○Yoonmin○
Yoongi pov
Als ich die Wohnung betrat waren bereits alle Lichter aus. Hoseok ist schnell gewesen und Jimin war wahrscheinlich bereits bereit als er mit Hoseok geschrieben hat. Er hat diese Bar also bereits mehr als ein Mal besucht und sie gefällt ihm.
Mein Herz zieht sich bei dem Gedanken zusammen das er vielleicht mehr dort machen könnte als nur seine dämlichen Cocktails zu trinken. Er betrinkt sich so ziemlich jedes Mal wenn er ausgeht und in dem Zustand würde er wahrscheinlich alles mit sich machen lassen.
Ich schalte den Fernseher an und schaue mir eine Sitcom an in der Hoffnung sie würde mich etwas ablenken und zum Lachen bringen, aber obwohl sie es sonst jedes Mal schafft, möchte es dieses Mal nicht so recht klappen. Mit jeder Stunde die vergeht und die ich alleine in dieser Wohnung verbringen muss vermehren sich die Vermutungen über das was Jimin wohl gerade treibt.
Als ich nach sieben Stunden um drei Uhr Morgens das klirren von Schlüsseln höre, lausche ich auf. Ich warte einige Minuten, aber ich merke nach einer Weile das er doch viel zu betrunken ist um den Schlüssel in das Schlüsselloch zu bekommen.
Trotz meiner Ungeduld und dem dringenden Bedürfnis zu erfahren was er all die Zeit gemacht hat, lasse ich ihn erst einige Male klingeln und vor der Tür schmoren bevor ich hingehe und sie auf reiße. Er lehnt am Türrahmen und sieht mich mit einem schiefen Lächeln entschuldigend an.
"Entschuldige, Yingi."
Ich schnaube genervt und ignoriere die Arme die er nach mir ausstreckt. Wenn er nicht einmal meinen Namen richtig aussprechen kann, dann soll er sich jemand anderen suchen der ihm in diesem Zustand hilft. Warte... Will ich das wirklich? Ich warte eine Weile und folge ihm dann ich sein Zimmer wo er damit beschäftigt ist den Gürtel auf zu kriegen.
"Warst du bis jetzt mit Hoseok in der Bar?" , bohre ich nach und lehne mich mit verschränkten Armen an seinen Schrank.
"Hoseok ist nach vier Stunden verschwunden, meinte er müsste morgen arbeiten."
"Und du? Ist dir nicht bewusst das wir morgen Schule haben?" So bin ich normalerweise nicht und auch er weiß das. Mit hochgezogenen Augenbrauen sieht er mich verwirrt an und lacht dann verächtlich.
"Und wenn? Seit wann interessiert dich das?" Seine Hose rutscht bis zu seinen Knien runter als er es nach einer gefühlten Ewigkeit endlich geschafft hat den Gürtel zu lösen.
Es ist nicht das erste mal das ich seine muskulösen und leicht gebräunten Beine sehe, aber sie haben neuerdings eine andere Wirkung auf mich. Seit er mir diese Sachen gesagt hat und seit er mich geküsst hat, da nehme ich ihn ganz anders war.
"Warum eine Schwulenbar?", hake ich weiter nach.
"Ich habe doch bereits gesagt das mir die Cocktails dort zu sagen. Außerdem ist die Stimmung da ausgelassener und die Menschen angenehmer."
"Du meinst die Männer", sage ich und er sieht mir mit einem wütenden Funkeln in die Augen.
"Und wenn?", fragt er und ich spüre wie sich mein Herz wieder zu Wort meldet. Ist das ein Geständnis? Steht Jimin also tatsächlich auf Männer und besucht diese Bar um welche kennen zu lernen?
"Also bist du wirklich Schwul?", frage ich um eine endgültige Bestätigung zu bekommen. Sein Lächeln wird breiter, aber es ist kein schönes Lächeln, sondern viel mehr eines das man einem Fremden schenkt von dem man in Ruhe gelassen werden will.
"Du verstehst es ja sowieso nicht, selbst wenn ich es dir ins Ohr schreien würde, keine Ahnung warum es dich so interessiert. Wäre es so schlimm wenn ich Männer bevorzugen würde?" Er versucht seine Hosen wegzutreten, aber seine Bewegungen sind zu langsam und seine Tritte zu schwach.
"Wenn du auf Männer stehst, dann sollte dir das hier auch nichts ausmachen." Mein Körper reagiert von alleine, ich denke nicht wirklich über meine Handlung nach und stoße mich vom Türrahmen an. In nur wenigen Schritten habe ich ihn erreicht und dränge ihn mit meinem Körper an die Wand.
Seine Augen werden größer und sehen mich überrascht an, aber genau wie er bei mir lasse ich ihm keine Zeit um diese Situation zu verstehen. Ich greife mit meiner Hand in seine Haare und reiße seinen Kopf nach hinten. Mein Bein schiebe ich zwischen seine und massiere mit meiner freien Hand sein Glied durch seine Untehose während ich mit meinen Lippen seinen Hals liebkose.
Seine Hände legen sich auf meine Brust und er versucht mich verzweifelt von sich wegzudrücken, aber es dauert nicht lange da gibt er den Widerstand auf und krallt sich an meinem T-Shirt fest.
"Nghh~", entfährt es ihm. Er versucht sein Stöhnen zurück zu halten, aber das spornt mich nur erst richtig an. Meine Lippen wandern seinen Hals bis zu seinem Kiefer und seinem Kinn herauf, bis ich sie fordernd auf seine lege.
Ich presse meine Errektion gegen seine und fange an mit seiner Zunge zu spielen.
Gott, wie können Lippen nur so weich sein? Es ist als wären sie wie gemacht für meine, wie ein federkissen das nur auf mich gewartet hat.
"Yingi~", sagt er in einem kurzen Moment als er den Kuss unterbricht, aber ich lege meine Lippen schnell wieder auf seine um ihm keine Chance zum Nachdenken zu geben.
Mein Verstand setzt aus und überlässt meinen Trieben das Feld. Ich nehme meine Hand von seinem Glied und reiße sein Hemd auf. Dabei interessiert es mich nicht das die Knöpfe durch den Raum fliegen wie flummis.
Ich streiche mit meiner Hand über seine Brust und wandere dann mit meinem Mund zu seinen Nippeln.
"Ahh~ Yingi, hör auf." Er beißt sich auf die Hand um seine Stimme zu dämpfen.
Ich lasse von seinen Lippen und küsse mich seinen Bauch hinunter. Gott, Jimin, wann findest du die Zeit dir diesen Körper anzutrainieren?
Alles um mich herum scheint wie vergessen, na ja, zumindest bis Jimin plötzlich auf die Knie fällt, gerade als ich dabei bin ihn aus seiner Unterhose zu befreien.
Er sieht mich an und sein Anblick bricht mir das Herz. Die Tränen lassen sich nicht mehr zurück halten und seine rot gefärbten Augen sehen mich verletzt an.
"Wieso tust du das?", fragt er verzweifelt und lässt seinen Gefühlen vollen lauf.
Noch nie habe ich mich so schlecht gefühlt. Ich habe meinen besten freund zum weinen gebracht und es ist das erste mal das ich ihn so stark weinen sehe. War es so schlimm?
"Jimin...", fange ich an, aber ich weiß nicht was ich sagen soll.
Ich fahre mir aufgewühlt durch die Haare und wende ihm den Rücken zu. Was habe ich getan? Jimin ist einer meiner besten Freunde und ich bin nicht Schwul! Trotzdem habe ich es getan und es hat mir sogar gefallen, das lässt sich dank der Beule in meiner Hose nicht leugnen.
"Vergiss das bitte", sage ich ohne ihn an zu sehen. "Ich bin völlig durcheinander und du warst einfach da. Leg dich ins Bett, ich hole dir ein Glas Wasser."
Ohne ihn ein weiteres mal an zu sehen verlasse ich das Zimmer und schließe die Tür leise hinter mir.
Fuck! Das war das dümmste was ich jemals getan habe! Ich habe alles ruiniert, unsere Freundschaft und sein Vertrauen in mich. Es ist nicht das erste mal das er betrunken ist, also was hat mich geritten?
Eine ganze weil stehe ich einfach nur vor seiner Tür und mache mir alle möglichen Vorwürfe. Als ich mit einem Glas Wasser zurück komme und zu ihm ins Zimmer möchte, ist die Tür allerdings abgeschlossen.
Jimin schließt seine Tür sonst nie ab.
In dem einen Jahr in dem wir bereits zusammen leben bin ich nie auf eine verschlossene Tür gestoßen, nicht einmal wenn er Damenbesuch hatte. Ich brauche nicht einmal mit ihm reden, diese verschlossene Tür sagt mir bereits wie sehr ich es vermasselt habe.
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