Chapter 10.
Zorin bemerkte seine schlagartige Verhaltensänderung und musterte ihn neugierig aber auch besorgt. Erhatte sich bis jetzt eher zurückhaltend und seltsam ruhig benommen jedoch wusste das Mädchen ebenso zu was er im Stande war. Er war ein Killer aber Zorin die, die Serie schon mehr als einmal durch geschaut hatte, wusste auch wie er unter seiner Maske des Wahnsinns und der Gleichgültigkeit aussehen konnte. Er war nicht komplett Schuld an dem, was ihn zu dem Wesen gemacht hat, welches er nun war. Er besaß in ihren Augen eine, noch immer, gute Seele, jedoch lag es vielleicht auch an ihrer Naivität das sie das glaubte. Sie sah in jeder Kreatur zunächst nur das gute, aber nur solange bis sie sich vergewissert hatte das dem vielleicht nicht so war. Doch wo er nun so auf ihrer Couch saß wirkte er ein wenig verloren. Die Augen auf den Himmel fokussiert, als würde er auf irgendetwas warten, doch so tief in den Gedanken. Sie wusste nicht woran Alucard dachte, doch hatte sie dass Gefühl dass es wahrscheinlich sein Zuhause oder seine Vergangenheit betraf. Die gewisse Melancholie die von ihm so abfiel unterstrich dieses Gefühl nur noch und es verstärkte ihren eigenen Drang ihm irgendwie helfen zu wollen. Er war kein Teil dieser Dimension und wohl zu fühlen schien er sich ebenso nicht. Wie denn auch? Er waraus seiner gewohnten Umgebung schon wieder heraus gerissen worden. Zorins Blick, der sich auf Alucard fest gehaftet hatte, wurde einwenig mitleidiger. Der Arme.
Eben genannter No-life-King wiederum schien ihren Blick zunächst nicht zu bemerken, da er so Gedankenverloren aus dem Fenster starrte. Jedoch bemerkte er nach und nach das kribbeln im Nacken, welches immer dann auftrat wenn er angestarrt wurde. Er mochte es nicht, betrachtete es aber als nicht weiter Interessant. Alucard hatte weitaus andere Probleme als sich gerade mit Zorins Blick zu befassen. Eher befasste er sich mit seinem Problem, seine Gedanken nicht sortiert zu bekommen.
Das alles was zwei Tage zuvor passiert war, war einfach so verwirrend dass selbst er einmal komplett überfordert war. Warum war er hier? Das hatte doch irgend einen Grund! So hoffte er zumindest. Auch benahm er sich vor diesen Kindern komplett anders als er es normalerweise tun würde. Na gut, diese Mädchen hatten ihm geholfen, aber so ruhig war er doch normalerweise gar nicht, oder? Er war wahrscheinlich einfach nur viel zu sehr durch den Wind. Genau! Das musste es sein! Er war durch den Wind.
Alucard seufzte was Zorins Aufmerksamkeit nur noch weiter auf sich zog. „Alles gut?", fragte sie dann zögerlich was ihn erneut einwenig aufschreckte. Es brauchte jedoch einen Moment bis er antworten konnte. „Ja, natürlich. Warum denn nicht?", fragte er daraufhin, bedacht seine gleichgültige Fassade wieder aufrecht zu halten. Er war so sehr in seinen Gedanken vertieft gewesen dass wahrscheinlich seine Maske zu bröckeln begonnen hatte und wie es für einen Menschen typisch war, haben sie es sofort bemerkt! Oder war es wirklich Sorge gewesen die er in Zorins Stimme gehört hatte? So ganz sicher war er sich nicht. Noch immer hielt seine Vergangenheit ihn sofest im Griff dass es ihm verboten war gewissenlos zu vertrauen. Das Mädchen war sehr sympathisch aber kannte er sie zu wenig als dass er sie unter seine Maske blicken lassen würde.
Zorin hob nur eine Augenbraue beließ es aber dabei. Irritiert blickte Alucard aber drein als Zorin ihren blondhaarigen Freund am Handgelenk aus dem Wohnzimmer zog. Doch zuckte er dann mit den Schultern und begann wieder aus dem Fenster zu starren.
„Was ist denn los? Zorin??", fragte Somo vollends verwirrt als sie ihn ungestüm ins Bad schob, nervös erst einmal jeden Schatten kontrollierte bevor sie zu reden begann. „Wir müssen ihm unbedingt helfen!" „Was? Wem?" „Na Alucard, du Intelligenzbestie! Wen soll ich den sonst meinen? Den heiligen Geist??", murrte Zorin und verpasste Somo einen leichten Schlag mit der flachen Hand in den Nacken, der sofort erwidert wurde bevor der Junge ebenso zu sprechen begann. „Ja aber was soll denn sein?" „Denk doch mal nach. Ich hab dir vorhin lang und breit alles mögliche über Alucard erzählt, darunter hab ich auch seine Persönlichkeit durchgenommen und nun vergleiche dies mit seinem jetzigen Verhalten"
„Öhm....sorry, ich steh auf derLeitung", meinte Somo nach einem Moment des schweigens und angestrengten nachdenkens. Zorin schlug ihre Hand an die Stirn. „So noch mal von vorne: Man kann ihn einfach viel zu leicht lesen! Ich habe gesagt dass er eigentlich unberechenbar ist und dass seine Handlungen meist unvorhersehbar sind, aber momentan ist er das eben nicht! Ich kann ihn fast lesen wie ein offenes Buch, auch wenn er offensichtlich all das versucht zu verstecken. Er setzt zwar eine Maske auf, doch kann ich noch immer erahnen was in ihm vorgeht! Ichhab ihn auch am Anfang erschrecken können! Das sollte eigentlich nicht passieren können, da er doch normalerweise auf alles gefasst ist." „Stimmt jetzt wo du es sagst.... aber er ist bestimmt nur etwas durch denn Wind, da er ja plötzlich irgendwie aus seinem gewohnten Gebiet hinaus gerissen wurde. Durch Raum und Zeit zu reisen tut man ja nicht alle Tage" „Ja, das ist möglich aber wir wissen nicht warum er hier ist und eigentlich hoffe ich ihn auch irgendwie zurück bringen zu können! Es wird sowieso schon auffallen das unser Hausmeister in der Schule weg ist, aber Alucard braucht eigentlich täglich Blut und wir haben nicht wirklich so was wie Blutkonserven im Kühlschrank... Ich kann ihm nicht immer etwas von mir geben under wird Jagen gehen müssen. Wenn die Polizei dann auch noch auf ihn aufmerksam wird, kommt es im schlimmsten Fall zum Massaker oder wir sind auch dran wegen Beihilfe zum Mord..", erklärte Zorin undwirkte irgendwie komplett verzweifelt. „Alucard hat den Hausmeister gefressen?!", ächzte dann Somo erschrocken als er die Worte aufsich wirken hat lassen. „aber warum?? Er war zwar nicht die beliebteste Person in der Schule aber den Tod hätte ich ihm echt nicht gegönnt. Der arme.." „Naja, er hatte uns erwischt wie wirin der Schule waren aber Alucard hatte halt ordentlich kohldampf und hat ihn dann angefallen....Er hatte bei so einem Jäger nicht einmal den Hauch einer Chance..." Irgendwie wurde Zorin erst jetzt wirklich bewusst, wie schwer es ihr wirklich auf der Seele lag. Der Mann hatte im Grunde nichts schlimmes getan, er hat nur seinen Job gemacht und hatte nun mit seinem Leben bezahlt. Doch auf eine Weise wusste Zorin auch dass sie es sich nicht zu Herzen nehmen durfte. Nun wo sie ein Raubtier in ihr Heim gelassen hatte, musste sie auch damit umgehen können dass der ein oder andere sein Leben lassen musste. Dann aber beschloss sie schnell das Thema zu wechseln. „Nun ja...außerdem, da es ungewiss ist, wie lange er uns mit seiner Anwesenheit beglückt habe ich auch Auftrag für dich! Da er in seiner Montur sehr auffällig ist, bitte ich dich dass du morgen mitkommst um ihn mal neu einzukleiden. Du hast beim männlichen Geschlecht etwas mehr Ahnung wie ich!", kicherte Zorin als sie sah wie sich in Somos Augen ein freudiges glitzern ausbreitete. „Nice,wird gemacht!" „Du bist da auch wesentlich enthusiastischer als wir. Naja, lass uns aber wieder zu ihm zurück gehen. Du sagst aber erst mal nichts!" Somo nickte eifrig bevor sie dann das Badezimmerverließen.
Mit einem Vampir einkaufen gehen. Das konnte ja mal lustig werden.
___________________________________
So, und hier ist nochmal Kapitel 10 in überarbeiteter Fassung!
Viel Spaß damit
Für heute reicht es dann aber auch erstmal
es ist ziemlich spät und ich will ja meinen Schlafrythmus nicht noch mehr ficken :'D
Der ist schon furchtbar genug...
naja
Bleibt immer fresh
Lesen uns wieder
Eure Laskume dragon
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top