-Chapter 8-
"Mabel?", erst denke ich, sie bleibt stehen und erklärt es mir, doch dem ist nicht so. Sie folgt Liam weiter hinterher und vermeidet meinen eindringlichen Blick.
"Ich verstehe rein gar nichts. Wieso sagt ihr mir nicht einfach, was los ist? Wer von euch beiden hat mich gerettet?", verzweifelt schaue ich die beiden von hinten an, die immer noch tiefer in den Wald gehen. "Wir haben dich nicht gerettet. Das war Hero und er ist nicht hier um das auszubaden was er angestellt hat", ruft mir Liam über die Schulterhinweg zu.
"Wie hat er mich überhaupt gefunden? Und was hat er angestellt? Er hat mir das Leben gerettet", denke ich laut. Sie beide bleiben endlich stehen und ich schaue mich um. Viel kann ich jedoch nicht erkennen, weil es zu dunkel ist. Wie ich es erkenne, sind wir bei einer Lichtung angelangt, die von riesigen Bäumen umgeben ist. Manchmal höre ich etwas in einem Gebüsch rascheln, erschrecke mich kurz, doch sage mir dann innerlich immer wieder, dass ich hier gerade in einem Wald bin und das normal ist. Normalerweise könnte mich keiner bei Dunkelheit in den Wald kriegen. Auch wenn es Hell ist würde ich niemals auf die Idee kommen, einen Spaziergang im Wald zu unternehmen. Dafür sitzen mir die ganzen Schauergeschichten zu sehr im Nacken.
"Am besten du stellst ihm selbst diese Fragen. Mit uns redet er auch nicht darüber und ich weiß nicht genau, ob man es Leben retten nennen kann", setzt Mabel an und steht mir direkt gegenüber. "Wie meinst du das?", langsam wird mir das alles hier zu unheimlich.
"Wir sind keine normalen Menschen...wir waren es mal aber das ist vorbei", spricht sie weiter und ich verstehe rein gar nichts. Mabel sieht hilfesuchend zu Liam.
"Hast du jemals daran gedacht, dass es noch andere Wesen als Mensch und Tier gibt?", fragt dieser. "Ich verstehe nicht wirklich auf was ihr hinaus wollt", erkläre ich Schulterzuckend.
"Darauf, dass es noch andere Wesen auf der Welt gibt, von denen du keine Ahnung hast. Wir sind keine Menschen. Wir sind so wie du gestorben und wurden als etwas anderes Neu geboren", verkündet Mabel. Ich schlucke.
"Entweder das hier ist ein ganz blöder Witz, oder ihr habt sie nicht mehr alle. Ich gehe", Kopfschüttelnd drehe ich mich von ihnen ab und beschleunige meinen Gang. Die sind doch nicht mehr ganz dicht. Halloween ist vorbei, sie sollen sich gefälligst normal verhalten.
Von der Seite bemerke ich einen heftigen Windstoß und aus dem nichts steht mir jemand gegenüber.
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