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Susan hatte mir erklärt dass ich nächsten Montag, also in zwei Tagen, Unterricht habe. Sie hatte mir gesagt wann es Essen gab und dass ich vorsichtig bei Shadow, dem Pegasus sein muss. Ja ich weiß, lustig, ein Pegasus, ich hab es auch als Scherz gesehen aber jetzt stehe ich vor ihm. Seine großen Flügel streckte er gerade und ich starrte ihn ungläubig an. „Was machst du in meinem Revier?" hörte ich plötzlich eine tiefe Stimme, die vorhin schon gehört hatte. Jason! Ich drehte mich um und legte den Kopf schief „Wie dein Revier?" plötzlich zog sich ein dichter Nebel um ihn. Dann stand da ein weißer Wolf vor mir und ich ging einen Schritt zurück. Und wie es sein musste, machte ich wie vorhin, bekanntschaft mit dem harten Steinboden. Shadow schnaubte, und ich blickte ihn mit scharfem Blick an. Der Wolf ließ sich nicht irritieren und kam knurrend auf mich zu. Ängstlich wich ich zurück bis ich an Wand vom Stall ankam. Shadow klopfte nervös mit den Hufen auf den Boden. Es wirkte als wolle er den Wolf warnen. „Jason! Lass Avery in Ruhe!" Susan! Meine Rettung! Der Wolf wurde wieder zu Jason und schüttelte den Kopf als wollte er irgendwas abschütteln. Susan kam zu mir „Alles in Ordnung?" „Was hat er da gemacht?" Susan sah mich fragend an. „Er ist ein Werwolf!?" „Was? Sowas gibt es nich!" „Du weißt echt nichts?" Ich schüttelte den Kopf. Auch Jason kam auf mich zu, ich drückte mich noch mehr an die Wand. Ich tue dir nichts. Tut mir Leid das war Tommy, mein Wolf er kommt nich damit klar wenn ein Werwolf aus einem anderen Revier kommt. Ich schaute den blonden Jungen vor mir erschrocken an, er hat mir eben tief in die Augen geschaut. Und dann war seine Stimme in meinem Kopf.
Ich stand vorsichtig auf „Wo bin ich hier gelandet?" "Auf einem Internat für Gestaltenwandler und Magie" antwortete Jason. Ich schaute in seine blauen Augen und dann in die dunkelbraunen von Susan.

Wir waren wieder zurück in mein Zimmer gegangen, weil es angefangen hat zu regnen. Jason und Susan haben mir alles erklärt und jetzt weiß ich von Werwölfen, Vampiren, Hexenmeistern, Dämonen und noch einer Menge anderer Wesen. Danach sind die beiden gegangen und jetzt sitze ich auf dem Fensterbrett vor dem offenen Fenster. Meine Decke, die um mich gewickelt war, wehte mit dem Wind und ein paar kleine Regentropfen trafen mich und rannen meine Wangen hinunter und vermischten sich mit Tränen.
Ich habe eine Wölfin, als Teil meiner Seele. Einen Wolfsgeist, der mir mit 15 Jahren die Möglichkeit gibt mich in eine Wölfin zu verwandeln.
Meine Eltern haben mir all das verheimlicht, all das Wissen über diese Wesen. Meine Augen brannten schon vom weinen und auch der Regen hört nicht auf.
Ich stand auf und schloss das Fenster, die Woll-Decke legte ich auf mein Bett und begann meinen Koffer auszupacken.

Plötzlich hörte ich ein klopfen und meine Tür öffnete sich, Susan kam rein „Und? Hast du es verarbeitet?" „Naja es geht" antwortete ich leise. Sie kam zu mir und half mir dabei meine Sachen sortiert in den Schrank zu stopfen. „Hey..." Jason kam auch in mein Zimmer und setzte sich leise auf mein Bett und es blieb ruhig. „Du Avery, es tut mir leid dass ich vorhin so war. Aber mein Wolf ist ein Alpha und er will nicht dass jemand fremdes in seinem Revier rumläuft" Jasons Worte kamen so plötzlich dass ich einfach stumm nickte. „Ich glaub ich geh wieder in mein Zimmer. Und wenn du jemanden zum reden brauchst dann komm einfach rüber, ich bin im Zimmer gegenüber." sagte Susan und stand auf um zur Tür zu gehen und aus dem Raum zu gehen. „Soll ich auch gehen?" fragte Jason vorsichtig nach einer weiteren Minute Schweigen. „Wenn du willst... aber du musst nicht" ich stand vom Boden auf und versuchte meinen Koffer auf dem Schrank zu verstauen. Das Problem an allem war, dass ich zu klein bin. Jason lachte, stand auf und kam zu mir „Brauchst du Hilfe?" fragte er schmunzelnd und ich nickte wieder nur. Der blonde Junge vor mir legte den Koffer auf den Schrank und stand direkt vor mir und schaute zu mir runter, während ich den Boden betrachtete. „Ich gehe dann mal." sagte er dann und trat einen Schritt von mir weg. „Soll ich dich später zum Abendessen abholen?" „Wenn du willst, gerne" antwortete ich ihm und dann verließ er mein Zimmer und ich war wieder alleine.

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