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Now she's feeling so low since she went solo. Hole in the middle of my heart like a polo. And it's no joke to me. So can we do it all over again?

Ein stechender Schmerz schoss durch meine Schulter. Ich hatte es doch tatsächlich geschafft von der Couch zu fallen. Mühsam rappelte ich mich auf und schlurfte in die Küche. Meinem Hintern ging es glücklicherweise deutlich besser und auch meine Schulter schien sich ziemlich schnell wieder zu erholen. Mürrisch schenkte ich mir ein Glas Wasser ein und lehnte mich gegen die große Kücheninsel. Auch, wenn ich auf die Wohnung meines Vaters verzichtet hatte, war diese hier ziemlich geräumig und bot genügend Platz zum Leben. Soweit ich wusste wohnten außer mir nur Angestellte von irgendwelchen reichen Leuten in diesem Haus. Alles lag ziemlich abgelegen in der Nähe von einigen Nobel-Villen. Ich lebte hier eigentlich nur in der Hoffnung, dass ich deren Bewohner niemals kennenlernen müsste. Leider hatte ich meine Eltern nicht davon überzeugen können, dass ich einfach in einem normalen Stadtviertel wohnen könnte, aber naja, so war eben der Deal. Meine Aufgabe war es, mein Leben eigenständig im Griff zu haben und trotzdem immer einen guten Lebensstandart beizubehalten. Also saß ich jetzt, wohl oder übel, in dieser Wohnung fest und versuchte jedem noch so bekannten Promi aus dem Weg zu gehen. Bis jetzt war mir immerhin das gelungen.


Nachdem ich mein Glas in die Spülmaschine gegeben hatte, checkte ich kurz ob sich schon jemand auf meine Bewerbungen gemeldet hatte. Natürlich nicht. Da will ich endlich auf eigenen Beinen stehen und scheitere schon bei der ersten Herausforderung. Jetzt hieß es also weiterhin abwarten und Kaffee trinken. Obwohl, in meinem Fall dann doch lieber Tee.

Die Sonne stand bereits ziemlich tief am Himmel. Ich hatte tatsächlich über drei Stunden geschlafen. Schnell zog ich mich um und versuchte meine wellige Mähne etwas zu bändigen. Ich war eindeutig zu faul um mir irgendetwas zu kochen, also beschloss ich kurzerhand, mir in der Nähe etwas zu holen. Es gab hier bestimmt irgendwo einen kleinen Imbiss-Laden und falls nicht, musste ich mich eben in eines dieser Sterne-Restaurants setzten. Ich schnappte mir mein Handy und machte mich auf den Weg. Glücklicherweise traf ich auf der Straße kaum Menschen, die mich hätten nerven können. Ich brauchte eindeutig Abstand. Langsam schlenderte ich die verzweigten Gassen entlang und bemerkte leider zu spät, dass ich mich schon längst auf 'fremden' Territorium befand. Ja, für mich waren Villen und schicke Anwesen tatsächlich eher ein Gebiet, das ich zu meiden versuchte. Suchend blickte ich mich um. Ich hatte keine Ahnung wo ich war und wie ich wieder zurück kommen sollte. Neben mir erstreckte sich ein riesiges Gebäude, von dessen Dach aus man garantiert einen atemberaubenden Ausblick auf den Strand und das Meer hatte. In diesem Punkt musste ich meinen Eltern leider Recht geben. Hin und wieder konnte ein höherer, nobler Lebensstandart ganz schön vorteilhaft sein. Gerade als ich über die Straße gehen wollte, fuhr eine große Limousine um die Ecke. Widerwillig hob ich meinen Arm um dem Fahrer ein Zeichen zu geben. Glücklicherweise erkannte er mich und ließ das Fenster langsam herunter. Normalerweise hätte ich jetzt irgendeinen dummen Spruch abgelassen, doch heute war einmal ich diejenige, die Hilfe brauchte. "E-h-m-", stotterte ich und blickte dem Schrank vor mir in die Augen. Wo war bitte mein Selbstbewusstsein, wenn ich es brauchte? "Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung wo ich hier gelandet bin und wie ich wieder zurück nach Hause komme. Ich war in Gedanken versunken und habe nicht geschaut wohin ich eigentlich laufe und habe mich komplett verirrt", begann ich wie ein Wasserfall mit meiner Erklärung und hoffte innerlich, dass sie der Gorilla einigermaßen verstehen würde.

In dem Moment öffnete sich die hintere Tür und ein großer, junger Mann in engen schwarzen Jeans und einem weißen Hemd kam zum Vorschein. Okay... Wieso sahen hier eigentlich alle so gut aus? Er hatte längere wellige Haare, die ihm locker über die Schultern vielen. Ich musste leider zugeben, dass er insgesamt eine echt krasse Ausstrahlung hatte. Ist gut Roxy, jetzt reicht es dann auch langsam wieder mit schwärmen. Langsam glitt sein Blick an mir auf und ab, als müsste er abchecken, ob ich nicht vielleicht ein böser Serienmörder war, der ihn anschließend zum Abendessen verspeiste. Und ja, irgendwie gefiel mir dieser Gedanke im Moment ziemlich gut. "Alles klar?", fragte er mich und zog eine Augenbraue in die Höhe. Wie konnte man sogar bei einer ganz normalen Frage so gut aussehen? "Ehm ja, nein. Eigentlich nicht." Da war es endlich wieder, mein Selbstbewusstsein. In der Gegenwart von x-beliebigen Typen meines Alters ließ ich mich glücklicherweise nicht so schnell einschüchtern. "Ich wollte nur fragen, wo ich bin und wie ich wieder nach Hause komme." Schulterzuckend blickte ich ihn an und versuchte dabei möglichst gleichgültig auszusehen. Ich wollte jetzt auf gar keinen Fall Mitleid oder Ähnliches. "Dafür müsstest du mir erst einmal sagen, wo du wohnst." Sein Blick verriet mir, dass er gerade definitiv zweideutig dachte.  Daraufhin checkte ich kurz meine Adresse in meinem Handy, bevor ich ihm am Ende eine falsche nannte. "Also... Kannst du mir jetzt sagen wie ich nach Hause komme, oder wird das heute eher nichts mehr?" Na gut, vielleicht war ich nicht gerade nett aber naja, was solls. Ich hatte eigentlich nicht vor, mich mit so einem reichen Macho wie diesem Typen vor mir, anzufreunden. "Wir könnten dich auch einfach nach Hause bringen, aber ich glaube, dass das mit einer Limo nicht wirklich vorteilhaft ist." Schulterzuckend blickte er auf das Monstrum an Gefährt ehe sein Blick wieder auf mir landete. "Harry, was machst du da draußen so lange? Bist du festgewachsen?", erklang es plötzlich aus dem Inneren des Wagens. Jetzt kannte ich zumindest seinen Namen. Ich überlegte eine Sekunde, kannte ich einen berühmten Harry? Nope, nicht dass ich wüsste. "Ich habs ja gleich", schrie er zurück während er mich immer noch musterte. "Jetzt bist du an der Reihe zu antworten." Er tat so als wäre ich irgendwie schwer von Begriff, danke dafür. "Hast du nicht noch ein zweites Auto", fragend blickte ich ihn an. "Vielleicht ein etwas unauffälligeres?" Genügend Geld hatte er ja garantiert, also könnte er mich auch einfach mit einem anderen nach Hause bringen, was eventuell nicht so auffallen würde . "Warte mal kurz", erwiderte er nur und wandte sich an den Gorilla. "Könnten wir sie vielleicht kurz mit zu uns nehmen? Dann könnte ich sie tatsächlich mit meinem anderen Auto zurück bringen." Naja, immerhin hatte er das verstanden. Trotzdem war ich eigentlich nicht so der Typ, der einfach bei fremden Leuten ins Auto stieg. "Okay, geht klar. Willst du mitkommen?" Jetzt wandte er sich wieder direkt an mich. Was blieb mir anderes übrig? Immerhin wollte ich nicht auf der Straße übernachten und mir mein gerade so verheiltes Hinterteil abfrieren. "In Ordnung", stimmte ich zu. Im Grunde hatte ich nicht wirklich viel zu verlieren. Nickend machte er einen Schritt zur Seite und hielt mir die Tür auf. Junge, diese Gentleman-Skills kommen eindeutig etwas zu spät.
Das Innere der Limo war nicht sonderlich spektakulär, was vielleicht auch daran lag, dass ich mit meinen Eltern schon oft genug in so etwas zu den verschiedensten Galas gefahren war. Als ich mich auf den gepolsterten Sitz fallen gelassen hatte, ließ ich meinen Blick dennoch über meine Umgebung schweifen und stockte. Ich hatte ja gewusst, dass wir nicht alleine waren, aber mit meinem Gegenüber hatte ich trotzdem wirklich nicht gerechnet. Vor mir saß niemand geringeres als derjenige, der erst vor ein paar Stunden meinen Hintern demoliert hatte. Louis...

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