¾.
Ich war irgendwie gespannt auf das neue Schuljahr, hatte aber auch Angst. Ich wusste, es würden schreckliche Dinge passieren und außerdem konnte ich jetzt Gedanken lesen.
Aber Trotzdem war Jahr vier irgendwie... cool.
Jetzt war man nicht mehr der kleine Erstklässler, auch nicht mehr der nur etwas größere Zweitklässler, nein, jetzt war man auch sogar älter als die Drittklässler, die irgendwie so eine Zwischenstufe waren.
Wir verabschiedeten uns von unseren Eltern und stiegen in den Zug ein. Milan suchte seine Freunde und ich Luna. Ich fand sie ganz am Ende des Zugs. Wir unterhielten uns ein wenig über die Weltmeisterschaft, doch Luna schien das Thema nicht sonderlich spannend zu finden und schließlich hatte ich die Stelle ja auch schon tausendmal im Buch gelesen.
Also erzählte ich ihr von meiner Gabe.
Sie war beeindruckt.
Sie meinte, dass das gut sei, da man so den Schlickschlupfen Gegenwehr leisten konnte.
Ich nahm sie nicht wirklich ernst.
Ich wusste zwar, dass es viele Tierarten gab, die noch nicht entdeckt wurden, und die sie noch entdecken würde, aber trotzdem glaubte ich nicht an Schlickschlupfe.
Als wir am Schloss angekommen waren, stiegen wir in eine Kutsche. Ich erzählte Luna, dass ich eben Dracos Gedanken gelesen hatte, und dass wohl dieses Jahr das Trimagische Turnier in Hogwarts stattfinden würde.
Das stimmte natürlich nicht.
Ich hatte mich nicht in die Nähe von ihm gewagt, weil ich Angst hatte, Mr Malfoys Spione könnte überall sein.
Ich erzählte Luna jede Menge über das Trimagische Turnier und als ich geendet hatte, waren wir in Hogwarts angekommen.
Schnell lebte ich mich wieder in Hogwarts ein. Das einzige was etwas problematisch war: Hogwarts war ein Platz mit vielen Menschen. Ich konnte meine Fähigkeit nicht gut unter Kontrolle behalten und las alle Gedanken in einem Raum gleichzeitig, was mich sehr verwirrte.
Ich schaffte es nach einiger Zeit es mehr unter Kontrolle zu halten, dennoch war es sehr verwirrend.
Zum Beispiel, wenn ich Jungs bemerkte, wie sie gerade dachten, ich sei komisch.
Oder cool.
Oder, wenn ich ganz kurz mal die Gedanken des Lehrers mitbekam, was hieß, dass ich die genaue Antwort auf die Frage wusste.
Vor der Stunde, mit Moody (Oder besser gesagt Barty Crouch jr.) in der wir dem Imperius Fluch widerstehen werden müssen, war ich sehr aufgeregt. Würde ich es schaffen zu widerstehen?
Vor mir kamen viele andere dran, Draco hatte einen Handstand gemacht und Pansy hatte einen Stepptanz hingelegt.
Dann kam ich dran. Er sagte: „Imperio!" Plötzlich kam eine Stimme: „Sing like a banshee!"
Ich dachte: „Why? Why should I?"
„Sing like a banshee!!", kam es jetzt noch drängender. „No, I don't want to!" „SING LIKE A BANSHEE, NOW!"
„No, I see no sense in singing like a banshee, stop controlling me!" und ich fühlte, wie der Imperius Fluch von mir abfiel.
Erschöpft lehnte ich mich gegen den Tisch. Crouch wirkte beeindruckt. „Look at Miss Meddleton, the first time she tried, she managed to defend the curse!" Ich lächelte nicht.
Er hätte den Fluch nicht an uns ausüben dürfen. Er war ein gefährlicher Todesser. Wieso sollte ich lächeln, wenn er mir gerade ein Kompliment gegeben hatte?
***
Ende Oktober bekam ich einen Brief von Diana, Emmy und Rocky:

Sofort schrieb ich ihnen zurück, dass es toll wäre, wenn sie kommen würden. Ich glaubte nämlich, dass sich irgendetwas an Lunas und meiner Beziehung verändert hatte. Irgendwie wirkte sie oft so abweisend. Es wäre toll, mal Abwechslung zu haben.
***
Das Jahr glitt dahin. Mal hatte ich Spaß, mal weniger. Die Aufgaben im Turnier würden hart sein, doch ich wusste, dass jeder sie schaffen würde.
Jedenfalls die ersten Zwei.
Als Harry beschuldigt wurde, seinen Namen in der Feuerkelch geworfen zu haben, unterstützte ich keinesfalls Draco.
Ich mochte ihn immer noch, jedoch fand ich das, was er machte nicht richtig.
Ich las mehrmals kurz seine Gedanken und spürte, dass er das meiste nur machte, weil sein Vater es so wollte.
Das machte das Ganze zwar nicht wirklich besser, aber wenigsten gab es einen Grund.
***
Im späten Herbst dann beschloss ich den Hauselfen noch mal einen Besuch abzustatten.
Ich ging zum Gemälde, kitzelte die Birne und wurde eingelassen. Dort empfing mich Blinkey. „Miss Rose welcome again!"
„I've told you that you can call me Rose Blinkey!"
„Sorry, Blinkey forgot. Does Rose want to have a cup of tea?"
„Oh yes, thank you." Während Blinkey den Tee machte, stellte Mickey mir Dobby und Winky for.
„This is Dobby. And this is Winky."
„Very nice to meet you two!", sagte ich, „Dobby, I've heard that you once had contact with Harry Potter?"
„Oh yes, Harry Potter freed Dobby from his old master!" Ich lächelte.
Blinkey kam zurück mit meinem Tee. Ich schlürfte ein paar Schlucke.
Dann redete ich mit Dobby und Blinkey.
Blinkey hatte die selben Ansichten wie Dobby. Sie wollte nicht befreit werden, weil Dumbledore toll war, aber sie fand es cool, dass Dobby etwas bezahlt bekam und befreit war.
Sie erzählte mir sogar, dass sie auch Geld bekam, seitdem Dobby was bekam. Ich war beeindruckt.
Die anderen Hauselfen waren bei dem Thema etwas still, aber sie hörten zu. Bald verabschiedete ich mich dann. Ich ging wieder zurück in den Gang, wo ich auf Hermine stieß.
„What are you doing here?", fragte ich sie.
„What are you doing here?", fragte sie mich zurück.
„Visiting the house elves.", meinte ich.
„Well, I want to speak to them.", meinte Hermine stolz.
Ich runzelte die Stirn und zog meine Augenbrauen hoch.
„Well then, good luck for trying to convince the house elves to get payed, Granger!", meinte ich und ging davon.
Auf dem Weg zu unserem Gemeinschaftsraum, kam Hermine noch einmal an mir vorbeigerauscht, vermutlich Harry und Ron holen.
Ich schüttelte grinsend den Kopf und ging amüsiert in unseren Gemeinschaftsraum
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