Chapter Eighty Seven

P.o.v Jungkook

Es dauerte einige Zeit, bis mich Yoongi wieder zur Arbeit ließ, aber in der Zeit, hatte er auch nicht recht viel am Fall weitergearbeitet, da er dies unbedingt mit mir machen wollte. Obwohl ich ihm oft genug gesagt hatte, dass er dies auch alleine könnte, aber er war anderer Meinung. "Es ist genauso auch dein Fall", waren immer seine Worte, sobald ich das Thema ansprach und jedes Mal verdrehte ich meine Augen und beließ es dabei. Doch als ich wieder da war, war das erste was ich tat zu Namjoon zu gehen und meine Wohnung zu kündigen. Erst blickte er mich leicht verwirrt an, aber verstand dann auch schnell ohne dass ich ihm etwas erklären musste, weshalb ich dies tat. "Wie lange würdest du circa brauchen, um auszuziehen?", kam es dann sofort von ihm. "Eigentlich müsste ich nur noch einige Sachen ausräumen. Den größten Teil habe ich eigentlich schon bei Yoongi. Also 2 Tage... höchstens", und darauf nickte er verstehend, weshalb ich dankend sein Büro verließ. Es dauerte darauf auch nicht lange, bis ich und Yoongi uns in meine Wohnung begaben mit Umzugskartons, um das wichtigste in diese zu packen. "Es ist seltsam...", gab ich von mir und legte ein weiteren Hoodie in eine Kiste. "Was genau?", kam es von Yoongi, welcher mir es gleichtat. "Naja... ich lebe hier seit über 4 Jahren und dann...-", "Willst du wirklich gehen?", kam es dann sogleich von Yoongi, weshalb ich sofort aufschaute. "Ja, ja will ich. Ich will zu dir", "Aber-", doch weiter kam er nicht, denn ich legte meine rechte Hand auf seine Wange und zog ihn näher zu mir, sodass ich unsere Lippen miteinander verbinden konnte. "Und jetzt lass uns weiter packen", waren meine Worte, bevor ich mich wieder von ihm löste und so lange mit ihm gemeinsam die Kartons befüllte, bis wir spät abends fertig waren. "Aber morgen machen wir mit dem Fall weiter", sagte ich, als ich ins Auto einstieg. "Und wie wir das machen".

Daraufhin verbrachten wir die nächsten Tage hauptsächlich im Büro, um dies aufzuholen, welches wir in den vergangenen Tagen alles vernachlässigt hatten. Wir prüften jede Kamera, jede Nachrichtenseite, ob ein neues Verbrechen passiert sei, aber hauptsächlich fanden wir nur etwas über Unfälle, bis ein Einbruch gemeldet wurde, auf welchen wir uns dann spezialisiert. Denn dieser Einbruch lag in dem Konzept, mit welchem Daewon handelte. Wir durchsuchten die Gegend, fanden aber nichts. Wir überprüften erneut sämtliche Kameras, doch fanden nichts. Außer auf einer. Auf dieser konnte man ganz genau Daewon erkennen und wie er gerade mit 3 anderen Personen, welche wie er selber bewaffnet waren in ein Auto einstieg. Doch sie fuhren nicht los. Sie stiegen ein, um wenig später mit einem Karton wieder auszusteigen. Das Auto ließen sie da, was so viel für uns bedeutete, dass sie genau dort ihren neuen Standort hatten.

Und genau das war der Moment auf welchen ich und Yoongi so lange gewartete hatten. Wir konnten es erst nicht glauben, wir freuten  und rissen uns aber schnell wieder zusammen und gingen schnell zu Namjoon, dieser gab uns das 'Okay', welches wir brauchten, um zu diesen Einsatzort zu fahren. Schnell packten wir unsere Sachen, blickten erneut auf die Aufnahme, ob das Auto noch immer dort stehen würde und dies tat es. Ein leises, aber dennoch erleichterndes Geräusch kam von Yoongi, weshalb ich leicht lächeln musste, aber ihn schnell aus unserem Büro schob, da ich nicht riskieren wollte, dass das Auto wegfahren würde.

Wir brauchten einige Minuten, um zu diesem Ort zu gelangen. Doch sobald wir ankamen, nahmen wir unsere Waffen, stiegen aus und gingen mit Bedacht zu der genauen Stelle, an welcher eigentlich das Auto stehen sollte. Aber als wir um die nächste Ecke bogen, sahen wir nur, wie das Auto an uns vorbeifuhr. "Nein... Nein... Nein", kam es nur von Yoongi. "Warum...", ertönte es nur leise von mir. "Das ist doch ein schlechter Witz? Wir haben so lange gesucht. Ich habe ihn seit Monaten, seit Jahren einmal wieder ausgemacht und dann das? Er fährt genau bei unserer Ankunft weg? Das ist ein schlechter Scherz.", sagte er und wurde bei jedem Wort gereizter. "Yoongi-", "Ach leck mich doch einfach", und somit schmiss er seine Waffe auf den Boden, bei welcher, beim Aufschlag, etwas aufsprang. "Yoongi...", sagte ich erneut, packte meine Waffe weg und legte meine Hand auf seine Schulter. Er blickte mich an und ich musste kurz schlucken, bevor ich das nächste von mir gab. "Lass uns nach Hause gehen". Kurz herrschte eine Stille zwischen uns beiden, bevor er nickte und ich seine nun kaputte Waffe aufhob. Wir beide gingen wieder zurück zu seinem Auto, setzten uns herein und fuhren nach Hause.

Am nächsten Tag durften wir Namjoon erklären, dass uns Daewon entwischt ist. Er verstand dies, doch Yoongi wirkte noch immer genervt von dieser Situation und setzte sich erneut stundenlang vor seinen Computer ohne jegliche Pause, um Daewon erneut auszufinden.

"Yoongi", kam es ruhig von mir, als ich mich an die Wand neben ihn lehnte. "Mach bitte eine Pause-", "Geht nicht", unterbrach er mich und hielt sein Blick noch immer auf den Bildschirm vor ihm gerichtet. "Und wie das geht", somit stützte ich mich von der Wand ab, ging auf ihn zu, griff nach seiner Mause und pausierte das Video, welches er sich gerade ansah. "Jungko-", weiter kam er nicht, denn ich drehte seinen Kopf zu mir, sodass er mir in die Augen blicken konnte. Sachte legte ich meine Hand an seine Wange und strich über sie. "Komm ein Gang runter... Du übernimmst dich nur wieder", "Werd ich nicht-", "Es ist mir egal, aber wir haben das schon einmal durch und noch einmal will ich das nicht. Du machst dich die letzten Tage wieder komplett fertig, nur weil du Daewon finden willst. Du arbeitest hier ohne Pause... ich muss dich dazu regelrecht zwingen, dass du eine machst und sobald wir Zuhause sind, wirst du von Kopfschmerzen geplagt, weil du dich die ganze Zeit anstrengst und deinem Körper keine Gelegenheit mehr gibst, dich auszuruhen.", sagte ich ruhig, dennoch streng und blickte ihm noch immer in seine Augen. "Jungkook... ich-", aber weiter sprach er nicht, denn er brach selber ab und senkte seinen Kopf. Kurz seufzte ich, kniete mich aber wenig später vor ihm hin und zog ihn in eine Umarmung. "Ich will nur das es endlich vorbei ist", murmelte er. "Dabei darfst du dich aber nicht selber zerstören. Das ist nur das was er will. Er wusste bestimmt davon, dass wir kommen werden und hatte dies geplant. Er will, dass du dich selber zerstörst.", gab ich sanft von mir und strich über seinen Rücken. Doch Yoongi gab mir keine Antwort mehr, das einzige was ich spürte, war wie etwas auf meinen Hals tropfte. Leicht drückte ich Yoongi weg und sah, wie vereinzelt und stumm einige Tränen seine Wange hinunterglitten. "Süßer... Yoongz... bitte nicht weinen. Ich kann dich nicht weinen sehen und das war schon immer so.", sagte ich, als ich ruhig, und mit meinen eigenen Tränen zu kämpfen hatte, seine Tränen wegwischte. "Es tut mir leid", flüsterte er nur noch kaum hörbar und konnte seine Tränen nicht mehr halten. Ab da an wurde mir klar, er war mit seinen Nerven am Ende. Sofort zog ich ihn wieder in meine Arme und strich beruhigend über seinen Rücken. "Wollen wir für heute aufhören?", doch er schüttelte nur seinen Kopf. "Yoongi!", "Wir brauchen jede Zeit-", "Nicht, wenn du keine Nerven mehr hast", unterbrach ich ihn. "Wir gehen nach Hause", und somit verstärkte sich sein Griff und seinen Kopf vergrub er immer mehr in meinem Pullover.

Am nächsten Tage begann das gleiche Spiel wieder von vorne, nur mit zwei Unterschieden. Er machte mehr Pause und...

"Jungkook!", sofort blickte ich auf und schaute ihn fragend an. "Ja?", hing ich noch dazu, da ich sah, dass Yoongi mein fragenden Ausdruck gar nicht hätte sehen können. "Ich habe ihn", sagte er nur und noch immer hing sein Blick auf diesen Bildschirm. "Daewon?", und daraufhin nickte er und sofort stand ich auf, um mir diese Aufnahme anzuschauen. Es war das gleiche Szenario, wie vor 5 Tagen. Daewon, bewaffnet, mit anderen Personen an einem Auto. "Yoongi... bist du dir sicher, dass es nicht wieder-", "Es ist mir so egal", und somit stand er auf, schnappte sich sein Handy und seine neue Waffe. "Was hast du vor?", war das einzige was ich herausbrachte. "Nach was sieht es denn wohl aus? Ich geh da jetzt hin", gab er von sich und somit weiteten sich meine Augen und blitzschnell stellte ich mich ihm in den Weg. "Nein wirst du nicht", "Und wie ich das werde-", "Min Yoongi, du weißt nicht einmal ob das eine Fake Aufnahme ist, oder ob er genauso lange bleibt, wie beim letzten Mal. Außerdem müssten wir erst einmal Namjoon Bescheid geben.", unterbrach ich ihn. "Jungkook, lass mich durch.", "Nein, du bleibst hier. Das ist zu gefährlich.", "Es ist mein Leben Jungkook. Lass mich durch. Bleib du gerne hier, aber ich würde gerne diesen Fall endlich beenden.", kam es recht Monoton von ihm und dabei drückte er mich leicht zur Seite, um nach der Türklinke zu greifen. "Mit deinem Leben?", gab ich leicht sprachlos von mir. "Wenn es sein muss.", waren seine letzten Worte, bevor er den Raum verließ und ich sprachlos und nicht glauben im Raum stand. Ich blickte gegen die Tür und konnte nichts anderes als diese in einem Tunnelblick anzustarren. "Yoongi...", hauchte ich kaum hörbar, griff nach meiner Waffe und folgte ihm aus dem Büro. Schnell blickte ich um mich, doch er war nicht mehr zu sehen, weshalb ich schnell die Treppen zum Ausgang hinunter ging, um festzustellen, dass ich ihn nicht einmal mehr da sehen konnte. "Nein, nein, nein...", war das einzige was ich sagen konnte.

Mit der Hoffnung, dass dieser vielleicht doch noch zurückkommen würde, stand ich noch weitere 10 Minuten draußen. Doch er kam nicht wieder, weshalb ich ungern wieder rein ging. Sobald ich unser Büro wieder betreten hatte, schmiss ich meine Waffe auf meinen Tisch und ging zu Yoongi seinem Computer, um mir erneut die Aufnahme anzuschauen, da ich wissen wollte, wo Yoongi jetzt hingehen wollte. Doch er hatte die Aufnahme nicht gestoppt, weshalb sie weiter ging und nun mittlerweile ein Park zu sehen war.

"Hoseok?", war das erste, was ich von mir gab, als ich das Büro von Jin und Hoseok betrat. "Hat dir Yoongi irgendwie geschrieben?", doch dieser schüttelte verwirrt seinen Kopf. "Und dir Jin?", doch dieser machte es Hoseok gleich. "Wieso sollte er?", "Weil er sich bei mir nicht mehr meldet", sagte ich und bei jedem Wort was ich von mir gab, wurde meine Stimme immer leiser. "Habt ihr euch gestritten?", kam es von Jin. "I-ich weiß es nicht", "Kookie komm rein", gab Hoseok sofort von sich, als er merkte, dass meine Stimme jeden Moment abbrechen konnte. "Was ist passiert?", und somit nahm er mich in den Arm, sobald er die Bürotür geschlossen hatte. "Yoongi hat Daewon wiedergefunden. Er ist los, ohne Namjoon Bescheid zu sagen. Ich wollte ihn davon abhalten, aber er wollte nicht auf mich hören und hat sich an mir vorbeigedrückt.", gab ich weinerlich von mir. "Wie lange ist das jetzt schon her?", fragte nun Jin. "3 Stunden", und ich sah, wie sich Jin und Hoseok Blicke zu warfen, welche nur sie verstanden. "Ich geh Namjoon Bescheid sagen. Hobi bleib bei Jungkook", und darauf spürte ich ein Nicken. "Vielleicht ist er auch schon wieder Zuhause und braucht erst einmal seine Ruhe... Ihm wird nichts passiert sein, Kookie", sprach Hoseok beruhigend auf mich ein.

Es dauerte etwas, bis Jin wiederkam, aber er kam nicht alleine, sondern mit Jimin, Tae und Namjoon zusammen. "Kookiiiiiie", kam es quengelnd von Tae. "Bitte nicht weinen", und somit legte er seine Arme um mich und Hoseok, da Hoseok mich noch immer im Arm hielt. "Und Yoongi hat sich wirklich nicht mehr bei dir gemeldet?", kam es von Namjoon und ich schüttelte meinen Kopf und er blickte nachdenklich nach unten.
"Wenn er bis morgen früh nicht wiederaufgetaucht ist, dann-", "Suchen wir nach ihm", vervollständigte Jimin Namjoon seinen Satz, weshalb dieser nickte.

...

Mit noch immer leichter Hoffnung betrat ich unsere Wohnung mit Hoseok, musste aber wenig später feststellen, dass Yoongi nicht hier war. "Jungkook willst du-", und ich schüttelte meinen Kopf, bevor ich mich in das Zimmer von mir und Yoongi begab, um mich dann wenig später auf das Bett zu setzen. Sachte zog ich mein Handy aus meiner Hosentasche, entsperrte dieses und öffnete ein Bild von Yoongi, welches ich gestern gemacht hatte.

"Wenn es sein muss...", wiederholte ich seine letzten Worte bevor er gang und blickte auf das Bild von ihm.


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2089 Wörter

Jiaa... Mental Breakdown neigt sich langsam zum Ende...

Ich schätze noch so 10 Kapitel

Aber ich hoffe euch hatte diese "Zusammenfassung" gefallen

💜💕

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