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Nach fast zwei Jahren geht die Geschichte weiter... ich hoffe, es ist noch jemand da der sie liest! >.<
Taehyung
Die warme, große Hand an meinem Hintern lässt mich leise seufzen und träge zur Seite drehen. Müde schlage ich die Augen auf und blicke direkt in Seokjins lächelndes Gesicht, der mir jetzt einmal neckisch in mein weiches Fleisch kneift. Stimmt ja, mein Freund ist über Nacht geblieben um mich weiter begrapschen zu können.
„Ey", protestiere ich schwach und immer noch nicht ganz wach, was ihn dazu bringt auf seine volle Unterlippe zu beißen.
„Mh, ich liebe deine Morgenstimme", komplimentiert Seokjin mich und ich lächele leicht. „Hör auf dich einzuschleimen, du hast mich doch schon rumgekriegt."
„Wie kann es Schleimen sein, wenn ich doch die Wahrheit sage?", grinst er.
Es ist gut das ich liege, denn sonst wäre ich wohl auf seiner Schleimspur ausgerutscht.
Meine Antwort ist nur ein kleiner Klaps auf den Oberarm, ehe meine Augen wieder von alleine zufallen. Ich bin so entsetzlich müde.
„Nicht wieder einschlafen. Ich will deine Aufmerksamkeit", schmollt Jin etwas und ich öffne meine Augen für wenige Millimeter, während meine Augenbraue skeptisch in die Höhe wandert.
„Du willst nur an meinen süßen Hintern."
„Nicht nur." Jin gibt mir ertappt einen Kuss auf die Wange und ich kann nicht anders als zu lächeln: „Na gut, wer würde das nicht bei meinem Hintern wollen?"
Ich rolle mich auf den Bauch, um es Mister SexOnLegs zu erleichtern, meine runden Backen mehr oder weniger zärtlich zu tätscheln. Nachdenklich mustere ich sein viel zu schönes Gesicht, mit der ebenmäßigen Haut und den warmen Augen. Damn, I got really lucky.
„Du und ich, Urlaub."
Jin sieht mich irritiert an. „Für mehr Worte hat dein Morgenhirn wohl keine Kapazität, was? Du und ich, kein Urlaub."
„Warum?" Ich Schürze die Lippen und sehe ihn beleidigt von unten an. Eigentlich wollte ich an meinen Karibikvorschlag anknüpfen, aber anscheinend ist mein ach so toller Freund nicht daran interessiert, sexy Zweisamkeit mit mir an irgendeinem Strand zu verbringen.
Jin stützt sich etwas mehr auf und sieht tadelnd auf mich hinab. „Weil du Uni hast und so eine Reise schweineteuer ist. Außerdem hänge ich total auf der Arbeit hinterher und weil ich so viel Zeit mit und in dir verbringe, sammele ich nicht genügend Seelenlichter ein."
Schnell mache ich noch größere Augen und sehe ihn bittend an: „Ach komm schon. Wir teleportieren uns einfach, das geht schnell und ist total gratis!"
„Und dann verbringen wir die Tage mit einem kranken Taehyung. Süßer, du lagst schon nach den zehn Kilometern von meiner Wohnung zu deinem Haus für zwei Tage flach, dann werde ich sowas nicht abziehen!"
Also dafür das er mein Leben sonst für irgendwelche Experimente so gerne in Gefahr bringt, ist er jetzt ganz schön Anti.
„Na gut, ich dachte es wäre sinnig um mehr über mich und meine zwei Seelenlichter zu erfahren. Du bist vermutlich eh nicht stark genug, um mich über die Distanz hin mitzunehmen," stichele ich nur und wende mich ab. Zufrieden lasse ich mich wieder tief in mein Kissen plumpsen und schließe die Augen.
3. 2. 1....
„Pack deine Sachen. Sag deinem Vater das du ein paar Tage mit mir verbringst, ich melde dich im Café krank. In einer Stunde geht es los."
Und mit diesen Worten verschwindet der attraktive und absolut vorhersehbare Tod neben mir und kann daher leider nicht mehr das triumphale Lächeln auf meinem Gesicht sehen.
Immer noch etwas verschlafen stehe ich zufrieden aus meinem Bett auf und genehmige mir erst einmal eine Dusche. Später mache ich mich fertig und stehe mit der Zahnbürste im Mund vor meinem viel zu großen Kleiderspiegel. Was soll ich bloß anziehen?
Von einem Koffer hat Jin nichts gesagt, daher denke ich, ich kann nur einen Rucksack mit dem Nötigsten mitnehmen. Mein Geldbeutel, Ausweis und vielleicht noch eine Hose? Die Unterwäsche kann ich eh weglassen, denke ich grinsend und packe noch zwei weitere Hemden ein. Dazu noch eine Badehose und schon ist der winzige Rucksack gut gefüllt. Sonnencreme und alles zum Waschen schmeiße ich nachlässig ebenfalls rein und stelle dann zufrieden fest, dass ich für einen Kurztrip an den Strand alles haben sollte.
Für heute entscheide ich mich für eine lockere kurze Hose, ein kurzes hellgraues Hemd, was ich etwas zu weit offen stehen lasse und dunkle Flipflops. Noch eine Sonnenbrille und voilá - dank meinem blenden Aussehen sehe ich auch in etwas Simplem atemberaubend aus.
Mein Vater ist arbeiten, deshalb rufe ich ihn nur schnell an. Er klingt mehr oder weniger begeistert, aber da er scheinbar ein kleiner Jin-Fanboy geworden ist, wünscht er mir einfach nur viel Spaß bei meinem Freund. Man, der süße Tod wickelt auch echt jeden um den Finger.
„Und? Bist du fertig?"
Mein Herz springt mir vor Schreck aus der Brust und ich wirbele herum, nur um Jin zu sehen der sich irritiert an der Nase kratzt. „Bei dir ist es immer so staubig!"
„Du hast mich erschreckt", fauche ich ihn an und komme dann näher. Meinen Rucksack schultere ich sofort und gedanklich gehe ich nochmal durch, ob ich wirklich alles habe. Meine Arme schlinge ich fest um Seokjins Bauch und drücke mein Gesicht in seine breite Brust. „Sorry, Prinzessin. Also. Kann's losgehen ?" Er drückt mir kurz einen Kuss auf den Kopf und ich nicke, während ich die Augen schließe.
Einmal noch atme ich tief ein um mich auf das Kommende vorzubereiten und bete innerlich, dass auch auf der längeren Strecke nicht mehr passiert, als das letzte Mal. Dann spüre ich auch schon wieder das komische Gefühl und meine Gedanken verflüchtigen sich wie Pusteblumen im Wind. Eigentlich ist teleportieren gar nicht so schlecht, wenn es nicht diese blöden Nachfolgen hätte.
Der Spuk ist innerhalb weniger Sekunden wieder vorbei und ich tätige einen tiefen Atemzug, sobald ich realisiere, dass ich festen Boden unter den Füßen habe und meinen eigenen Körper wieder spüre.
„Wir sind da", erinnert mich Jin trotzdem nochmal und langsam löse ich meinen Klammergriff um ihn. Blitzend öffne ich meine Augen, die ich bisher fest geschlossen hatte und nehme noch etwas verschwommen meine Umwelt war.
Wir stehen wohl hinter einem Lokal, zwischen einigen Müllbeutel, aber das Rauschen des Meeres und die großen Palmen überall zeigen mir glasklar, dass wir nicht mehr in Korea sind.
„Sorry, aber ich konnte uns ja schlecht vor aller Augen am Strand erscheinen lassen", erklärt mein Freund mir unseren Landeplatz und dann schaut er mich besorgt an. „Wie geht es dir?"
Ich horche etwas in mich hinein und runzele dann die Stirn. „Irgendwie erstaunlich gut...", murmele ich und sehe nur, wie Jin mich plötzlich entgeistert anstarrt.
„Was denn?", patze ich etwas. „Darf es mir jetzt nach dem Springen nicht mehr gut gehen, oder was?"
„D-Das ist es nicht. Aber naja... du hast deine Gesundheit wohl mit etwas anderem eingebüßt", murmelt er und ich trete einen Schritt von ihm zurück. Mir rutscht mein Herz in die Hose, als ich an mir runtersehe und mir entkommt ein entgeisterter und kläglicher Laut. Das darf doch nicht war sein!
Ich stehe vollkommen nackt in der Karibik.
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