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Jungkook Pov
Meine Hüfte schmerzt immer noch vom vergangenen Abend. Taehyungs Wut kannte keine Grenzen und die vielen Male in denen ich in der Nacht aufgeweckt wurde damit er mir zeigt was passiert wenn ich das noch mal tue, haben mir gezeigt was Jungsook damals meinte als sie sagte Taehyung sei nachtragend.
Obwohl ich sicher nicht vorhabe ihm so etwas noch mal an zu tun, immerhin weiß ich wie schrecklich es ist nicht zu wissen was mit einer Person passiert ist, bin ich einer erneuten Bestrafung nicht abgeneigt. Taehyungs andere Seite zu sehen war aufregend.
Ich versuche an etwas anderes zu denken als an seinen heißen Atem als er mir ins Ohr flüsterte oder seine Nägel in meiner Haut, die mit Schmerz verbunden waren, aber keinem grausamen.
Mir gefallen beide Seiten an Taehyung. Sowohl die liebevolle und zuvorkommende, als auch die rücksichtslose und bestimmende Seite. Ich möchte noch so viel mehr davon sehen.
Normalerweise stelle ich meine Musik immer leiser wenn ich draußen bin, aber gerade ignoriere ich die komischen blicke der Menschen aufgrund der zu lauten Musik die durch die Ohrhörer zu hören ist.
Ich hasse Menschenmengen, aber noch viel mehr als das hasse ich die lauten Geräusche ihrer Gespräche, deswegen verlasse ich die Wohnung nie ohne Musik.
Taehyung war auch heute morgen noch wütend, aber das was ich an ihm schätze ist, das er nie ein Problem ungeklärt lässt. Er sagte, es war die Angst um mich, die ihn so wütend gemacht hat, nicht zu wissen wo ich bin, aber das ich mich in Gefahr befinde.
Ich habe ihm erzählt was passiert ist während ich weg war und er hat mich in den Arm genommen. Womit habe ich es verdient einen Menschen wie Taehyung an meiner Seite zu haben?
Es ist erst 17 Uhr und die Geschäfte sind so voll wie ich es nur zur Weihnachtszeit gewöhnt bin. Taehyung sollte auch jeden Moment hier auftauchen und obwohl wir abgemacht hatten das ich vor dem Einkaufszentrum auf ihn warten sollte, war es mir zu langweilig dort. Außerdem stehen dort immer die Raucher die es nicht interessiert das sie meine Lunge mit ihrem dämlichen Rauch kaputt machen.
Shoppen ist eigentlich nicht so wirklich mein Ding, aber Taehyung hat mich gefragt ob wir mir ein paar Sachen kaufen wollen und wenn ich mit ihm zeit verbringen kann, ist es mir egal was mir machen, da wäre ich sogar bereit einen Stummfilm zu sehen.
Ich schnappe mir ein weißes Hemd und verschwinde damit in eine der Umkleidekabinen. Wenn Taehyung sowieso noch eine Weile braucht bis er hier ankommt, dann kann ich schon mal ein paar Sachen anprobieren und bezahlen bevor er darauf besteht sie mir zu kaufen.
Seit ich weiß, das er der Sohn vom CEO der GL Group ist, macht er kein Geheimnis daraus wie viel Geld er hat, er macht mir immer wieder Geschenke und überhäuft mich praktisch damit.
Das ist nicht schlimm, wirklich nicht, aber ich habe das Gefühl als würde er denken das ich nur bei ihm bleibe wenn er Geld für mich ausgibt, dabei brauche ich all das nicht. Ich brauche nur ihn.
Das könnte ich ihm aber niemals sagen, alleine der Gedanke an solch kitschige Worte lässt mich schon rot anlaufen und weckt in mir den Wunsch im Erdboden zu versinken.
Ich habe erst die ersten beiden Knöpfe meines Hemdes gelöst, als der Vorhang zu der Umkleidekabine plötzlich aufgerissen wird und eine schwarz gekleideten Gestalt mir die Hand auf den Mund presst.
Er zieht den Vorhang hinter sich wieder zu und nimmt die Hand langsam runter als er merkt das ich nicht schreien werde, dafür bin ich gerade viel zu geschockt und verwundert darüber das ich mir nicht sofort in die Hose gemacht habe.
Das ist nicht das erste mal das er mich so erschreckt und doch ist es heftiger als die anderen Male, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet habe das er in einem vollen Einkaufszentrum auftaucht.
"Du wirst verfolgt", sagt er leise.
Verwirrt runzle ich die Stirn. "Von wem?", frage ich und versuche mir nicht anmerken zu lassen wie völlig neben der Spur ich eigentlich bin, weil alles gerade viel zu schnell passiert.
"Von ihnen. Sie werden nicht länger warten, ab jetzt seid ihr in größter Gefahr."
Es besteht für mich kein Zweifel daran das er mit ihnen die Männer meint, die hinter dem Handy her sind, seine ehemaligen Komplizen.
"Wir müssen hier weg, bevor sie mitbekommen das ich dich kontaktiert habe. Bereit?"
"Bereit wofür?"
"Wenn wir hier raus sind, läufst du mir nach ohne dich umzudrehen, verstanden?"
Ich soll ihm folgen und nicht nach hinten gucken. Ich verstehe was er meint und doch kann ich das nicht tun, ich habe es Taehyung versprochen.
"Warte, Taehyung wird jeden Moment hier sein."
Er hat es vor ein paar Tagen selber gesagt, das nächste mal wenn er mit mir redet, dann wird Taehyung dabei sein, weil ihn sie Wahrheit mehr betrifft als mich.
"Wenn wir warten, dann sterben wir beide. Folge mir wenn du dich und Taehyung retten willst. Sie werden ihm nichts tun solange du das Handy hast."
Ohne auf ein weiteres Wort von mir zu warten reißt er den Vorhang zur Seite und geht mit schnellen Schritten vor.
Ich habe es ihm versprochen, ich habe ihm mein Wort gegeben darauf zu achten das ich nicht erneut in Gefahr gerate und das ich nichts mehr ohne ihn machen werde bis sich die Situation geklärt hat, aber das was ich jetzt tun werde verstößt gegen beides.
All meine Nervosität und Angst werden beiseite geschoben als ich das Hemd das ich eigentlich anprobieren wollte wieder an den haken hänge und die Kabine verlasse.
Im gehen Knöpfe ich mir das Hemd zu und versuche mich so normal wie möglich zu verhalten während ich ihm folge und stets seinen Hinterkopf im Blick behalten.
Meine Hand innenflächen sind klebrig vom Schweiß und mir ist richtig übel. Ich glaube zwar, dass ich das richtige tue, aber was wenn sie Taehyung trotzdem etwas tun? Immerhin habe ich ja hat nicht das Handy, er hat es.
Aber solange sie denken es ist in meinem Besitz sollte Taehyung unbeschadet da raus kommen.
Trotzdem redet mir mein Verstand ins gewissen und ohne ihn aus dem Blick zu lassen, krame ich mein Handy aus der Tasche und schalte es an.
Es schadet nicht bei der ganzen Sache einbisschen zu schummeln. Nachdem das vor ein paar Tagen passiert ist, habe ich zugestimmt eine Ortungsapp auf meinem Handy zu installieren. Wenn es an ist, kann Taehyung immer sehen wo ich bin und anders herum genau so.
Wenn er merkt das ich nicht auf ihn warte, wird er nachsehen wo ich bin und mich finden, darauf vertraue ich.
Die Garagen des Einkaufszentrums befinden sich auf dem obersten Stockwerk und bereits als ich einen Fuß rein setze, sehe ich das Taxi mit dem er mich auch schon vor ein paar Tagen in das Motel gefahren hat.
Ich öffne die Tür zum Beifahrersitz und möchte mich rein setzen, als sich zwei Hände von hinten um meinen Hals legen und Druck darauf ausgeübt wird.
Sofort reagiere ich mit Panik.
Verzweifelt versuche ich nach Luft zu schnappen, aber das winzig kleine bisschen das ich einatmen brennt in meinem Hals und bereitet mir nur noch mehr schmerzen als seine Hände.
Ich schlage unkontrolliert um mich, strampel wild damit er irgendwie seinen Griff löst, aber seine Hände sind Groß und die Luft wird knapper.
Plötzlich fällt ein Schuss und ich sacke zusammen als ich plötzlich wieder den Sauerstoff in meiner Nase und meinem Mund spüre.
"Steh auf", sagt er und streckt die Hand nach mir aus um mir beim auf stehen zu helfen, aber ich schlage sie voller Angst weg und fuchtel so wild mit meinen Armen herum das ich ihn im Gesicht treffe und die Sonnenbrille die seine Augen bedeckt zu Boden fällt.
Der Anblick seiner Augen wirkt wie eine Dosis Beruhigungsmittel auf mich, denn plötzlich schwindet die Kraft aus meinen Armen und mein ganzer Körper verwandelt sich zu Stein.
Ich vergesse den Mann der mich eben gewürgt hat und der jetzt mit einer Schussverletzung im Bein auf dem Boden liegt. Sein wimmern ist in der ganzen Garage zu hören und doch ist es leiser für mich als ein Wimpern Aufschlag dieses Augenpaares.
"Jungkook, du musst aufstehen, wir müssen hier weg", schreit er mir ins Gesicht, aber ich reagiere nicht und sehe ihn an als wäre er von einer anderen Welt.
"Hast du ihn gekannt?" War meine Frage an ihn als wir über Seowon geredet haben.
"Kann man so sagen."
Kann man so sagen? Mir ist nach lachen zumute. Ich möchte nichts lieber tun als aus tiefster Seele über diesen schlechten Witz lachen, aber ich kann nicht. Mir wird noch schlechter als zuvor und mein Herz fühlt sich an wie ein Klotz Beton in meiner Brust.
Natürlich kennt er ihn, besser als jeder andere.
Er hat ihn auch nicht umgebracht, weil er nicht tot ist.
Weil er hier vor mir steht.
Ich bin so stolz auf unsere Boys 😍😊
und habt ihr die preview gesehen? So viel Vkook ❤❤
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