Weg?

Ich spürte wirklich, wie mich mein Verstand verließ. Mit jeder Sekunde ein klein wenig mehr. Doch ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir nicht gefiel. Endlich mal wieder so berührt zu werden. Selbst wenn Veni kaum etwas tat. Ich brauchte einfach nur an ihn gekuschelt liegen und genießen. Gegenleistung? Fehlanzeige. Ich durfte einfach genießen. Doch war mir das genug? Ehrlich mir juckte es schon in den Fingern Veni zu berühren. Und wenn er dann noch oben ohne da lag, wer konnte da schon widerstehen. Meine freie Hand stahl sich zwischen unsere Körper und fuhr über seinen Bauch. Spürte Venis grinsen an meinem Hals. Doch leider fand Veni wohl, dass er mich genug berührt hatte, denn er zog seine Hand zurück. Nicht aber ohne mir noch mal einen Klaps auf den Hintern zu geben. Zu seinem Pech schaltete ich ziemlich schnell. Als Rache kniff ich ihm in seine linke Brustwarze, was ihn ein unterdrücktes japsen entlockte. „ Nicht frech werden Basti. Sonst pinn ich dich an Ort und Stelle ins Bett und zeig dir mal, wie teasen richtig geht. Und glaub mir, das werden deine Nachbarn sicher mitbekommen." Würden sie zu meinem Glück nicht. Unter mir wohnte nur eine alte Dame über achtzig, die sehr schwerhörig war. Aber das musste ich Veni nicht auf die Nase binden. Stattdessen sah ich nur aus unschuldigen Augen zu ihm hoch. Ehe ich mich versah, lagen unsere Lippen aufeinander und Veni küsste mich mit voller Leidenschaft, die ich nur zu gern erwiderte. Im Kuss rollte Veni uns herum, sodass er auf mir zum liegen kam. Meine Hände winden und festen Griff genommen und über meinem Kopf ins Bett gepinnt, ohne das ich etwas dagegen tun konnte. Ich ließ Veni einfach machen, ließ mich von ihm dominieren. Was anderes blieb mir wohl kaum übrig. Während Veni wohl versuchte mich mit seiner Zunge um den Verstand zu bringen, versuchte ich meine Hände zu befreien. Ich wollte Veni berühren dürfen. Wollte über seine weiche Haut fahren, wollte mich an seinem Hals festsaugen. In mir kochte das Verlangen hoch. Jede Sekunde, in der Veni mich festhielt und mit seiner Zunge meinem Mund erkundete, stieg dieses Verlangen weiter, bis ich schließlich überkochte. Meine Beine schlangen sich um seine Taille und zogen ihn dichter an mich. Mein Unterkörper bewegte sich ihm entgegen. Endlich ließ Veni seinen Griff locker und ich konnte meine Hände befreien. Ließ ich meine Hände auf seinem Oberkörper auf Wanderschaft gehen. Erkundete seine leichten Bauchmuskeln, die unglaublich weiche Haut, die von ein paar Härchen bedeckt war. Veni hatte nun auch beschlossen, dass meine Lippen nicht mehr genug waren. Seine Lippen wanderten weiter über meine Wange zu meinem Hals. Automatisch legte ich den Kopf schief, um Veni mehr Platz zu bieten. Meine Finger spielten derweil mit den Haaren unterhalb seines Bauchnabels. Veni begann an der Haut meines Halses zu saugen, was mich leise Keuchen ließ. Er tat mir unendlich gut. Und bei Gott, ich wollte mehr. Scheiß drauf, was ich vorhin gesagt hatte. Veni sollte mich endlich richtig berühren. Nicht nur mit mir spielen. Umso enttäuschter war ich, als er sich von mir löste und sich auf seinen Armen abstütze, sodass zwischen unseren Körpern ein Abstand entstand, den ich keinesfalls haben wollte. Veni lächelte von oben auf mich herab und beugte sich dann noch mal runter, um mir einen Kuss auf die Wange zu geben, bevor er sich von mir runter rollte. Vollkommen entrüstet, drehte ich mich auf die Seite, nur um Veni anzusehen. „ Was sollte das den jetzt? Du kannst mich nicht erst scharf machen und dann abbrechen." Das konnte er mir nicht antun. Das war einfach nur unfair. „ Kann ich wohl. Basti ich will es langsam abgehen lassen. Wenn ich jetzt weiter mache, kann ich für nichts garantieren." Musste er auch nicht. Ich wollte doch genauso sehr wie er. Warum also nicht. Wir waren lang genug Freunde, dass es mich nicht störte am ersten Abend unserer Beziehung Sex zu haben. Und Veni schien anfangs auch nicht abgeneigt. Wo war jetzt sein Problem? „ Musst du nicht. Wenn wir jetzt Sex haben, stört mich das nicht." „ Mich aber.", erwiderte Veni kalt und drehte sich von mir weg. Die ganze sexuelle Spannung im Raum verpuffte mit einem Mal. Was war den jetzt mit Veni los. Hatte jemand einen Schalter bei ihm umgelegt? Mich würde es nicht mal wundern, wenn es wirklich so war. Sanft legte ich ihm eine Hand an die Schulter. „ Okay was ist los? Du hast scheinbar ein ziemliches Problem mit der Situation, welches aus dem nichts zu kommen scheint. Möchtest du drüber reden?" Hoffentlich gab Veni mir eine Antwort. Andernfalls hatte ich noch ein weiteres Problem. Eines, das ich definitiv nicht haben wollte. Jedoch schien genau das der Fall zu sein. Denn Veni stand ohne ein Wort auf und verließ das Schlafzimmer. Warum musste alles so kompliziert sein. Veni jetzt gehen zu lassen war aber keine gute Idee. Ich sollte jetzt aufstehen, ihn suchen, mich mit ihm wo hinsetzen und reden. Meine Füße berührten den kalten Boden, jagten mir eine Gänsehaut über die Arme. Passend zu unserer Stimmung. Ich beeilte mich über den kalten Boden zu tapsen und Veni in der kleinen Wohnung zu suchen. Doch er schien nirgends zu sein. Mir kam eine letzte Idee, ein letzter Ort wo ich suchen konnte. Und die ließ mir flau im Magen werden. Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass die Haustür offen stand. Nein. Das durfte nicht sein. Veni konnte nicht weg sein. Ohne darüber nachzudenken stürmte ich nach draußen. Wort konnte Veni nicht sein. Er durfte es einfach nicht. Ich wollte ihn nicht verlieren. Nicht jetzt, nachdem gerade erst alles gut zwischen uns geworden war. Verkraften würde ich das nicht mehr. Veni war mein bester Freund. Schon so unendlich lange. So kam es mir zumindest vor. Veni hatte mir geholfen mich aufzubauen. Ohne ihn und Varo drei wäre das alles hier niemals möglich gewesen. Und dafür war ich ihm auch dankbar. Das konnte ich ihm nie vergessen. Genau deswegen wollte ich Veni nicht gehen lassen. Er bedeutete mir alles.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top