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„Holt Mr Morgan!" rief ich meinen Freunden noch zu, während ich los rannte. Ich hörte noch Drake sagen: „Holt ihn und sorgt dafür dass und keiner hinter her kommt!" dann folgte er mir. Noch während ich in Richtung Wald rannte, kamen mir die Tränen. Er ist da! Drake hatte mich schon eingeholt und rannte schwer atmet neben mir her. Ich hatte keine Probleme mit dem Atmen, es fühlte sich an als würde ich langsam laufen. Jedoch rannte ich, ich schaute auf den Boden, weil hier einige Maulwurfshügel waren. Doch ich wusste genau wohin ich musste und ich wollte noch schneller laufen.
Bei ihm angekommen, schlitterte ich noch einen Meter und konnte dann über sein Blutverschmiertes Fell streichen. Eine Träne tropfte auf seine Wunde. Auch der sonst so tapfere Betha, hielt es nicht mehr aus und fing an zu weinen. „Jason? Hörst du mich?" flüsterte Drake und kniete sich zu dem Wolfskopf. Der Alpha winselte als Antwort „Mr Morgan kommt gleich, ja? Beweg dich nicht!" wieder winselte er. Ich streichelte über sein immer noch weiches Fell und Drake hielt seinen Kopf.
„Jason!" rief Mr Morgan als er und Mr Swall ankamen. Drake stand auf und machte Platz, ich blieb reglos sitzen und weinte. „Hey, Kleine. Du musst da weg, sonst können sie nichts machen." Drake tippte mich an und erst jetzt realisierte ich es. Ich stand auf und ging zur Seite. Unsere Lehrer und Drake hoben Jason vorsichtig auf ein Tuch und trugen ihn zum Internat. Ich lief stumm hinterher. „Avery, sei doch so gut und schau dass keiner kommt, damit wir ihn problemlos rein tragen können." ich nickte und lief voraus. „Was hast du getan!?" fuhr mich Melanie an als ich die Eingangshalle betrat „Noch nichts! Aber ich werde etwas tun wenn hier irgendjemand auf die Idee kommt, sich in den Weg zu stellen!" rief ich laut, damit es jeder hörte. Sie zogen sich alle etwas zurück. Sie hatten Angst und Respekt vor mir, obwohl ich eine Omega war! Dann kamen unser Musiklehrer, unser Wolfstrainer und mein bester Freund rein. Mit Jason. Der schwache, verletzte Alpha. Er war einige Wochen verschwunden, er war bei Lucifer und dann auf der Flucht. Jason musste sehr viel aushalten.

Es war leise und ich starrte stumm auf den Boden. Im Schneidersitz saß ich neben der Tür zum Krankenzimmer und wartete. Ich wartete darauf dass Drake rauskommt und mir sagt dass er wach ist. Plötzlich öffnete Drake die Tür und ich sprang auf „Sieh aus dem Fenster!" murmelte Drake und ging zum nächsten Fenster. Ich folgte ihm und sah hinaus. Da waren überall Dämonen und auf einer Art Flamme standen mein Bruder und Lucifer. „Der Prinz!" hörte man jemanden in der Ferne rufen. Shadow lief nervös in seiner Box umher, er wiehrte. „Halbblut! Komm raus!" rief Lucifer „Er meint dich, Kleine." ich sah Drake verwundert an „Wieso?" „Du bist stärker!". „Avery!" rief Christian nun, „Dann geh ich jetzt da raus!" ich wollte los laufen doch Drake hielt mich am Handgelenk fest. „Avery, du musst nicht gehen!" er ließ mich los „Doch!" sagte ich fest und lief weiter. Ich stellte mich in die Mitte des Hofes „Lucifer! Was willst du?" rief ich ihm zu. Die Dämonen um mich zogen sich ein wenig scheu und fauchend zurück. „Du bist stärker als du denkst und du solltest deine Magie nicht an das hier verschwenden!" er kam zu mir und mein großer Bruder folgte ihm wie ein Schoßhündchen. „Was willst du?" wiederholte ich meine Frage „Ganz einfach: Einen Engel in der Hölle!" jetzt bin ich verwirrt, was will er dann hier, von mir. „Ich denke dein Bruder sollte dir etwas beichten." sagte er gespielt freundlich. Ich sah Christian erwartungsvoll an „Du... bist... nicht Blutsverwandt mit mir. Avery, du bist adoptiert worden!" es fiel ihm schwer das zu sagen. Aber ich darf jetzt nicht zusammenbrechen. Wieso, haben sie mir das nie erzählt? „Avery, meine Schöne. Das Gute hat dich verraten! Folgst du mir? Und deinem 'Halb-Bruder'? Und entscheidest dich für den Rubin?" „Nein, Lucifer. Dass Gute hat dich verraten! Stimmt's? Und deshalb bist du jetzt auf Rache aus. Rache ist süß, ich weiß! Und bevor du mir widersprichst, auch ich kann Geschichtsbücher lesen und logisch denken!" erklärte ich ihm. Ich hatte seit Jason's Entführung, ein bisschen in der Bibliothek gestöbert und dort so einiges gefunden. Über Lucifer, seine Vorfahren und die anderen Prinzen und ähnliches. „Du liegst falsch! Ich wurde nicht verraten! Es war alleine meine Entscheidung!" meinte er und brach am Ende ab.

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