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SAMU
Seit nun gut 4 Wochen sitze ich jeden Tag an seinem Bett und warte darauf das er endlich wieder seinen wunderschönen Augen öffnet. Jeden Tag besteht mein Tag nur daraus, zu essen und mich wieder zu ihm zu setzten. Klar manchmal gehe ich auf Toilette oder schlafe, aber viel ist das nicht, genauso ist es mit dem essen. Ja und man sieht es mir auch an, ich bin deutlich schlanker geworden. Zum Glück ist Noel nicht hier und sieht das, die würde an dem allen kaputt gehen. Aber ihr geht es gut, dass weiß ich. Jeden Tag telefonieren wir und sie erzählt mir immer von ihrem Urlaub und wie schön es doch ist. Obwohl sie das alles gar nicht will, sie will immer lieber wissen wie es mir und Riku geht, aber ich frage immer nach um sie ein bisschen abzulenken. Was soll ich ihr auch erzählen? Ich werde immer dünner, weil ich nichts esse und habe Augenringe bis zur Nase, weil ich nicht schlafe. Und das es bei Riku nichts viel neues gibt, was auch die Ärzte ratlos macht. Das kann ich nicht, gerade nicht das mit Riku, weil sie erst vor zwei Tagen erfahren hat das sie Rikus Schwester ist und sehr damit kämpft die Information zu verarbeiten. Aber ich bin nicht alleine, mal ganz von Riku abgesehen, kommt jeden Abend die Krankenschwester, die vor gut vier Wochen mein Gespräch mit Riku belauscht hat, vorbei und redet mit mir. Zudem kommt sie oft während ihrer Schicht vorbei und schaut nach uns. Ja ich habe mich so einige Abendende bei ihr ausgeheult, aber das stört sie zum Glück nicht. Sari ist ihr Name, sie ist echt hübsch und total nett. Also nicht das ihr es falsch versteht, für mich gibt es nur Riku und wenn er nicht mehr aufwachen sollte, werde ich für immer alleine bleiben. Und genau das ist das Problem. Diese vier Wochen zerren an meinen Nerven und so langsam bin ich am Ende meiner Kräfte. Die Hoffnung schwindet immer mehr das er wieder aufwacht. Die Fragen werden immer mehr im Kopf, diese Stille unaushaltbar, der Raum erdrückend und diese Ungewissheit nimmt mir die Luft zum Atmen. Immer und immer wieder habe Panikattacken, manche stärker, manche nur ganz leicht. Auch jetzt gerade merke ich, das es wieder los geht. Ich habe am Fenster gestanden und die Leute beobachtet, die Familien, die Paare und die ganzen glücklichen Menschen. Ich sitze nun am Tisch und versuche mich zu beruhigen. Aber es klappt nicht. Es tauchen total komische Bilder vor meinem inneren Auge auf. Ein abgedeckter Mensch, eine Beerdigung, ein Grabstein und darauf sein Name.
„Riku" Ich fange an zu zittern, zu schwitzen und unruhig zu atmen.
„Riku, Nein, Riku" ich nehme das Glas und schmeiße gegen die Wand. Es zerbricht in mehrere kleine und große Teil. Ich schreie immer wieder Rikus Namen und breche auf dem Boden zusammen, genau in die Scherben.
„RIKU, NICHT, BITTE RIKU"
Dann geht die Tür auf.

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