Chapter 19.
Die restliche Woche bis zu den Sommerferien verging wie im Flug. In der Schule wurden die letzten Arbeiten zurückgegeben und die Zeugnisse verteilt. Doch nun war der Tag ihres Fluges gekommen! Die Gruppe hatte beschlossen sich an der Bushaltestelle zu treffen und schnell ging Zorin nochmal ihr Gepäck durch, um sicher zu gehen, dass sie auch alles hatte was sie brauchte. Für den Aufenthalt in Grönland hatte sie extra alte Winterkleidung mitgenommen, die auch gerne von Blut durchtränkt werden konnte, ohne dass sich die schwarzhaarige sorgen darum machen musste. Dann sah sie zu Alucard, der auf seinemSarg saß und auf sie wartete. „Ich müsste alles haben! Also können wir los!", lächelte sie. Der Vampir nickte und erhob sich schließlich. Um kein unnötiges Aufsehen zu erregen trug der Vampir wieder die Kleidung, welche ihm die Truppe besorgt hatte. Zwar mochte er dieses Outfit noch immer nicht wirklich, doch gewöhnte er sich langsam daran und nicht aufzufallen konnte einen enormen Vorteil haben. Schließlich schnappte Zorin sich ihre Sporttasche, die ein wenig überfüllt wirkte, warf sie sich über die Schulter und nahm sich ihren Schlüssel. Kurz bevor sie die Tür öffnete, sah sie nochmal irritiert zu dem Untoten zurück. „Nimmst du deinen Sarg nicht mit?" Diese Frage wurde von Alucard nur mit einem, ebenso irritierten, blinzeln quittiert. „Und den soll ich dann vor allen Leuten mit in Bus und Bahn nehmen? Nein, nun wirklich nicht. Ich hole ihn später, doch zuerst muss ich wissen wo es zu diesem Flugplatz geht, denn ihr meint.", erklärte er dann, worauf sich Zorin mit einem stumpfen 'Oh' wieder herum drehte und die Wohnungverließ.
Draußen blickte Alucard erstmal missmutig in den Himmel. Wie immer, wenn er tagsüber unterwegs sein musste, schien die Sonne fröhlich auf sie nieder. Für einen Vampir wie ihn, war das Licht zwar nicht schädlich doch war es für ihn einfach viel zu hell und es reizte seine Augen. Er war schließlich ein Wesen, welches für die Nacht konzipiert war, nicht für den Tag. Doch viel Zeit zum darüber zu schmollen blieb ihm nicht, denn fast schon im selben Moment, machte Zorin deutlich dass sie nicht mehr viel Zeit hatten. Innerhalb der nächsten Sekunde waren die beiden wieder in Bewegung und schnell hatten sie die Bushaltestelle erreicht, welche sie als ihren Treffpunkt auserkoren hatten. Zur selben Zeit wie auch Zorin mit Alucard dort aufkreuzte, kam auch Matthikan gerade erst an. Die Jugendlichen begrüßten noch Alucard und sich gegenseitig als auch schon der Bus kam. Schnell stieg die Truppe ein und suchte sich ihre Sitzplätze. Es war zwar nicht so rappel voll im Bus, wie beiihrer ersten Fahrt mit dem Vampir, doch konnte man das Gefährtebenso wenig als leer bezeichnen. Genau so wenig gab es irgendwelcheMitfahrer, die ihnen irgendwie zu nahe kamen, geschweige denn sieanrempelten, doch konnte sich der Vampir einfach nicht dazu bringen,sich zu entspannen. Eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln warschlichtweg eine absolute Reizüberflutung. Viel zu viele Geräusche, das dröhnen der unterschiedlichen Herzrhythmen, das rauschen des vielen Bluts in dessen Adern, die vielen sich unterhaltenen Stimmen, hier und da ein brüllendes Kind. Das war ja nicht mal alles. Die vielen Gerüche in der viel zu stickigen Luft kamen ja auch dazu. Schweiß, Parfüm, Deo, Rauch, teilweise Alkohol und noch viele weitere Düfte die nicht weiter zu identifizieren waren. Alucard war sich sicher, wäre er nicht so ein erfahrener Vampir und wüsste er nicht, wie er den größten Teil aller Reize ausblenden konnte, wäre er sicher schon durchgedreht. Da zog er doch seine eigenen und die von Hellsing gebotenen Möglichkeiten der Fortbewegung um Längen vor.
Die Fahrt im Bus dauerte geschlagene 30 Minuten, bevor die Jugendlichen mitsamt dem Vampir, am Hauptbahnhof ihrer Stadt, wieder ausstiegen. Von dort aus ging es mit der Bahn weiter.
Zumindest war es in der Bahn um einiges ruhiger, womit sich Alucard in diesem Gefährt ein wenig besser entspannen konnte. Auch diese Fahrt dauerte nicht mehr als eine halbe Stunde. Kaum hatten sie die benötigte Haltestelle erreicht, scheuchte Matthikan sie auch schon raus. An diesem Punkt übernahm Matthikan die komplette Führung, da außer ihr niemand den genauen Weg zu dem kleinen Sportflugplatz kannte. Doch als sie den Bahnhof schließlich verließen, war der Weg eigentlich ziemlich selbsterklärend, da der Flugplatz schon von weitem zu sehen war.
Es dauerte nicht lange, da hatten sie eben genannten Flugplatz auch schon erreicht. Niran hatte schon im Vorfeld dort Bescheid gegeben, dass seine Schwester und ihre Freunde kommen würden, somit war es ebenso wenig ein Problem zum Flieger zu gelangen. Den Hanger erreicht, öffnete Matthikan das Tor, via eines Schlosses und dem Schalter, der durch das drehen des Schlüssels betätigt wurde. Mit einem schweren Metallischen Geräusch kreischte das Hangertor auf, bevor es sich tatsächlich zur Seite bewegte und langsam aber sicher, den Blick auf die Cessna 207 frei gab.
Die Cessna war ein Siebensitziger Schulterdecker mit Propellermotor, sprich, die Tragflächen saßen nicht am, sondern auf dem Rumpf. Der Lack war ein sauberes Eierschalenweiß wobei sich an den Flanken jeweils ein blauer Streifen entlang zog. Alucard selbst staunte nicht schlecht im Angesicht der Schönheit dieses Flugobjekts. Zwar war die Cessna 207 nicht unbedingt das seltenste Flugzeug, doch sah man ihr an dass sie gehegt und gepflegt wurde.
Es wäre wirklich Schade, wenn ihr irgendetwas passieren würde, doch der Vampir wüsste dies zu verhindern.
Naja, zumindest hoffte er das, denn wenn nicht, dann wäre er sich sicher, dass Matthikan ihn zu Hackfleisch verarbeiten würde. Zwar täte es ihm nichts ausmachen, da er ja eh regenerierte, dennoch war er nicht wirklich scharf drauf von einer wütenden Teenagerin mit einem Katana nieder geknüppelt zu werden.
Doch wurde der Vampir jäh wieder aus seinen Gedanken gerissen als eine Hand vor seinem Gesicht herum wedelte.
"Huhu! Erde an Alucard, leben sie noch?", ertönte dann Zorins lachende Stimme und irritiert blickte er zum schwarzhaarigen Mädchen herunter. "Was ist?", fragte er schließlich. "Wolltest du nicht noch deinen Sarg holen? Wir tun gerade unsere Taschen in den Flieger, falls du es noch nicht mitbekommen hast! Beeil dich. "
Oops, da hatte er in seinen Gedanken doch mehr verpasst als es ihm lieb war. Das sollte eigentlich nicht passieren, aber naja. Mit einem kurzen seufzen und nicken bewegte er sich, ohne noch etwas weiteres zu erwidern, auf die nächstbeste Wand zu, durch die er jäh verschwand. Zum Glück hatte er sich gemerkt, in welche Richtungen sie jeweils gefahren waren, weshalb es nicht lange dauerte bis Alucard wieder in Zorins Wohnung war. Dort griff er seinen Sarg und zog diesen mit sich zurück in die Schatten. Die Reise zurück zum Flughafen dauerte nicht länger wie auch schon die Reise zur Wohnung und innerhalb von wenigen Sekunden war er wieder bei den Jugendlichen. Die Blicke von eben jenen ignorierend, lud er seinen Sarg nun ebenso in den Flieger ein und sicherte diesen. Dann schließlich kam er seiner eigentlichen Aufgabe nach und stieg ins Cockpit. Mit einem seufzen ließ sich der Vampir in den Pilotsitz sinken und betrachtete ersteinmal das Armaturenbrett. Als er zufrieden war, mit dem was er sah, lenkte er seine Aufmerksamkeit wieder auf die anderen Mitglieder seiner Gruppe. "Na komm! Steigt ein!", rief er, wobei dieser Bitte nur schleppend nachgekommen wurde. Matthikan war die erste die im Flieger platz nahm, darauf folgten Aiko und Somo, doch war es Zorin, die zauderte.
Die ganze Zeit war sie recht entspannt gewesen, hatte sie doch geschafft ihre Angst zu unterdrücken. Nun wo es allerdings darum ging wirklich los zu fliegen, begann ihre Panik hoch zu kochen. "Worauf wartest du?", fragte Alucard ein wenig genervt, nicht verstehend was nun das Problem war. Es war ein Flugzeug, eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt. Was war so schwer daran einzusteigen?
"Ich...", begann die schwarzhaarige zögerlich. "Ich hab Höhenangst...ich kann nicht..."
"Und wie du das kannst!", ertönte es nun von Aiko. Matthikan wiederum fackelte nicht lange und stieg wieder aus. Alucard seufzte. Hätte Zorin das nicht auch früher sagen können? Nun mussten sie ernsthaft warten.
Doch war das Problem schneller gelöst als gedacht. Für einige Momente hatte Matthikan beruhigend auf Zorin eingeredet und ihr etwas Mut gemacht, bevor sie schließlich nun zu zweit einstigen. Man sah der schwarzhaarigen immer noch an, dass sie hoch nervös war und Angst hatte, aber zumindest war sie eingestiegen, was hieß dass sie endlich starten konnten. Kaum hatten sich die Jugendlichen festgeschnallt, hatte Alucard auch schon den Motor gestartet und fuhr langsam aus dem Hanger. Nach kurzer Absprache mit dem Tower, waren sie auch schon auf dem Weg zu einer Start- und Landebahn.
Auf dieser angekommen, ließ Alucard nicht lange auf sich warten und nahm sofort Geschwindigkeit auf. Kaum hatte er die gewünschte Geschwindigkeit erreicht, zog er den Eisenvogel in die Höhe, jedoch nicht ohne irgendwelche Erschütterungen, die wie ein Schock durch den Flieger gingen. Erschrocken kreischte Zorin auf.
"Willst du uns umbringen???", fauchte sie daraufhin, verkrallte ihre Hand schlagartig in Matthikans Pullover, wobei dem Vampir nur ein zischendes Lachen entfuhr. "Glaube mir...würde ich das wollen, hätte ich es bereits getan. Außerdem musst du mit solchen Erschütterungen leben, denn was machst du wenn es zu Turbulenzen kommt?"
Darauf konnte schließlich niemand mehr etwas erwidern. Was hätte man auch sagen können, ohne dass es in eine sinnlose Diskussion verfallen wäre?
Nach einigen Momenten der Stille erhob der Vampir erneut das Wort. "Ich hoffe ihr habt euch genug Essen und Trinken eingepackt. Ich rate euch aber nicht zu viel zu trinken. Der Flug wird nämlich nicht gerade kurz..."
"Wie meinst du das?", fragte Somo irritiert und legte den Kopf schief. Auch blickten die anderen etwas verunsichert drein, wobei Aiko es dämmerte was er meinte. "Nun, wir sind hier in einer Cessna 207 und keiner Boing 747. Eine Cessna ist eigentlich kein Langstreckenflieger und auch nicht so schnell wie einer. Noch dazu wird uns immer wieder das Kerosin ausgehen. Wenn meine Berechnungen korrekt sind dann müssen wir während unseres Fluges viermal zwischenlanden um den Tank wieder aufzufüllen. Dabei habt ihr auch mal kurz Pausen, allerdings wird jede unserer Etappen circa 5 Stunden lang sein. Bei jeweils einer Stunde Pause sind wir ungefähr 29 Stunden unterwegs."
"29 Stunden???", keuchte Somo erschrocken, als ihm die schiere Länge dieses Fluges bewusst wurde. "Na klar, was erwartest du denn?", erwiderte der Vampir recht unbeeindruckt. Die Kinder hatten also wirklich gedacht, dass sie ungefähr so lange brauchen würden wie mit einer Boing. Tja, dann war das hier wohl so etwas wie eine böse Überraschung. Sollte es Alucard recht sein. Er hatte schließlich schon im Vorraus an alles gedacht, doch würde es ein sehr langer und anstrengender Flug werden.
Genau so war es dann auch. 30 Stunden Flug ohne Pause, zusammen mit den ständigen Landungen und den Jugendlichen, zerrten an des Nosferatus Nerven. Alles was er nur noch wollte war essen und schlafen. Um so erleichterter war er, als er in der letzten Stunde des Fluges, die eisige Insel Grönland am Horizont erschien. Als sie schlussendlich über Kengerleque hinweg flogen, klebten die Jugendlichen förmlich an den Fensterscheiben, in freudiger Erwartung auf was sie sehen würden. Doch verflog diese Freude augenblicklich als sie eine erschreckende Entdeckung machten. "Kengerleque ist....", begann Aiko mit einem leichten Zittern in der Stimme, wobei ihr Satz sogleich von Somo beendet wurde. "...eine Geisterstadt?"
Denn egal, wie genau sie hin sahen, nichts regte sich, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Niemand war auf den Straßen, niemand sah aus den Fenstern, die Schneedecke war völlig unberührt. Alles war still, vom rattern des Motors völlig abgesehen.
Sich nicht davon beirren lassend, hatte Alucard schon auf Entfernung einen kleinen "Flughafen" mit Landebahn erspähen können. Allerdings war eben jene Landebahn so klein, dass Alucard sich schon fragte, wie diese Stadt bitte vom Tourismus leben konnte, wenn dort nicht mal eine Boing genug Platz zur Landung hatte. Selbst mit der Cessna würde die Länge der Landebahn womöglich ein Problem werden, doch dies galt auszuprobieren. Vorsichtig ging er in der Landeanflug, wobei es nicht lange dauerte bis er Bodenkontakt hatte. Kaum war dieser sicher genug, musste Alucard auch schon abbremsen um nicht über die Landebahn hianus zu schießen. Doch ging alles gut und der Flieger kam am Ende der Bahn zum stehen. Kaum war jede Bewegung zum Halten gekommen, fackelten die Jugendlichen nicht lange und stiegen aus, ihre Taschen glrich mitnehmend. "Ich parke den Flieger in einem der Hanger dort drüben. Dort dürfte auch Kerosin sein. Der Tank ist nämlich fast leer.", murmelte der Vampir und schloss die Tür wieder. Langsam fuhr er mit der Cessna an und bewegte sie behutsam zu eben jenen Hangern. Schnee war schlussendlich nicht das sicherste Material, auf dem man fahren sollte. Es war sowieso schon ein Wunder, dass er unter jener Schneedecke so etwas wie eine Landebahn entdeckt hatte. Ob ihm die Jugendlichen nun folgten oder nicht war dem Vampir eigentlich egal. Sollten sie doch machen was sie wollten. Kurz vor dem Hanger hielt er an und stieg aus. Mit an einem großen Bogen bewegte er sich an dem noch immer drehenden Propeller vorbei, vor die Schnauze des Fliegers.
Ein metallisches kreischen ertönte als der Vampir gewaltsam das Hangertor auf schob. Gott! Auch dieser Hangar war eigentlich viel zu klein als dass hier große Flugzeuge platz hätten. Wahrscheinlich wurde Kengerleque nur von kleineren Fliegern, wie eben die Cessna 207, angeflogen. Erneut fragte sich der Vampir wie dieser Ort bitte von Tourismus überleben konnte...naja...jetzt schien hier sowieso nichts mehr zu leben.. War ja nun eine Geisterstadt. Hm..nun stellte sich die Frage ob es überhaupt wem aufgefallen war oder warum es so plötzlich eine Geisterstadt war.
Erneut alle Gedanken beiseite schiebend, nahm Alucard wieder Platz im Flieger, um diesen ins trockene zu bringen.
Es war einfach viel zu gefährlich, den Flieger draußen stehen zu lassen. Nicht nur wegen der Kälte, sondern auch wegen der Auffälligkeit. Ein Flieger war nicht zu übersehen, egal wie klein er war. Zwar waren die Spuren im Schnee ebenso auffällig, doch würden sie durch den nächsten Schneefall wieder verschwinden.
Kaum hatte der Vampir den Eisenvogel geparkt und abgeschlossen, kamen auch schon die Jugendlichen in den Hanger gelaufen. "Oh wow! Hier wirkt es ja richtig warm!", ließ Zorin erstaunt verlauten und zog einen ihrer Handschuhe aus um die Luft zu fühlen. Auch die anderen wirkten ein wenig verwundert darüber. "Ja natürlich, die Wände sind ja auch relativ gut isoliert, außerdem ist es hier Windstill. Deshalb ist es kein Wunder dass es hier wärmer scheint.", erklärte Alucard trocken, während er sich suchend umschaute. Zwar war den anderen im ersten Moment nicht ganz klar, was er suchte, doch schien er schnell fündig geworden zu sein, da er sich blitzartig auf einige Fässer zu bewegte. Neugierig sahen die Jugendlichen dabei zu, wie er einen der scheinbar noch gefüllten Fässer öffnete und daran schnüffelte bevor er sich, die Nase rümpfend, davon zurück zog. "Was ist das?", fragte Matthikan, auch wenn sie schon eine gewisse Ahnung hatte. Schließlich waren sie in einem Flugzeughanger, weshalb nur eine Handvoll Dinge in Frage kamen, die in einem solchen gelagert wurden. "Kerosin...", war die einzige Antwort die Alucard ihr gab, womit er dennoch ihren Gedanken bestätigte.
Sich an die Seite setzend, sah die Gruppe dem Vampir dabei zu wie er vier dieser 50 Liter Fässer zum Flieger schaffte. Naja, eigentlich hätten sie ihm eh nicht helfen können... Denn wahrscheinlich wäre es sowieso für sie unmöglich gewesen ein solches Fass zu bewegen, da war es besser dem Vampir nicht in die Quere zu kommen.
Kaum hatte Alucard alle Fässer neben dem Flieger deponiert, sah er sich erneut um. Dabei blieb sein Blick auch kurz an den vier Jugendlichen hängen, die an der Seite saßen und ihn ebenso stumm anstarrten. Nach einigen Momenten peinlicher Stille wandten die Jugendlichen dann doch den Blick ab und Alucard zog eine Augenbraue hoch.
"Schön dass ihr in einer Ecke sitzt und die Klappe haltet aber könnt ihr mir vielleicht helfen so etwas wie eine Pumpe zu finden?", fragte er schließlich und setzte ein verwirrtes grinsen auf. Ein Lachen entkam jedem von ihnen und Zorin war die erste, die wieder aufstand um zu suchen. Das rumsitzen führte nur dazu, dass ihr noch kälter wurde weshalb es, trotz Erschöpfung, besser war sich zu bewegen. Die anderen folgten jedoch schnell und innerhalb der nächsten Momente waren sie in dem kompletten Hangar verstreut und suchten in den Kisten nach einer Pumpe. Nach etwas Krach und Scheppern in Somos Ecke, worauf alle anderen erschrocken zu ihm blickten, hielt er triumphierend etwas in die Höhe, das tatsächlich einer Pumpe anmutete. Ein Objekt mit einem nach unten zeigenden, langen Rohr, einer Kurbel und einem längeren Gummischlauch. Nun, dies war eine Handpumpe, womit das Auftanken des Fliegers nun eine heiden Arbeit bedeutete. Dennoch war es besser als nichts. Sie mussten ja irgendwie das Kerosin in den Fliegertank bekommen.
Irgendwie fröhlich lief Somo damit zu den Kerosinfässern, wo Alucard bereits auf ihn wartete und die Pumpe entgegen nahm. Auch er blickte das Objekt ein wenig missmutig an, da es nun wieder Anstrengung bedeutete und der Vampir eigentlich nur noch schlafen wollte, doch mussten sie nun dadurch.
Flink hatte er die Pumpe mit dem ersten Kerosinfass verbunden, den Tankdeckel in den Tragflächen der Cessna geöffnet und den Schlauch rein gehängt, bevor er sich nun endlich an die Arbeit machte.
Zwei weitere verdammte Stunden sollte es dauern, bis der Flieger voll war!
In der Zwischenzeit hatten die Jugendlichen schon vorsichtig die Umgebung erkundet und vor allem eher nach einer Schlafmöglichkeit gesucht. Kurz bevor Alucard fertig war, waren sie wiedergekommen mit der Nachricht dass wirklich niemand in der kleinen Stadt zu finden sei, sie aber einen Ort zum schlafen gefunden hätten!
Das hob Alucards Laune zumindest ein wenig an. Noch schnell holte er seinen Sarg aus der Cessna, bevor der Hanger verschlossen wurde und sie sich auf den Weg zur Schlafstätte machten. Ruhe finden und Kraft schöpfen, war erstmal Priorität. Erst dann würden sie die Stadt weiter erkunden und nach Hinweisen suchen, nicht wissend was noch auf die zukommen sollte.
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Urgh
Nach Monaten endlich wieder ein neues Kapitel..
Ich bin honestly sorry dafür dass ich immer so lange brauche ;-;
Aber dafür isses diesmal ein ziemlich langes Kapitel..
Um ehrlich zu sein bin ich sogar ziemlich überrascht von mir selbst, dass ich so ein langes Kapitel geschrieben habe.
Naja, ich hoffe bloß dass ich mit dem nächsten Kapitel nicht so lange brauchen werde.. Uff
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