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Jungkook Pov

Noch bevor ich überhaupt richtig verstanden habe was er vor hat, nicke ich. Es ist keine bewusste Reaktion, mein Verstand spielt da überhaupt keine Rolle bei. Dieses mal sind es nur meine Gefühle und die könnten mich in gehörige Schwierigkeiten bringen, wenn sie meinen Verstand vollkommen ausblenden.

Meine Hände bewegen sich von alleine, als sie zu seinen wandern. Eigentlich sollte ich derjenige sein, der zögert und der ihn so ansieht wie er es gerade bei mir tut.

"Was soll ich tun?", fragt er so leise, dass ich es nicht gehört hätte wenn es nicht vollkommen Still in seinem Zimmer gewesen wäre. Ich wette, das selbst das ticken der Uhr seine Stimme übertönt hätte, so leise war diese Frage und obwohl er sie sich ganz offensichtlich selber gestellt hat, kann ich nicht anders als darauf einzugehen.

"Was möchtest du tun?", frage ich und ignoriere das ziehen in meiner Brust als mir die Zweifel in seinen Augen auffallen.

Es ist, als hätten wir die Rollen getauscht. Taehyung, der vorher jede Chance von mir in diesem Zustand ausgenutzt hätte, scheint sich plötzlich so unsicher über das ganze zu sein, dass das auch auf mich überfährt.

Die Taubheit in meinem ganzen Körper und die Konzentration schwinden langsam. Die Seifenblase, in der ich mich befinde droht zu platzen und auch das brennen an jeder Körperstelle wo unsere Haut sich getroffen hat ist wieder spürbar. Nicht stark, aber es fängt bereits mit dem mir bekannten kribbeln an.

"Du willst das nicht." Ich presse die Lippen aufeinander, damit er das beben in meiner Unterlippe nicht bemerkt, weil ich spüre das mir jeden Moment die Tränen kommen könnten. Das hier ist schlimm. Es ist wirklich schlimm.

Erst jetzt merke ich, wie sehr ich mich eigentlich darauf gefreut habe, auf das wovon ich dachte das es passieren würde. Ich dachte, dass der einzige Mensch neben meiner Schwester, deren Berührungen mir keine schmerzen zufügen mir endlich zeigen würde das es auch etwas schönes daran gibt. Aber dazu würde es wohl nicht kommen.

Er wusste, das ich ein Junge bin, aber hat er erst jetzt, wo ihm bewusst wurde was er in Begriff ist zu tun realisiert, das es doch keine so gute Idee war?

"Das stimmt nicht", sagt er und legt mir eine Hand auf die Wange. Mit großen Augen sehe ich ihn an, als er mit dem Daumen über meine Lippen fährt und nicht mal annähernd den Anschein macht als würde er aufhören wollen. "Es ist das genaue Gegenteil. Wenn du mich jetzt nicht von dir drückst, wenn du mich jetzt nicht ablehnst, dann verliere ich die Kontrolle. Ich liebe dich so sehr, dass ich Angst habe dich zu verletzen."

Meine Augen werden noch größer als sie ohnehin schon sind und es fühlt sich an, als wäre ein Blitz in meinen Körper eingeschlagen. Vollkommen regungslos liege ich unter ihm und konzentriere mich nur auf das Pochen in meinem ganzen Körper.

Es ist kein brennen, das hier ist noch viel schlimmer, noch viel verwirrender. Es ist ein Schmerz, der mit dem der letzten Acht Jahren nicht annähernd zu vergleichen ist.

Es ist als würde mir immer wieder jemand das Herz aus der Brust reißen, drauf schlagen, es auseinander ziehen und es durchbohren, nur um es dann wieder zurück zu legen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, aber ein unglaublich schönes zugleich. Es schmerzt und es beruhigt mich, es macht mich traurig und wütend, aber es kann mich auch zum glücklichsten Menschen machen.

Es ist als hätte man mir in der Hölle ein kleines Stück vom Himmel gegeben.

"Es ist in Ordnung, Taehyung", sage ich und hebe wie hypnotisiert von seinen Worten meine Hand, welche ich ihm auf die Wange lege. "Mach mit mir was du willst. Zerstör mich."

Meine Hand zittert während ich mit aller Mühe versuche meine Angst unter Kontrolle zu halten. Zum ersten Mal ist es nicht die Angst vor Berührungen die mich dominiert, sondern die Angst vor seiner Abweisung.

"Weißt du was du da sagst?" Das funkeln in seinen Augen wird heller und er kommt mir mit seinem Gesicht noch näher, so nah das ich mir bereits einbilde ich wüsste wie seine Lippen sich anfühlen und wie sie schmecken.

"Ich..."

In meinem Kopf schwirren die Wörter herum und sie liegen mir bereits auf der Zunge, aber ich bringe es nicht zustande sie auszusprechen. Dabei sind es nur drei winzig kleine Wörter.

Ich liebe dich.

Aber ich kann es nicht sagen. Meine Lippen werden taub wenn ich überhaupt darüber nachdenke.

Wenn ich meine Gefühle also nicht in Worten ausdrücken kann, dann wenigstens in dem was ich tue. Zum ersten Mal in meinem Leben möchte ich einer Person durch Berührungen zeigen was ich für sie empfinde.

Ich entferne meine Hand von seiner Wange und nutze beide um die Krawatte aufzuknoten. Ungeduldig reiße ich sie mir vom Hals und schmeiße sie neben mir aufs Bett bevor ich anfange das Hemd aufzuknöpfen ohne ihn auch nur einen Moment aus den Augen zu lassen.

Er beißt sich auf die Unterlippe und wirft einen kurzen Blick auf meine Brust während ich einen Knopf nach dem anderen öffne.

Zu sehen welche Wirkung ich auf ihn habe ich unglaublich. Ich bin nie wirklich zufrieden mit mir gewesen. Hässlich habe ich mich nie gefunden, aber besonders hübsch auch nicht, weswegen ich mich nur umso mehr freue zu sehen was ich bei ihm erreiche.

Ich spüre wie etwas hartes in seinem Schritt gegen meinen eigenen drückt und grinse breit als ich es endlich geschafft habe das Hemd zu öffnen.

Ich nehme seine Hand in meine und lege die flach auf meine Brust, direkt über die Stelle an der das starke klopfen meines verrückt gewordenen Herzens zu spüren ist.

Das hier braucht keine Worte. Es ist auch ohne verständlich und ein Blick in seine Augen verrät mir, dass er es tatsächlich richtig gedeutet hat, denn keinen Moment später spüre ich seine Fingerspitzen an meiner Hose.

Mit einer Schnelligkeit die faszinierend ist, hat er meine eigene Hose aufgeknöpft, mir von den Beinen gestreift und wendet sich dann meiner Brust zu.

Er verteilt immer wieder unerträglich lange Küsse auf meiner kochend heißen Haut während er seine Hände unter den Bund meiner Boxer wandern lässt und sie der Hose auf den Boden folgen lässt. 

"T-Tae", stottere ich seinen Namen als ich die kalte Luft an meinem bereits steifen Glied spüre und mich in seine Schultern kralle noch bevor er richtig angefangen hat. 

"Keine Angst, das ist noch nicht der Teil der weh tun wird", sagt er mit einem tröstenden Lächeln im Gesicht und umschließt es ohne Vorwarnung mit seiner Hand.

"Ngh...", entfährt es mir sofort und ich kneife die Augen zusammen als er sanft mit dem Daumen drüber streicht. "Tae... Bitte...", flehe ich und strecke die Arme nach ihm aus, aber ich sehe nichts.

"Tu ich dir weh? Soll ich aufhören?", fragt er und hört tatsächlich auf seine Hand zu bewegen. Nachdem die Wärme, die von seiner Hand aus geht verschwindet, kommt mir die Luft noch viel kälter vor.

Ich schüttle den Kopf und öffne die Augen um ihn anzusehen. "Ich möchte das du dich beeilst."

"Jungkook..."

"Nein, Tae. Ich weiß, dass es weh tun wird und ich weiß, dass ich es danach vielleicht bereuen könnte... Aber ich weiß nicht wie lange ich das ganze noch aushalte. Ich möchte das jetzt." Ich lege eine Hand auf seine Wange und lächle ihn so selbstsicher an, wie ich es noch nie in meinem Leben getan habe. "Ich will dich."

Es ist, als würde für einen Moment die Zeit stehen bleiben. Keiner von uns traut sich zu atmen oder zu blinzeln, alles was wir tun ist uns gegenseitig ungläubig anzusehen, als könnten wir nicht glauben, dass das hier real ist.

Aber das ist es und obwohl es nur ein winzig kleiner Moment ist, ist er für mich von so großer Bedeutung, dass ich sogar ohne es richtig zu merken anfange zu weinen.

"Ich hätte niemals gedacht, das ich mich irgendwann darüber freuen würde dich weinen zu sehen." Er wischt mir die Tränen weg und platziert einen Kuss auf meiner Stirn.

Ich spüre seinen warmen Atem auf meiner Haut als er mit den Lippen nach unten wandern und dann kurz über meinen inne hält. "Du hast es noch nicht gesagt", sagt er und sieht mir intensiv in die Augen. "Also wird das hier eine Ausnahme sein. Bis ich aus deinem Mund höre was du für mich empfindest."

Er legt seine Lippen auf meine und nimmt mir damit nicht nur die Chance irgendetwas darauf zu erwidern, sondern auch den letzten bisschen Verstand, der mir geblieben ist.

Sofort lege ich meine Hände in seinen Nacken und bewege meine Lippen auf seinen, versuche trotz der fehlenden Erfahrung alles richtig zu machen und konzentriere mich so sehr darauf, dass ich es nicht einmal genießen kann.

"Jungkook", flüstert er meinen Namen als er sich kurz löst und sieht mir in die Augen. "Überlass das mir. Denk nicht zu sehr darüber nach, lass dich einfach darauf ein."

Er legt einen Daumen auf meine Unterlippe und schiebt sie nach unten. "Öffne den Mund einbisschen."

Ich tue was er mir sagt und schnappe nach Luft als er seine Lippen wieder auf meine legt und dieses mal auch seine Zunge einsetzt.

Meine Hände wandern nach unten zu seiner Hose um ihm beim ausziehen behilflich zu sein, denn mittlerweile bin ich an mein Limit geraten. Ich habe angst jeden Moment wieder das brennen zu spüren und bevor das passiert, möchte ich das er es tut. Ich möchte es genießen.

Er streift sich selber die Hose ab und tritt sie auf den Boden. Während er sich an seiner Boxer zu schaffen macht, knöpfe ich dieses lästige Hemd auf und lasse es über seine Schultern auf das Bett fallen.

"Tae...", sage ich seinen Namen als wir uns zum Luft holen lösen. "Jetzt. Bitte."

"Verdammt", knurrt er und führt seine Glied an meinen Eingang. Ich würde lügen, wenn ich sage das ich nicht einen kurzen Moment tatsächlich Angst verspüre. Trotzdem nicke ich als er mich fragend ansieht und schlinge meine Arme um seinen Rücken.

Er lässt sich nach vorne gleiten und dringt langsam, ganz vorsichtig in mich hinein, während er mein gesamtes Gesicht mit Küssen bedeckt.
Trotz der schmerzen, bei denen ich das Gefühl habe als würde ich mich nie wieder davon erholen, ist das Glücksgefühl größer.

"Jungkook, es tut mir leid, aber ich glaube nicht das ich noch warten kann", sagt er und spreizt meine Beine noch weiter auseinander.

Trotz des Schmerzes lache ich und ziehe ihn wieder zu mir herunter. "Halt dich nicht zurück."




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Kein ausgeschriebener Smut, aber der wird noch kommen, keine Sorge 😄

Übrigens, das Kapitel sah gaaaaanz anders aus als ich das vorherige (26) veröffentlicht habe. Als ich es anfangs geschrieben habe, haben sie nicht miteinander geschlafen. Tae hat Jungkook einen runter geholt und er hat Angst bekommen bevor es weiter gehen konnte. Eigentlich war das Kapitel auch schon fertig, aber ich war so unzufrieden damit das ich es jetzt neu geschrieben habe und in der neuen Version schlafen sie tatsächlich miteinander 😂😂😂

So schnell kann sich das ändern

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