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~Osmo's Sicht~
Vor mir steht eine völlig betrunkene Noel die versucht, nur irgendwie noch zu stehen. Schnell gehe ich auf sie zu und halte sie fest
"Was machst du nur für scheiße? Wir machen uns sorgen und du hockst in einer Bar und betrinkst dich? Was soll das?"
Ich bekomme keine Antwort, sondern merke nur wie es an meiner Schulter nass wird. Ich drücke sie leicht von mir weg, aber nur so, dass sie noch genug Halt hat und nicht umkippt. Ihre Augen sind rot und geschwollen und über ihre Wagen laufen unzählig viele Tränen. Wenn ich sie mir so ansehe ist es nicht das erstmal, das sie so schlimm weint
"Esch tuu mir leeeid"
"Du gehörst ins Bett und solltest schlafen. Wenn du wieder nüchtern bist reden wir darüber nochmal" ich bekomme nur ein Nicken als Antwort. Ich hebe sie hoch und trage sie nach oben in mein Zimmer. Ich ziehe ihr vorsichtig ihre Sachen aus und ihre Schlafsachen an. Als ich sie zudecke ist sie schon tief und fest eingeschlafen. Ich lege mich zu ihr und beobachte sie. Meine Maus scheint das echt alles mehr mitzunehmen, als ich gedacht hätte. Ich streiche ihr noch eine Strähne aus dem Gesicht, bevor ich mich hin lege und einschlafe. Irgendwann werde ich wach, weil ich merke wie jemand aufspringt und aus dem Zimmer läuft. Im nächsten Moment höre ich das sich jemand übergibt. Ich stehe auf und finde im Badezimmer Noel, die über dem Klo hockt und erbricht. Ich streiche ihr die Haare nach hinten und streiche ihr beruhigend über den Rücken. Nachdem nichts mehr raus kommt, spüle ich ab, helfe ihr hoch und mache ihren Mund sauber. Völlig erschöpft bricht sie in meinen Armen zusammen. Ich hebe sie wieder hoch und trage sie zurück ins Bett. Nach einiger Zeit schlafe ich wieder ein. Als ich das nächste Mal wach werde, schläft sie noch tief und fest. Von unten höre ich Geschirr klappern. Die anderen scheinen also schon wach zu sein. Ich stehe auf und ziehe mich an. Als ich im Bad fertig bin, gucke ich nochmal ins Zimmer. Noel liegt noch genau so da, wie als ich das Zimmer verlassen habe. Ich beschließe sie lieber noch ein bisschen schlafen zu lassen. Als ich runter komme setzen sich die anderen gerade alle an den Tisch
"Morgen"
"Morgen"
"Osmo hast du was von Noel gehört?"
"Ja Lilli, die liegt oben im Bett und schläft. Sie ist heute Nacht total betrunken nach Hause gekommen. Ich habe gedacht ich lasse sie noch schlafen. Erbrochen hat sie heute Nacht auch noch, war keine schöne Nacht"
"Zum Glück ist sie wieder da und es geht ihr einigermaßen gut"
"Ja, ich glaube sie nimmt die ganze Situation mehr mit, als ich erwartet habe. Wir sollten ein besseres Auge auf sie haben. Vielleicht sollten wir sogar dafür sorgen, das sie gar nicht ins Krankenhaus geht, sondern lieber hier bleibt"
"Ja das ist vielleicht keine schlechte Idee"
"Ich glaube ich sage mein Tour doch ab und fahre irgendwo mit ihr hin, um sie abzulenken und für sie da zu sein. Sie braucht mich jetzt"
"Meinst du, dass es das ist was sie will?"
"Keine Ahnung, aber ich glaube es ist das beste"
"Vielleicht sprichst du mal mit ihr darüber"
"Ja das werde ich machen Sami, aber jetzt lässt uns erstmal essen"
"Ja guten Appetit"
"Guten Appetit"
Wir alle fangen an zu essen, irgendwann höre ich ein leises tapsen. Und nur kurze Zeit später steht eine total verschlafene und fertig aussehenden Noel vor uns. Sie guckt uns an und kommt auf uns zu. Als sie näher kommt, sieht man die einzelnen Tränen die an ihren Wagen runterlaufen. Ich stehe auf und nehme sie in den Arm
"Hey alles ist gut"
"Es tut mir so leid"
"Ich weis"
"Ich wollte gestern nicht abgehauen und mich so betrinken und das alles. Ich habe euch bestimmt totale Angst gemacht. Das wollte ich wirklich nicht. Bitte verzeiht mir, ich habe nicht nach gedacht und war überfordert"
"Hey es ist alles gut, keiner ist sauer auf dich. Ja klar hatten wir Angst, aber wir können verstehen das du geflüchtet bist. Dich nimmt das alles viel mehr mit, als wir alle das gedacht haben. Und das ist überhaupt nicht schlimm"
"Danke"
"Noel?"
"Ja Lilli?"
"Ich habe dich lieb"
"Ich dich auch Sis" sie nehmen sich in den Arm
"Setzt dich hin und iss was. Danach machst du dich ein bisschen frisch und wir reden ein bisschen mit einander. Es gibt da nämlich noch was ich mit dir klären muss"
"Oh, okay. Ja lass und das so machen"
"Gut dann komm her" ich ziehe sie auf meinen Schoß und sie fängt an zu essen. Doch nach einem halben Brötchen ist sie fertig. Nach einer kurzen Diskussion, das sie mehr essen soll. Gebe ich mich geschlagen und sie geht ins Bad. Als ich höre das sie wieder aus dem Bad kommt, gehe ich nach oben und wir setzen uns auf mein Bett
"Mausi?"
"Ja?"
"Was würdest du sagen, wenn ich hier bleibe und wir in den Urlaub fahren?"
"Aber deine Tour?"
"Die ist nicht so wichtig wie du"
"Aber..."
"Hör mir kurz zu" sie nickt
"Ich glaube es wäre ganz gut, wenn wir mal ein bisschen weg fahren. Ja ich weiß, das du bei Riku bleiben willst, aber wir alle denken das es dir ganz gut tun würde einfach mal raus zukommen. Wir könnten Samu jeden Tag anrufen und fragen wie es Riku geht. Klar das ist nicht gleiche wie bei ihm zu sein, doch ich glaube das dich Nähe noch mehr kaputt machen würde. Außerdem darfst du nicht zu ihm. Ich, nein wir glauben, das genau das jetzt das richtige für dich ist, einfach mal ganz weit weg"
"Osmo?"
"Ja?"
"Das kannst du nicht machen"
"Was?"
"Du kannst doch nicht deine Karriere für mich aufs Spiel setzten"
"Und wie ich das kann, du kannst mich nicht umstimmen ich werde hier bleiben. Ich kann das entscheiden und machen was ich will"
"Und wo geht es hin?"
"Das darfst du aussuchen"
"Okay"
"Also machen wir es?"
"Ja"
"Wow damit habe ich eigentlich nicht gerechnet, also nicht so schnell"
"Du hast recht, ich muss hier weg. Lass uns zu den anderen gehen und alles abklären"
"Ja lass es uns tun"
"Du bist der beste, ich liebe dich"
"Ich liebe dich auch" ich gebe ihr einen Kuss
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