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Glen parkt den Mercedes in der Einfahrt eines hübschen, weißen Hauses. Der Vorgarten ist gepflegt und mit Blumen verschiedenster Arten geschmückt. Von außen wirkt das Haus zwar groß, aber nicht so riesig, wie das Anwesen von Kiyan. Neugierig lasse ich meinen Blick über das Grundstück schweifen und steige dann aus dem Auto. Kaum setze ich meine Füße auf den Boden, wird die Haustür auch schon aufgerissen und ein hübsches, dunkelhaariges Mädchen grinst uns breit entgegen: „Da seid ihr ja endlich!"
Das wird dann wohl Vika sein, Glens jüngere Schwester. Sie hat eine total positive und freundliche Ausstrahlung, die mich direkt in ihren Bann zieht. Die Sorgen, dass Glens Familie mich nicht mögen könnte, werden weniger und ich lächele Vika leicht zu.
„Hey, ich bin Sophia. Freut mich dich kennenzulernen", stelle ich mich vor, als wir uns der Eingangstür nähern.
„Ich habe schon so viel über dich gehört, Glen kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus", lacht Vika leise, bevor sie mich umarmt und dann in's innere des Hauses zieht: „Unsere Mum kann es kaum erwarten, dich kennenzulernen. Du bist das erste Mädchen, dass mein verehrter Bruder mit Nachhause bringt. Ich glaube, unsere Eltern planen schon eure Hochzeit."
„Vika!", höre ich Glen leicht genervt hinter uns, doch Besagte ignoriert ihn und schon stehen wir im Wohnzimmer, wo der Rest der Familie auf uns wartet.
Abrupt springt mein Puls in die Höhe und ich setze ein hoffentlich freundliches Lächeln auf: „Hey, ich bin Sophia. Danke für die Einladung."
War das gut? Ich habe noch nie die Eltern von einem Jungen kennengelernt. Oh Gott, hoffentlich blamiere ich mich heute Abend nicht.
Glens Mutter, die Vika wie aus dem Gesicht geschnitten ist, kommt auf mich zu und schließt mich herzlich in ihre Arme: „Es ist schön, die Freundin von meinem Sohn endlich mal kennenzulernen. Nenn mich Anja."
Etwas überrumpelt erwidere ich die Umarmung und überhöre dabei, dass sie denkt, ich sei Glens feste Freundin.
Auch sein Vater stellt sich mir vor und bittet mich, ihn bei seinem Vornamen, Joe, zu nennen: „Sonst fühle ich mich so alt", grinst er und auch meine Mundwinkel ziehen sich nach oben.
„Und du musst Lennox sein, richtig?,", wende ich mich dem Dreizehnjährigen zu und strecke ihm meine Hand entgegen.
„Genau!", meint dieser und schüttelt enthusiastisch meine Hand: „Magst du Star Wars?"
„Klar", lächele ich, froh darüber, dass Glen mich bereits etwas über seine Geschwister informiert hat.
„Wirklich?!", mit großen Augen schaut Lennox zu mir herauf und ich nicke bestätigend: „Wirklich. Welcher ist dein Lieblingsteil?"
„Der Dritte!", ruft Glens kleiner Bruder aus und ich stimme ihm zu: „Sehe ich genauso. Einen guten Geschmack hast du, Lennox."
„Sophia, ich hoffe du magst Lasagne?", wendet sich Anja fragend an mich. Ihr Ehemann, Glen und Vika haben sich bereits rund um den Esstisch verteilt.
„Ja, natürlich."
Lennox und ich folgen dem Beispiel der Anderen und setzen uns an den Tisch. Ich sitze zwischen Glen und Lennox, mir gegenüber haben es sich Glens Eltern bequem gemacht.
Meine anfängliche Nervosität fällt langsam von mir ab. Glens Familie ist wirklich nett und wirken alle, als würden sie sich sehr freuen, mich kennenzulernen. Erleichtert atme ich tief durch und spüre kurz darauf, wie Glen unter dem Tisch nach meiner Hand greift und sie kurz drückt. Lächelnd schaue ich auf unsere verschränkten Hände hinunter. Der Dunkelhaarige hat sich definitiv in mein Herz geschlossen und ich fürchte, ich bin nicht bereit, ihn jemals wieder gehen zu lassen.
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„Sophia, wenn du möchtest, kannst du auch hier übernachten. Es ist schließlich schon spät und mir ist immer nicht so wohl dabei, wenn Glen nachts noch Auto fährt", meint Anja, als der Abend sich langsam dem Ende neigt. Wir haben stundenlang geredet und sind irgendwann dazu übergegangen, verschiedene Brettspiele zu spielen. Es hat sich herausgestellt, dass Vika und Glen unschlagbar in Monopoly sind und Lennox definitiv der Champion von Memory ist. Es war ein lustiger Abend und ich habe mich sehr wohl bei Glens Familie gefühlt.
„Wenn es keine Umstände macht, dann gerne."
Sofort versichert mir Anja, dass es absolut kein Problem sei, wenn ich hier übernachten würde. Glen und ich wünschen allen eine gute Nacht und dann zieht er mich auch schon hinter sich her, die Treppe hoch, in sein Zimmer.
„Und? Meine Familie ist doch gar nicht so schlimm, oder?"
„Nein, deine Familie ist super nett", lächele ich ihn an und werde prompt gegen seine Brust gezogen. Ich lege meine Hände auf seinen unteren Rücken und genieße die Umarmung. Alles an Glen ist warm und ich könnte die ganze Nacht lang so stehen.
„Hast du etwas zum anziehen für mich, für die Nacht?"
Ich spüre, wie Glen nickt. Dann drückt er mir einen schnellen Kuss auf den Kopf und löst sich von mir, um sich seinem Kleiderschrank zuzuwenden. Wenig später halte ich eine schwarze Jogginghose und ein blaues T-Shirt in der Hand.
„Bad ist direkt rechts, wenn du aus meinem Zimmer kommst. Eine frische Zahnbürste ist im Schrank unter dem Waschbecken."
„Danke!"
Zehn Minuten später komme ich umgezogen und frisch gemacht zurück in Glens Zimmer und stelle fest, dass er sich ebenfalls umgezogen hat. Während ich meine Klamotten von heute ordentlich zusammenlege, verschwindet Glen ebenfalls kurz im Bad.
Ich setze mich auf die Bettkante und tippe eine schnelle Nachricht an meine Mutter, damit sie sich keine Sorgen um mich macht. Dann checke ich meine restlichen Nachrichten, antworte Allison und Jocy und lege das Smartphone dann zur Seite.
„Meine Eltern mögen dich", kommt Glen zurück ins Zimmer und steuert zielsicher das Bett an.
„Denkst du?"
„Ich weiß es, Baby", meint er selbstbewusst und macht es sich unter der Decke bequem. Plötzlich wieder etwas unsicher, beobachte ich ihn dabei. Will er, dass ich auch im Bett schlafe? Oder soll ich auf's Sofa?
Als könnte er meine Gedanken lesen, hebt er auffordernd den Arm: „Komm schon her."
Ich glaube, mein Herz schmilzt gleich. Er ist einfach perfekt.
Ich folge seiner Anweisung und kuschle mich gegen seine Seite, wobei ich meinen Kopf auf seiner Brust ablege. In diesem Moment fühlt sich alles zu hundert Prozent richtig an.
„Glen?"
„Ja?"
Ich nehme all meinen Mut zusammen: „Was ist das zwischen uns? Also, was sind wir? Ähm - du weißt schon?"
Kann man sich noch dümmer anstellen? Am liebsten würde ich im Erdboden versinken, aber jetzt ist es raus. Die Frage aller Fragen.
„Ich mag dich, du magst mich, also liegt es doch auf der Hand, oder nicht?"
„Ich denke schon?", frage ich leicht unsicher nach und spüre, wie Glen seinen Griff um mich verfestigt: „Dann nochmal ganz deutlich: Sophia, möchtest du offiziell meine Freundin sein?"
Lächelnd schaue ich zu ihm nach oben und kann nicht anders, als aus einem plötzlichen Verlangen heraus meine Lippen auf seine zu legen. Sofort erwidert Glen den Kuss und ich habe das Gefühl, mein ganzer Körper geht in Flammen auf.
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Nawww, süß die Zwei.
Denkt an den ⭐️! <3
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