-3-

Die nächste große Stadt nutzen sie um ihre Vorräte aufzufüllen. Denn seit tagen waren sie Unterwegs und langsam gingen sie wirklich zur neige. ,,Ich habe noch drei Eintöpfe." Ethan hob seinen blick, und packte den Inhalt seines Rucksackes wieder ein. ,,Die mit Huhn, oder mit Rind?" Fragte Alex voller Hoffnung. Die mit Rind schmeckten einfach nicht. Sie schmeckten unendlich komisch, ein wenig wie Gummi mit Gemüsebrühe. Er lachte leise. ,,Mit Rind." Alexander verdrehte ihre Augen und legte das letzte saubere Wasser in die Tasche. ,,Wir Sollten bald wieder Wasser kochen. Sie hatten sich einen Filter gebaut. Aus Stoffresten, Kohle, steinen, und anderen Materialien. Damit filterten sie erst das Wasser, und dann kochten sie es ab. Ethan meinte das Filtern würde ausreichen, doch Alex fühlte sich nicht wohl dabei. Der Mann nickte und machte sich mental eine Notiz. ,,Vielleicht sollten wir einen Tag pause machen, wir sind nun schon lange unterwegs." Er machte sich sorgen um sie, das sie es nicht schaffte! ,,Vergiss es, wir müssen weiter!" Er hob seine Augenbrauen und nickte dann langsam. Mit Alex legte man sich besser nicht an, und auch wenn sie sich noch nicht so lange kannten wusste das Ethan. Alex war niemand die sich gerne was sagen ließ. Sie hatte gerne Kontrolle über ihr Handeln und auch mochte sie es, selber entscheiden zu können! Und so war es eine Selbstverständlichkeit für sie selber zu bestimmen! Immerhin hatten sie noch gute 150 Kilometer vor sich, und das Tempo welches sie zur zeit an den Tag legten, war nicht sehr atemberaubend!
Eine halbe stunde später kam sie an der ersten Wohnungssiedlung an. Ihr plan war meistens der Selbe. Sie suchten sich am Randgebiet große Straßen, mit wenig Häusern. Dann suchten sie nach offensichtlichen Beschädigungen - die darauf hinweisten das dort bereits nicht mehr zu holen war, war dies nicht der fall betraten sie das Gebäude. Niemals alleine wo rein gehen, war die oberste und wohl auch wichtigste Regel! Alex sah sich um, und klopfte sachte gegen die Eingangstür. Eine nützliche angewohnheit wie sie fand. Wäre jemand drinnen, ob lebend oder Tod, so würden sie sich vor dem Geräusch erschrecken und sich mit lauten bemerkbar machen. Doch das erste Haus schien  leer zu stehen, und so betraten sie es langsam. Die Hauptziele waren auch immer die selben. Küche, Keller und Badezimmer! In der Küche und dem Keller fand man essbare Vorräte. Im Badezimmer Medikamente und Verbandsmaterialien. Alles zwingend benötigte Dinge zum Überleben. Wobei Medikamente ganz oben auf der Prioritäten liste standen. Antibiotika oder auch Schmerzmittel waren ein Segen in dieser Zeit! Wie oft hatte sich Alex schon woran verletzt, und die Antibiotika hatten sie vor einer lebensbedrohlichen Infektion geschützt! ,,Ich geh in den Keller - Check du die Küche." Obwohl sie fest davon ausgingen, das niemand hier war sprach Ethan leise. Es war sicherer. Man konnte niemals genügend auf Sicherheit achten! Sie nickte also, und betrat dann mit erhobenen Messer die Küche. Viel schien hier nicht mehr zu sein. Es wirkte nicht so als wären schon andere Überlebende hier gewesen, dafür war es zu ordentlich, aber es schien als hätten diese Leute die hier wohnten nicht wirklich auf Lebensmittel wert gelegt - welche sich lange halten lassen. Sie öffnete eine der orange Farbeneden Schublade und sah sich den Inhalt an. Würde Alex je eine Küche bauen, so wäre orange wohl nicht ihre erste Wahl gewesen. Sie fand Streichhölzer und sonst nur unnützen Kleinkram. Essen oder andere nützliche dinge fand sie jedenfalls nicht. Doch schien Ethan mehr erfolg gehabt zu haben. ,,Ich hab einige Dosen von Nudelsuppen gefunden!" Wären sie in der normaltität, in ihrem alten leben, dann hätte Alex sich wohl beschwert das sie so eintönig aßen und immer nur das selbe geholt wurde. Doch in Zeiten wie diesen, wo sie froh sein konnten überhaupt etwas zu haben, war sie dankbar um das Essen. ,,Ich hab Streichhölzer." Er nickte. Streichhölzer konnte man immer gebrauchen - grade wenn es geregnet hatte und das Holz und die Blätter nass waren, konnten Streichhölzer einiges Bewirken. Ethan befand es für wichtig noch in einigen anderen Häusern nach Medikamenten zu suchen, da ihr eigener Vorrat nicht mehr so groß war. Gesagt getan. Sie durchsuchten noch vier weitere Häuser, für welche sie im großen und ganzen etwa zwei Stunden gebraucht hatten. Sie nahmen sich meist nie länger als eine halbe stunde für ein haus vor. Denn es machte mehr sinn mehrere Häuser zu durchkämmen, als an einem hängen zu bleiben und am ende vermutlich mit leeren Händen dazustehen. Sie fanden allerdings trotz der Vier Häuser nicht viel. Ein wenig Ibuprofen, Verbände und ein weiteres Medikament - wo sie den zweck noch nicht ganz verstanden hatten. Als die Bewohner ihre Häuser verlassen hatten, waren die Medikamente wohl die Sachen die sie noch am ehesten hatten einpacken wollen. Sie waren sehr rar, und von daher war es Alex Nächste Erklärung, wieso sie so wenige fanden.
Als es dann schließlich dunkler und auch Kälter wurde, beschlossen sie in einem der Häuser Unterschlupf zu finden. Sie suchten sich eines der eher kleineren aus, und schoben die Couch vor das Fenster. Die vorhänge zogen sie zu, und Ethan hatte von den Schlafzimmern zwei Matratzen geholt und sie in die Mitte des Zimmers gelegt. Es war eine Willkommene Abwechslung mal nicht so im Wald am Feuer zu schlafen! ,,Möchtest du lieber Bohnen oder.. lieber Nudeln?" Ethan schmunzelte als er ihr zusah wie sie die Vorräte begutachtete. ,,Überrasche mich." seufzend nahm Alex die Bohnen. ,,Du kannst nicht jeden Tag sagen, das ich dich Überraschen soll!" Ethan baute grade seine Handfeuerwaffe auseinander, er hatte alex öfter versucht zu zeigen wie dies ging. Denn Ethan war der Meinung das wenn er mal sterben sollte - das sie es brauchte. Doch weigerte sich Alex beharrlich dies zu lernen! Er würde nicht sterben, also brauchte sie es nicht zu wissen! Er begann penibel die Waffe zu reinigen und sah zu Alex. ,,Wieso nicht?" Alex richtete sich auf um den kleinen Gaskocher zu holen und aufzubauen als sie ihn ansah. ,,wieso..nicht? Weil.." sie überlegte kurz. Einen ernsthaften Grund gab es natürlich nicht wirklich, und doch wollte nicht immer sie entscheiden. ,,wenn du Bauchschmerzen bekommst, weil wir immer Bohnen essen - dann darfst du nicht mit dir schuld geben!" Ethan lächelte sie nur noch breiter an. ,,Versprochen." Alex schüttelte ihren Kopf. ,,Spinner.."

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top