35.

A/N
Auch das zweite Kapitel ist an meine Schwester gewidmet, hoffe es gefällt dir, _Kaetzchen_.

Ich möchte euch bitten, hier am Ende des Kapitels einen Kommentar zu hinterlassen, es würde mich echt freuen, eure ehrliche Meinung dazu zu hören.

Viel Spaß beim Lesen ♡♡♡♥♥♥ ☆→★

'Ding Dong', ertönte die Klingel. Ich legte meinen Zeichenblock zur Seite und begab mich zur Tür. Währenddessen überlegte ich verwundert, wer mich denn um neun Uhr abends noch besuchen würde.

Als ich die Tür öffnete, sah ich Alex, der nervös überall hin guckte, nur nicht zu mir. "Hi?", nuschelte er leise, doch ich verstand ihn trotzdem. "Kann ich rein kommen?", fragte er schüchtern und kratzte sich am Hinterkopf. Heiß, kommentierte ich in Gedanken, doch ich versuchte, mich davon nicht beirren zu lassen.

"Ähm, ungern, meine Mutter schläft schon und ich möchte sie nicht aufwecken. Aber wir können in den Garten, wenn du willst", antwortete ich. Er nickte, woraufhin ich ihn in den Garten führte. Ich bot ihm einen Stuhl an, doch er bevorzugte, wie ich, das Gras. Also setzten wir uns nebeneinander hin und schwiegen. Es war ein unangenehmes Schweigen, ich hasste es. Wieso benahm er sich so komisch? Er war doch sonst nicht so. Trotzdem wartete ich darauf, dass er den ersten Schritt machte, dass er anfing zu reden. Ich wusste nicht, ob ich schwieg, weil ich nichts zu sagen hatte, oder ob ich ihm die Gelegenheit geben wollte, die richtigen Worte zu finden. Aber letztendlich war es auch egal, ob ich aus egoistischen Gründen schwieg oder aus selbstlosen, der Punkt war, ich dachte Schwachsinn. Das tat ich immer in seiner Nähe, wenn keiner etwas sagte. Verdammt! Wieso musste ich mich auch ausgerechnet in ihn verlieben? Es wäre so viel schöner, wenn ich wenigstens etwas Hoffnung hätte, dass er meine Gefühle erwiderte. Aber das tat er nicht.

Ich beobachtete ihn, während er ein paar Grashalme ausrupfte. Mein armer, gepflregter Rasen, aber das war mir im Moment egal, ich wollte einfach nur wissen, was ihm auf dem Herzen lag. Interessiert beobachtete ich jede seiner Bewegungen. Auch wie er mehrmals tief ein- und ausatmete, um sich zu beruhigen. Da er aber nicht aufhörte, mit den Grashalmen zu spielen, nahm ich an, dass die Atemübungen nicht funktionierten.

Dann, als ich es vor lauter Neugierde kaum mehr aushielt, platzte er endlich mit der Nachricht raus, die ihm auf der Zunge brannte. Und was ich da hörte, hätte ich niemals in meinem kurzen Leben erwartet.

"Ich habe mich in Louis verliebt!"

Bitte hasst mich nicht!
Ps: Ich würde jetzt alles dafür geben, dein Gesicht zu sehen.

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