Kapitel 19
Nach weiteren zwanzig Minuten Fahrt lenkte Takahashi-san den Wagen auf den Parkplatz des Ginza Kitafuku – eines der exklusivsten Restaurants Tokios. Misakis Augen weiteten sich, als sie das elegante Gebäude erblickte, dessen moderne Architektur mit traditionellen japanischen Elementen verschmolz. Die sanft beleuchtete Fassade aus edlem Holz und Glas strahlte eine unaufdringliche, aber unmissverständliche Eleganz aus.
„Das … das ist das Ginza Kitafuku?", flüsterte sie, als hätte sie Angst, ihre Stimme könnte die Atmosphäre des Ortes stören. „Dieses Restaurant ist berühmt. Manche Leute sparen Monate, um hier einmal essen zu können.“
Takahashi-san zog die Augenbrauen leicht hoch und stieg gelassen aus dem Auto. „Dann sollten Sie diesen Abend wohl genießen", bemerkte er trocken, während er um den Wagen herumging und die Tür auf ihrer Seite öffnete.
Misaki war kurz sprachlos – nicht nur wegen der galanten Geste, die sie nicht von ihm erwartet hatte, sondern auch wegen der Welle von Nervosität, die sie plötzlich überkam. Was, wenn sie sich hier blamierte? Sie hatte von den komplizierten Menüfolgen gehört, von der Etikette, die man hier beherrschen musste. Als sie aus dem Wagen stieg, streifte sie ihre Hand nervös an der seidigen Schicht ihres Kleides entlang.
„Ich hoffe, ich bin … angemessen gekleidet", murmelte sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern.
Takahashi-san musterte sie mit einem kurzen, prüfenden Blick, bevor er ein kaum wahrnehmbares, aber unerwartet sanftes Lächeln andeutete. „Sie sehen … passend aus", sagte er, und obwohl seine Worte nüchtern klangen, fühlte sie ein seltsames Prickeln bei seinem Blick.
Gemeinsam traten sie die paar Schritte zum Eingang des Restaurants, wo ein elegant gekleideter Mitarbeiter sie begrüßte und in das Innere führte. Das Ambiente war atemberaubend: gedämpftes Licht fiel auf makellose Holztische, die von kunstvoll arrangierten Pflanzen und schlichten, aber erlesenen Dekorationen umrahmt waren. Die Luft war erfüllt von einem subtilen Duft nach frisch zubereitetem Fisch und edlen Gewürzen. Misakis Augen wanderten ehrfürchtig durch den Raum, während Takahashi-san neben ihr ruhig blieb, als sei dies für ihn Alltag. Natürlich, dachte sie. Jemand wie er passt hierher – in diese Welt voller Eleganz und Prestige.
„Wir haben einen reservierten Raum", erklärte Takahashi-san dem Kellner, der sich mit einer tiefen Verbeugung abwandte, um sie zu führen.
Misakis Nervosität wuchs mit jedem Schritt. Was erwartete sie in diesem Raum? Und vor allem – wie sollte sie sich inmitten all dieser Perfektion behaupten? Der Kellner führte sie durch einen schmalen Korridor, der von dezenten Laternen beleuchtet wurde. Die gedämpften Schritte ihrer Schuhe auf dem Holzboden hallten leise wider, während Misakis Nervosität mit jedem Schritt wuchs. Sie fühlte die Spannung in der Luft – nicht nur wegen der Umgebung, sondern auch wegen Takahashi-san, der schweigend neben ihr herging. Schließlich öffnete der Kellner eine verschiebbare Tür aus edlem Bambus.
Dahinter befand sich ein privater Raum, schlicht, aber von einer fast überwältigenden Eleganz. Der niedrige Tisch war bereits mit kunstvoll arrangierten Porzellanschalen und Kristallgläsern gedeckt, während in der Mitte ein kleines Blumengesteck stand.
„Bitte nehmen Sie Platz", sagte Takahashi-san und deutete auf ein Kissen, das strategisch gegenüber von ihm positioniert war.
Misaki setzte sich vorsichtig und strich unbewusst den Stoff ihres Kleides glatt, während ihr Blick kurz über den Raum glitt. „Ich … hätte nicht gedacht, dass wir in einem privaten Raum sitzen", murmelte sie, ihre Stimme unsicher.
„Das ist Standard bei solch geschäftlichen Treffen", erklärte Takahashi-san sachlich, während er sich selbst setzte und mit einer Geste dem Kellner bedeutete, die Getränke zu bringen. „Diskretion ist in Verhandlungen wie diesen unerlässlich.“
Misaki nickte, doch ihr Herz raste. Der Gedanke, bei einer so wichtigen Verhandlung dabei zu sein, ließ sie sich winzig klein fühlen. „Und … wann kommen die anderen Gäste?“
„Sie sollten bald eintreffen.“ Takahashi-sans Stimme war ruhig, aber seine Augen musterten sie mit einem durchdringenden Blick, der sie wieder nervös machte. „Bis dahin … entspannen Sie sich. Das ist schließlich auch eine Gelegenheit für Sie, etwas zu lernen. Und bitte, nennen sie mich am heutigen Abend Shouta, als meine Begleitung kommt es besser, wenn sie mich bei meinem Vornamen nennen.“
Misaki lächelte verhalten und wollte gerade eine höfliche Erwiderung finden, als die Tür erneut geöffnet wurde. Zwei Männer traten ein – beide elegant gekleidet, mit einem Auftreten, das ihre hohe Stellung sofort verriet. Misaki erhob sich hastig und verneigte sich tief, so wie es die Etikette verlangte.
Shouta hingegen blieb sitzen, nur ein höfliches Nicken zeigte seine Begrüßung. „Yamada-san, Fujimoto-san. Schön, dass Sie es einrichten konnten.“
Die beiden Männer setzten sich mit geübter Eleganz an den Tisch, ihre Blicke musterten Misaki kurz, bevor sie sich Shouta zuwandten. „Und wer ist diese junge Dame?", fragte einer der Männer – Yamada-san, wie Misaki aus Shoutas Begrüßung schloss – mit einem Hauch von Interesse in der Stimme.
„Das ist Misaki, eine unserer talentierten Mitarbeiterinnen", erklärte Shouta knapp, seine Stimme kühl, aber bestimmt. „Sie begleitet uns heute Abend.“
Misaki spürte die Blicke der beiden Männer auf sich ruhen und zwang sich zu einem höflichen Lächeln. „Es ist eine Ehre, an diesem Treffen teilnehmen zu dürfen", sagte sie mit einem kleinen, respektvollen Nicken.
Yamada-san lächelte leicht. „Talentiert, sagen Sie? Das will ich hoffen. Solche Abende sollten schließlich nicht verschwendet werden.“
Misakis Wangen brannten, aber bevor sie etwas sagen konnte, erhob Shouta das Wort. „Lassen Sie uns direkt beginnen. Die Zeit ist kostbar.“
Das Gespräch drehte sich bald um Zahlen, Strategien und Marktanalysen, und Misaki war fasziniert von der Präzision und dem Selbstbewusstsein, mit dem Shouta die Diskussion führte. Doch immer wieder ertappte sie sich dabei, dass ihr Blick zu ihm wanderte – zu seinem entschlossenen Gesicht, den scharfen Zügen, der Ruhe, die er ausstrahlte. Die Gespräche zwischen dem jungen Mann und den beiden Geschäftsleuten wurden intensiver, ihre Stimmen blieben stets höflich, doch die Diskussionen waren eindeutig von strategischer Schärfe geprägt.
Misaki, die schweigend an ihrer Seite des Tisches saß, versuchte alles in sich aufzunehmen. Es war beeindruckend, wie Shouta jede Frage souverän beantwortete und dabei keine Sekunde an Kontrolle verlor.
Yamada-san legte plötzlich die Handflächen flach auf den Tisch und lehnte sich leicht vor. „Takahashi-san, Ihr Vorschlag klingt zwar vielversprechend, aber was garantiert uns, dass Yugen Games diese Exklusivität auch wirklich zu unserem Vorteil nutzen wird?“
Shouta lehnte sich entspannt zurück, ein Schatten eines Lächelns auf seinen Lippen. „Unsere bisherigen Spiele sprechen für sich. Wir haben stets bewiesen, dass wir Innovation und Qualität liefern können. Mit der Exklusivität auf Ihrer Konsole können wir unsere Ressourcen fokussieren und ein Spielerlebnis schaffen, das nicht nur Ihre Verkaufszahlen steigern wird, sondern auch Ihren Markennamen stärkt.“
„Schöne Worte", mischte sich Fujimoto-san ein, sein Ton skeptisch. „Aber wie sieht es mit konkreten Ideen aus? Exklusivität allein ist kein Garant für Erfolg.“
Misaki spürte die Spannung steigen und war überrascht, als Shouta plötzlich mit seinen dunklen Augen zu ihr blickte. „Misaki", sagte er mit ruhiger Autorität, „erklären Sie unseren Gästen doch einmal die Pläne für unser kommendes Projekt. Ich glaube, Ihre Perspektive könnte die Herren interessieren.“
Misakis Herz setzte für einen Moment aus. Hier? Jetzt? Vor diesen einflussreichen Männern? Doch in Shoutas Blick lag eine stille Zuversicht, die sie ermutigte. Sie räusperte sich und versuchte, die Nervosität in ihrer Stimme zu unterdrücken. „Natürlich Shouta", begann sie und legte die Hände gefaltet auf den Tisch, um ihre Nervosität zu verbergen. „Unser nächstes Projekt ist darauf ausgelegt, die Grenzen der Erzählkunst in Spielen zu erweitern. Es kombiniert eine dynamische, interaktive Geschichte mit revolutionärer Grafik und einem kooperativen Gameplay, das sich nahtlos in die Plattform Ihrer Firma einfügt.“
Yamada-san hob eine Augenbraue, sichtlich interessiert. „Und wie genau wollen Sie das umsetzen?“
Misaki atmete tief durch und fuhr fort: „Wir nutzen fortschrittliche KI-Mechaniken, um jede Entscheidung des Spielers bedeutend zu machen, während wir gleichzeitig auf eine narrative Tiefe setzen, die emotionale Verbindungen schafft. Es wird ein Erlebnis, das Spieler nicht nur unterhält, sondern sie tief berührt.“
Die beiden Männer sahen sich an, ein Ausdruck von Anerkennung in ihren Gesichtern. „Interessant", murmelte Fujimoto-san. „Das klingt ambitioniert. Und Sie glauben, dass Ihre Firma das stemmen kann?“
„Wir wissen es", sagte Shouta mit Nachdruck, bevor Misaki antworten konnte. „Mit Mitarbeitern wie Misaki in unserem Team gibt es keinen Zweifel an unserem Erfolg.“
Misakis Wangen wurden heiß, doch sie hielt den Blick gesenkt, um ihre Verlegenheit zu verbergen. Die Diskussion drehte sich weiter um technische Details und Vertragsklauseln, doch Misaki fühlte ein unerwartetes Gefühl von Stolz. Shoutas Vertrauen in sie – ob bewusst oder unbewusst – hatte ihr Selbstbewusstsein gestärkt.
Nach einer weiteren Stunde angeregter Gespräche standen die Männer schließlich auf. „Takahashi-san, das war ein sehr aufschlussreiches Treffen", sagte Yamada-san, während er ihm die Hand reichte. „Ich werde die Vorschläge mit meinem Team besprechen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir bald zu einer Einigung kommen.“
„Das hoffe ich", erwiderte Shouta mit einem höflichen Nicken. „Vielen Dank für Ihre Zeit.“
Als die beiden Männer den Raum verließen, ließ Misaki erleichtert die Schultern sinken. „Habe ich das … gut gemacht?", fragte sie leise.
Shouta sah sie mit einem unergründlichen Blick an, doch seine Stimme war warm, als er sagte: „Mehr als das. Sie haben beeindruckt.“
„Du bist dir sicher, Shouta?", fragte Misaki, ihre Stimme war leise, fast zögerlich, während ihre Augen ihn suchten. Es fühlte sich ungewohnt an, ihn so informell anzusprechen, und sie konnte den leichten Stich von Unsicherheit nicht unterdrücken.
Shouta nickte langsam, sein Blick unverändert ernst, doch die Härte seiner sonst so undurchdringlichen Miene schien einer leichten Wärme gewichen zu sein. „Ganz sicher. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir einen vollen Erfolg gelandet haben", fuhr Shouta fort, seine Stimme trug einen Anflug von Zufriedenheit. „Das sollten wir feiern.“
„Feiern?“ Misaki hob leicht eine Augenbraue, ihre Neugier geweckt. „Und … wie genau stellst du dir das vor?“
Ein schelmisches Funkeln blitzte in Shoutas sonst so nüchternen Augen auf, und ohne zu zögern, winkte er den Kellner heran. „Eine Flasche eures besten Sakes, bitte.“
Misakis Magen zog sich zusammen. Sie wusste, dass Alkohol und sie keine gute Kombination waren. Doch sie wollte ihn nicht enttäuschen, nicht nach dem Vertrauen, das er in sie gesetzt hatte. Als der Kellner die Flasche auf den Tisch stellte und zwei kleine Porzellanschälchen einschenkte, sah Misaki zu, wie die klare Flüssigkeit sich in den Bechern spiegelte.
Shouta hob sein Glas und hielt es ihr entgegen. Sein Blick war ruhig, doch sein Lächeln hatte etwas Lässiges, fast charmantes. „Auf den Erfolg – und auf dich, Misaki. Ohne deinen Einsatz wäre das heute nicht möglich gewesen.“
Misakis Atem stockte für einen Moment. Die Worte – seine Worte – hallten in ihrem Kopf nach, und sie fühlte, wie ihre Brust warm wurde.
Sie zögerte nur kurz, bevor sie ihr Glas hob und vorsichtig gegen seines stieß. „Auf … uns", murmelte sie leise und brachte das Glas an ihre Lippen.
Der Sake brannte leicht in ihrem Hals, und sie musste ein wenig husten, was Shouta ein leises Lachen entlockte. „Nicht dein Lieblingsgetränk, wie ich sehe", bemerkte er amüsiert, lehnte sich jedoch zurück und schien die Situation zu genießen.
„Nicht wirklich", gab Misaki zu und rieb sich verlegen den Nacken. „Aber … es geht ja um die Geste, nicht wahr?“
„Das tut es", stimmte Shouta zu, sein Ton weicher als gewohnt. Für einen Moment verfiel der Raum in eine angenehme Stille, nur unterbrochen vom gedämpften Klirren von Geschirr und leisen Gesprächen anderer Gäste.
Misaki nahm die Gelegenheit wahr, ihn genauer zu betrachten. Der Mann, der ihr normalerweise wie eine unnahbare, perfekte Statue erschien, wirkte jetzt irgendwie … greifbarer. Der Schatten eines Lächelns spielte um seine Lippen, und seine Haltung war entspannt, fast ungezwungen. Der Sake floss weiter, und obwohl Misaki sich vorgenommen hatte, nach dem ersten Glas aufzuhören, konnte sie sich der Situation nicht entziehen.
Shouta schien vollkommen unbeeindruckt von der Wirkung des Alkohols, während sie selbst bereits nach dem zweiten Glas eine leichte Benommenheit verspürte. Ihre Wangen brannten, und sie spürte, wie ihre Zunge etwas lockerer wurde, als es ihr lieb war.
„Also, Shouta", begann sie und lehnte sich ein wenig zu ihm herüber. Ihre Stimme war etwas lauter und deutlich unbefangener als zuvor. „Ich … Ich muss sagen, ich hätte nie gedacht, dass mein Chef, der gefürchtete Takahashi-san, so … charmant sein kann.“
Shouta hob eine Augenbraue, ein amüsiertes Lächeln spielte um seine Lippen. „Gefürchtet, ja? Und warum genau bin ich so furchteinflößend?“
Misaki stützte ihren Kopf auf ihre Hand, während sie ihn mit einem verschwörerischen Blick ansah. „Weil du immer so ernst bist! So … so perfekt. Weißt du, das ist ziemlich einschüchternd. Von einigen Damen in der Abteilung wirst du auch als Eisprinz betitelt und...ich kann verstehen woher das kommt. Aber jetzt …“ Sie machte eine dramatische Geste mit ihrer Hand. „Jetzt bist du irgendwie … menschlicher. Das ist … nett.“
Er lachte leise, seine Stimme tief und angenehm. „Menschlicher, sagst du? Ich wusste nicht, dass ich vorher ein Roboter war.“
„Kein Roboter", korrigierte sie ihn mit einem ernsten Gesichtsausdruck, bevor sie wieder in ein breites Grinsen verfiel. „Mehr wie ein … Stein. Aber ein schöner Stein. Wie so ein … Diamant oder so. Zumindest vom Aussehen her.“
Shouta konnte nicht anders, als lauthals zu lachen. „Ein Diamant? Das ist das erste Mal, dass mich jemand so beschreibt.“
Misaki winkte ab, ihre Bewegungen waren inzwischen unkoordiniert. „Ach, das macht doch nichts. Ich meine, ich sage nur, was ich denke. Weißt du, ich denke eigentlich oft viel zu viel. Aber manchmal denke ich auch zu wenig. Und jetzt … jetzt denke ich irgendwie, dass dieser Sake viel zu gut schmeckt.“
„Vielleicht solltest du langsamer machen", schlug Shouta vor, doch in seiner Stimme lag keine Strenge, sondern sanfte Besorgnis.
„Ach was!“ Misaki hob ihr Glas, verschüttete dabei fast ein wenig, bevor sie es triumphierend hochhielt. „Ich bin stark! Ich kann das! Außerdem …“
Sie beugte sich näher zu ihm, ihre Augen halb geschlossen. „Ich bin neugierig. Was macht dich so unerschütterlich, hmm? Sag mir dein Geheimnis, Shouta.“
Shouta hielt ihrem verschwommenen Blick stand, sein Lächeln wurde weicher. „Kein Geheimnis, Misaki. Nur Übung und vielleicht ein bisschen mehr Erfahrung, was solche Abende angeht.“
„Erfahrung, ja?“ Misaki kicherte, ihr Kopf sank ein wenig tiefer, während sie ihn noch immer ansah. „Das klingt so … erwachsen. Aber weißt du was?“ Sie richtete sich plötzlich wieder auf und zeigte mit dem Finger auf ihn. „Ich glaube, ich habe heute Abend eine neue Seite von dir entdeckt. Und die gefällt mir.“
Shouta schüttelte leicht den Kopf, seine Augen funkelten belustigt. „Ich glaube, du wirst dich morgen nicht mehr an diese Entdeckung erinnern.“
Misaki runzelte die Stirn und winkte erneut ab. „Ach Quatsch. Ich vergesse nie etwas!“ Ihre Worte wurden von einem leisen Kichern unterbrochen, als sie bemerkte, dass sie ihr Glas falsch herum hielt. Shouta lehnte sich zurück, nahm einen weiteren Schluck seines Sakes und beobachtete sie, eine Mischung aus Amüsement und Zuneigung in seinem Blick.
„Misaki", begann er schließlich und nahm ihr sanft das Glas aus der Hand, bevor sie es umstürzen konnte. „Ich glaube, du hast genug für heute.“
Sie wollte protestieren, doch in ihrem halb beschwipsten Zustand konnte sie nicht anders, als ihm zuzustimmen. „Vielleicht hast du recht", murmelte sie, ihre Augen wurden schwer, doch sie lächelte immer noch. „Aber weißt du, Shouta … du bist gar nicht so schlimm, wie ich dachte.“
„Das nehme ich mal als Kompliment", antwortete er trocken, seine Stimme jedoch voller Wärme.
Und während Misaki langsam gegen die Müdigkeit ankämpfte, blieb Shouta ruhig und wachsam an ihrer Seite, bereit, sie sicher durch den Rest des Abends zu begleiten.
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