-2-


Alex glitt leichtfüßig über das dichte Unterholz des Waldes. Für Ihren Geschmack war Ethan viel zu laut, er stampfte und sprach ununterbrochen. Doch war das nun einmal seine Art mit dem ganzen hier klar zu kommen. Ihr ziel war eine Stadt. Ob sie noch stand wussten sie nicht. Doch hatten sie vor einigen Wochen über funk gehört, das es eine Gruppe überlebender gab die sich eine kleine Stadt aufgebaut hatten. Sie besaßen keinen Wagen, und so mussten sie den fast 200 Kilometer langen weg zu fuß zurück legen. Keine einfache Aufgabe wenn man versuchte die Hauptstraßen und größeren Städte zu umlaufen. Doch war dies ihre beste Chance, ihre einzige. ,,Lass uns ein spiel spielen!" Alex hob ihren Blick und sah auf den Rücken Ethans. Leise lachte sie. Das der Mann vor ihr dreiundzwanzig sein sollte, wagte sie wirklich zu bezweifeln. ,,Was für eins?" Fragte sie und nahm seine Hand, die er ihr reichte um über einen großen Baumstamm zu klettern. ,,Tiere raten." Wieso hatte Alex überhaupt gefragt? Es war immer Tierarten. ,,Gut aber ich fange an!" Bestand sie und löste sich aus seiner Hand, um ihren weg alleine fortzusetzen. Ethan schüttelte bestimmend seinen Kopf. ,,Nein, du hast das letzte mal angefangen!" Alexandra hob ihre Augenbrauen. ,,Ich habe gewonnen - Ich darf anfangen!" Meinte sie, ohne ihn anzusehen und ging an ihm Vorbei. Diese Regel hatten sie recht schnell beschlossen, da es immer streit gab wer jetzt beginnen durfte und wer nicht! Ethan legte kurz genervt seinen Kopf in den Nacken, bevor er der Frau folgte. ,,Ich hab eins!" Er zeigte mit seinem Messer, welches er in seiner Hand umher drehte und mit ihm herumspielte, auf sie und sprach mit ernster stimme. ,,Wenn du wieder mit irgendeinem Dinosaurier kommst - dann sind die Toten dein kleinstes Problem!" Lachend schüttelte sie ihren Kopf. ,,Kein Dino!" Meinte Alex, obwohl sie zu gern wieder den Triceratops genommen hatte. Erstaunlich oft wählte sie das Uhrzeit Geschöpf, und immer wieder kam er nicht drauf. Es war fast ein Running Gag geworden, zwischen den beiden. Er schmunzelte und schüttelte seinen Kopf. ,,Auch keine Mikrobe!" Alexandra lachte. ,,Jetzt fang einfach an, Ethan!" Er nickte und überlegte kurz. Wieso er immer schon bei den ersten fragen so ewig brauchte um sie zu stellen war ihr schon lange ein Rätsel gewesen. Sie sah wieder zu ihm, und sein konzentrierter Blick brachte sie zum Lachen. Dieses Gespräch wirkte so herrlich normal. Normal, wie früher! ,,Ethan!" Er hob beschwichtigend seine Hände. ,,Okay, okay! Hat es vier beine?"fragte er und sah die Frau an, um auch die Regung in ihrem Gesicht zu beobachten. Sie schmunzelte. ,,Du hast nun wirklich für diese frage 2 Minuten überlegt?" Er hob entschuldigend seine Hände, und sah sie aufmerksam an. ,,Ja, es hat vier Beine!" So wie vermutlich 80% aller Tiere! Er überlegte erneut, doch ließ er sich diesmal nicht ganz so viel zeit, bis er eine Entscheidung getroffen hatte, und stellte seine Frage: ,,Hat es Fell?" Alex nickte zur Bestätigung. ,,Lebt es an Land?" Erneutes nicken ihrerseits. Er hob seine Hand an sein Kinn, und schien nun noch genauer zu überlegen. Belustigt schüttelte sie ihren Kopf und bog auf einen Waldweg ein. Immer machte er sich so viele Gedanken, ohne wirklich zu..denken. Sie schmunzelte über ihren Gedanken und wandte ihre Aufmerksamkeit nun wieder dem weg zu. ,,Ein Elefant!" Alex verdrehte ihre Augen und wollte ihm schon erklären, das er eigentlich länger und intensiver nachdenken sollte und mehr nachfragte - als das er direkt ein Tier nannte. Doch ihre Interesse wurde von einem Untoten erregt. Sie hob ihre Hand leicht, um ihn daran zu hindern weiter zu laufen, er stieß leicht mit seiner Brust gegen ihre ausgestreckte Hand und stoppte. Ethan hob sein Messer, doch sah sie ihn an. ,,Lass mich das machen." Ethan blickte zu ihr herüber, nickte leicht und ließ sie dann vor gehen. Auch wenn es mittlerweile Routine für sie war, dachte sie immer wieder daran das es mal Menschen gewesen waren. Menschen mit Namen und Geschichte. Menschen mit Gefühlen. Doch nun nicht mehr. Nein, es waren keine Menschen mehr! Sie lebten nicht mehr, und würden nie wieder genesen. Alexandra hob ihr Messer, und ging die letzten Meter auf Ihn zu bevor sie Ihr Messer von unten in sein Kinn rammte. Sein stöhnen erstarb sofort, und regungslos viel er zu Boden. Sie spürte eine Hand auf ihrer Schulter, die sie sachte mit zog. Früher hatten sie die Leichen noch begraben. Doch konnte sie nicht mehr zählen wie viele sie getötet hatte. Wie viele schon durch ihre Hand das endgültige ende gefunden hatten.
,,Wie lange brauchen wir noch?" Sie wanderten nun schon knapp drei Tage unterwegs, doch sie schafften mit ihrem Gepäck nicht all zuviele Kilometer. Auch lag ihr Augenmerk auf Sicherheit als Schnelligkeit gelegt. ,,Wir haben ungefähr vierzig Kilometer schon geschafft." Alexandra stöhnte. ,,Na komm!" Er zog sie am Arm weiter und so setzten sie Ihren weg weiter fort.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top