○57○

Jungkook Pov

Taehyung

Bist du dir sicher das du alleine nachhause kommst?

Bevor ich dich kannte konnte ich auch ganz gut mit dem Bus fahren, das wird schon

Wenn du mir sagst wo du bist kann ich dich immer noch abholen

Ich muss noch einen Abstecher woanders hin machen

Wohin?

Sage ich dir nicht

Warum das?

Weil du mir nur folgen würdest

Ich verstehe schon

Tae

Hm?

Sei bitte nicht wütend auf mich

Bin ich nicht

Sicher?

Ich bin wirklich nicht wütend auf dich, ich verstehe das du deine eigene Zeit brauchst

Danke

Auch wenn ich kein gutes Gefühl dabei habe

Es wird schon alles gut, ich bleibe unter vielen Leuten und passe auf das stets jemand in meiner Nähe ist.

Bitte tu das

Du bist süß, Tae

Ach ja?

Ja, ernsthaft

Beeil dich und komm nach Hause, dann zeige ich dir das ich ganz und gar nicht süß bin

Tae!

Ich mag diesen Spitznamen

Ach wirklich?

Das war kein Witz

Beeil dich

Mache ich

Jungkook ist offline

Ich schiebe mein Handy zurück in die Hosentasche und setze meinen Weg fort. Es ist nicht so das ich Taehyungs Sorge nicht verstehen könnte, ich möchte ihm nur keine Umstände bereiten. Manchmal habe ich das Gefühl ihn zu nerven und ihm seine Zeit zu rauben, deswegen habe ich ihm gesagt er braucht mich nicht abholen nachdem ich Yoongi und Jimin einen Besuch abgestattet habe.

Das es so lange dauern würde hätte ich selber nicht erwartet, aber wir haben uns eben in Gespräche vertieft und konnten nicht mehr aufhören. Allerdings war ich wirklich erleichtert das sie mich nicht über mein komisches Verhalten, das ich in letzter Zeit ans Tageslicht gelegt habe ausgefragt haben.

Gerade als die Laternen auf den Straßen an gehen und anfangen die dunklen Plätze hell zu beleuchten, spüre ich wie sich etwas kaltes um mein Handgelenk legt und ich zur Seite gerissen werde.

Sofort öffne ich den Mund und brülle so stark wie es mir nur möglich ist, aber die Hand die sich auf meinen Mund legt ist groß und kräftig, kräftig genug um meine verzweifelten und panischen Schreie zu ersticken.

Mit seinem ganzen Körpergewicht presst er mich gegen die Wand der Seitengasse und obwohl das Licht der Laternen nicht bis hierher reicht, ist es noch hell genug um zu erkennen was er trägt, aber das löst nur noch stärkere Panik in mir aus.

Es ist ein Anblick, der sich mir bereits mehrere Male bot. Ich strecke die Hand aus und versuche ihm den Mundschutz runter zu reissen, aber ich bin ihm chancenlos unterlegen.

Ich hasse und verachte mich für meine Schwäche, aber ich gebe nicht auf und versuche weiter ihn irgendwie zu verletzen.

"Jungkook", sagt er meinen Namen.

Verwirrt und überrascht von dem weichen Ton in seiner Stimme versuche ich durch die dunkel getönte Sonnenbrille zu erkennen wem ich ins Gesicht blicke, aber es nützt nichts, selbst seine Haare werden durch eine Cap bedeckt.

"Jungkook, hör auf dich zu wehren", sagt er erneut und tritt dann einen Schritt nach hinten. In seiner Hand hält er ein Butterfly Messer.

Die Angst die ich verspüre erschüttert mich bis ins Mark und obwohl ich weiß das sich hinter mir eine Wand befindet und er den einzigen Weg zur Flucht versperrt, versuche ich irgendwie mach hinten auszuweichen, bis er mir das Messer plötzlich vor die Füße schmeißt.

"Heb es auf."

Ich weiß Dank der Sonnenbrille nicht wohin er sieht, ob es das Messer oder mein Gesicht ist, aber eines weiß ich, ich werde diese Waffe nicht aufheben, am Ende sind es meine Fingerabdrücke die auf diesem Ding gefunden werden.

"Warum?", frage ich und versuche sicher zu klingen, aber das zittern in meiner Stimme verrät mich.

"Du hast Angst, nicht wahr? Ich bin nicht hier um dir irgendetwas zu tun, wenn du dich also mit dem Teil sicherer fühlst, dann heb es auf."

Für einen Moment spiele ich wirklich mit dem Gedanken es zu tun. Ich könnte es aufheben und ihn dazu bringen mich gehen zu lassen, aber das würde auch bedeuten, dass ich diese Waffe gegen ihn richten müsste. Was wenn er sich dann immer noch weigert mich durch zu lassen? Ich bin nicht in der Lage ihn zu verletzen.

"Du bist einer von denen, nicht wahr?" Ich trete das Messer weg damit es sowohl für ihn als auch für mich außer Reichweite ist. Ich bin vielleicht nicht bereit ihn zu verletzen, aber er ist einer dieser Männer und die sind zu allem bereit.

"Ich rede nicht mit euch."

Auch wenn ich vor ihm den Mutigen jungen spiele, so kann ich nicht verhindern das mir vor Angst ganz schlecht wird.

"Hör zu, wir haben nicht viel Zeit, also musst du dich entscheiden. Wenn du wieder zurück willst, dann werde ich dich nicht davon abhalten, aber wenn du Antworten auf deine Fragen möchtest, dann musst du mit mir kommen, und zwar jetzt, ehe uns die Zeit davon läuft."

Plötzlich verschwindet die Furcht vor diesem Mann und weicht der Skepsis. Er möchte antworten auf meine Fragen haben? Woher glaubt er zu wissen was für fragen ich mir überhaupt stelle?

"Du glaubst ich würde darauf eingehen?"

"Du hast keine andere Wahl, wenn du die Wahrheit wissen möchtest."

"Und wenn ich trotzdem nicht mit komme?"

Er hebt die Arme über seinen Kopf und tritt zur Seite um mir den Weg frei zu machen. Es wäre jetzt ein einfaches zu fliehen, nicht mal er wäre schnell genug um mich davon abzuhalten mich wieder unter die Menschen zu mischen wo es ihm nicht erneut so leicht fallen wird mich in seine Finger zu bekommen.

Ich habe die Chance zu fliehen, aber das merkwürdige an der ganzen Sache ist doch, dass er sie mir gibt. Er lässt mich freiwillig gehen und noch etwas spricht für ihn: Er hat noch kein einziges Wort über dieses verdammte Handy verloren.

"Wieso glaubst du, du hast die Antworten auf meine Fragen?"

Er zuckt zusammen als in der Ferne das Geräusch einer Polizeisirene zu hören ist und verzieht sich noch tiefer in den Schutz der Dunkelheit.

Also wird er tatsächlich gesucht. Es handelt sich bei ihm um einen gesuchten Verbrecher, oder warum sonst sollte er sich vor der Polizei verstecken wollen?

"Vielleicht bringt dich das hier zum Nachdenken", sagt er und zieht den rechten Ärmel seines Kapuzenpullovers nach oben.

Trotz des schwachen Lichts die uns die letzten Strahlen der Sonne spenden, erkenne ich es ganz deutlich. Das Bild dieses Tieres hat auch in meinen Kopf gebrannt seit Jungsook es zum ersten Mal erwähnt hat

Es ist das Zeichen das der Mann trug der damals die Waffe auf sie richtete, der Typ der sie beinahe umgebracht hätte.

Die Schlange die sich selber frisst.

Ein Ouroboros.















Entschuldigt den Bruch während der Spannung, aber ich habe da eine kleine Bitte an euch 😅

Ich habe ja bereits gesagt das diese Geschichte langsam zum Ende kommen wird und ich hätte da zwei Ideen für meine nächste vkook, weil mir diese hier so viel Spaß gemacht hat 😁

Eine der Ideen ist so ähnlich wie diese hier, geht also auch in Richtung mystery (wenn man das hier so nennen kann).
Die andere ist eher Normal. Ich habe den Inhalt einwenig zusammengefasst und würde mich freuen wenn ihr mir sagt welche Idee euch besser gefällt 😊

Catch me

Jeon Jungkook ist Arzt und achtet stets darauf sein privates Leben von seinem beruflichen zu trennen. Eines Abends bekommt er auf seinem Heimweg merkwürdige Nachrichten von einer unbekannten Nummer die ihm eine Addresse schickt und ihm sagt er müsse sich beeilen weil sonst jemand sterben würde.
Von seiner Neugier geleitet folgt er dem merkwürdigen Hilferuf und findet jemanden schwer verletzt und halbtot in einer Gasse.
Kim Taehyung, sein Name ist alles woran der junge Mann sich erinnert, aber da ist noch Jungkooks Name den jemand für ihn aufgeschrieben hat, zusammen mit den Worten: Als nächstes bist du dran...

Die andere:

First Touch

Auf seinem Weg von der Schule nach Hause begegnet Taehyung einem Mädchen das sich scheinbar verirrt hat und hilft ihr zurück zu finden. Er lernt ihren Bruder Jungkook kennen, einen unscheinbaren Jungen und auf den ersten Blick vollkommen normal, bis er merkt wie er sich in der nähe von Frauen verhält und bald hinter Jungkooks Geheimnis kommt: Er hat Angst vor körperlichem Kontakt.
Egal wie sehr Taehyung versucht es zu veregessen, er bekommt Jungkook nicht mehr aus dem Kopf und beschließt ihm mit seinem Problem zu helfen, aber keiner von beiden hat damit gerechnet das sich aus anfänglicher Hilfsbereitschaft auch schnell etwas noch viel stärkeres entwickeln kann...

Es sind erst grobe Ideen, aber ich würde mich über jede Meinung freuen 😁❤

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