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Taehyung Pov
"Taehyung", höre ich eine kratzige Stimme irgendwo ganz weit weg meinen Namen sagen, aber ich reagiere nicht darauf, sondern lasse meine Augen weiter geschlossen und versuche die Bilder, die ich gerade in meinem Traum gesehen habe wieder hervor zu holen.
Viele Menschen denken, dass man seine Träume steuern oder zumindest beeinflussen kann. Bis jetzt habe ich mich nie wirklich mit diesem Thema befasst, aber vielleicht stimmt es. Vielleicht beeinflusst der Gedanke, den du beim einschlafen hast ja tatsächlich auch deinen Traum.
Ich kneife die Augen fest zusammen und versuche verzweifelt wieder alles zurück zu holen.
In meinem Traum war alles so schön. Jungkook und ich waren am Meer, das Wetter war traumhaft und die Menschen um uns herum störten uns kein bisschen. Ich weiß nicht, ob er in diesem Traum auch mit den Berührungen von anderen zu kämpfen hatte, aber das wollte ich auch gar nicht wissen.
In dieser kurzen Zeit hatte ich ihn nur für mich. Ich konnte ihm Sonnencreme auf den Rücken schmieren und ließ es mir sicher nicht nehmen das gleiche auch mit seiner Brust zu machen.
Als er trotz seiner Angst ins Wasser ging, war ich es der seine Hand hielt und der ihn an sich zog, als sein Fuß Bekanntschaft mit den Algen machte und er wie ein Mädchen irgendwo nach Sicherheit suchte.
Ich war stets an seiner Seite, bis die Sonne unterging, der Strand sich leerte und ich weiter gehen konnte als nur den Arm im Wasser um seine Hüfte zu schlingen wenn niemand uns sah.
Gerade war mein Traum-Ich im Begriff gewesen unter diese Badehose zu greifen, die ihm gefährlich gut stand, als erneut diese Stimme auftauchte und nun endgültig den Traum eines perfekten Tages zerstörte.
"Taehyung, es ist 8:30!"
Der weiche Untergrund gibt unter dem Gewicht der Person neben mir nach als diese aufspringt. Das ist der Moment, in dem ich richtig wach werde.
Ich reiße die Augen auf und setze mich aufrecht hin, als ich realisiere wo ich mich befinde. Mein Kopf schmerzt und ich kneife die Augen zusammen als mir nach dem zu schnellen aufstehen schwindelig wird, trotzdem schaue ich mich im Raum und.
Mein Blick bleibt an dem Mädchen hängen, welches vor dem Spiegel neben dem Schrank steht und sich gerade anzieht ohne groß auf mich zu achten. Es ist bereits schlimm genug, dass ich nicht abhauen konnte bevor sie wach wird, aber beim Anblick ihrer Schuluniform bekomme ich gleich direkt noch stärkere Kopfschmerzen.
Ausgerechnet jemand aus meiner Schule. Das hast du gut gemacht, Taehyung.
Generell habe ich nichts gegen etwas lockeres mit jemandem aus der Schule, immerhin haben wir viele hübsche Mädchen, aber ich stehe nicht darauf neben einer kurzen Bekanntschaft am Morgen aufzuwachen und dann noch mit ihr zur Schule zu müssen.
Ich kratze mich am Hinterkopf und setze mich an den Rand des Bettes bevor ich aufstehe und meine Klamotten zusamensuche. Mir entgeht dabei nicht ihr Blick an meinem vollkommen nackten Körper und obwohl ich früher diese Chance genutzt hätte um das beste aus der Situation zu machen und erneut meinen Spaß zu haben, zwänge ich mich in die Boxer, die Jeans und das T-Shirt, die ich vom Boden aufsammle.
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Ich komme rechtzeitig zum Anfang der Pause in der Schule an, gerade als der Flur sich mit den Schülern füllt die in scharen aus ihren Klassenräumen gestürmt kommen.
Neben der Schule zu wohnen hat wirklich einen enormen Vorteil, immerhin konnte ich so schnell in die ungemütliche Uniform schlüpfen bevor ich mit der geringst möglichen Motivation mit dem Auto hierher gefahren bin.
An Gestern Nacht erinnere ich mich nur vage. Ich weiß noch, dass sich irgendwann dieses Mädchen neben mich gesetzt hat und ich keine Zeit verschwendet habe. Verübeln kann mir das niemand, sie war verdammt heiß, aber die Nacht war enttäuschend.
Sie war nicht schlecht, ich würde sie sogar durchaus als Gut bezeichnen, allerdings ließ ihr Auftreten deutlich mehr erhoffen als das, was dann nur gelaufen ist.
Ich vergrabe die Hände in den Hosentaschen und schlendere in die Bibliothek, in der sich Jungkook Normalerweise zu dieser Uhrzeit befindet. Tatsächlich treffe ich ihn wie erwartet dort an, gerade als er dabei ist ein Buch aus dem obersten Fach des Regals zu holen.
Mit einem Grinsen im Gesicht gehe ich direkt auf ihn zu, positioniere mich hinter ihm und stelle mich auf die Zehenspitzen um ihm zuvor zu kommen. Der Größenunterschied zwischen uns beiden ist nicht so dramatisch, trotzdem ist er da.
Sofort weicht er zurück nachdem er mir das Buch über den Koreakrieg aus der Hand nimmt und die Augenbrauen unzufrieden zusammen zieht. Aber warum sieht er so unzufrieden aus?
"Was ist los?", frage ich und schaue an mir herunter um zu sehen, ob vielleicht meine Krawatte falsch gebunden ist, aber es sieht alles soweit gut aus.
"Du stinkst", sagt er und dreht sich um, allerdings nicht ohne mich mit einem vorwurfsvollen Blick zu strafen und seine Handfläche, an der ich ihn kurz berührt habe, an seiner Hose abzuwischen.
Aua. Seit ich Jungkook kenne, weiß ich das simple Gesten einen genauso verletzen können wie die gemeinsten Wörter.
"Wirklich?", frage ich und hebe die Arme, rieche aber nichts. Ich habe nicht das Gefühl, als würde ich stinken oder sonst wie unangenehm riechen.
"Das nächste Mal wenn du Damenbesuch hast, such dir jemanden dessen Parfüm nicht so in der Nase brennt."
Er füllt das Formular zum Ausleihen aus und stopft das Buch dann ohne weiteres in seinen leeren Rucksack.
Obwohl ich versuche ernst zu bleiben, kann ich mir das Lachen nicht verkneifen und ernte dafür einen weiteren wütenden Blick von Jungkook, aber dieses mal lasse ich mich davon nicht verunsichern.
Ich packe ihn am Handgelenk und ignoriere den Schauder der seinen Körper durchfährt, als ich ihm mit einem breiten Lächeln in die Augen sehe.
"Komm mit zu mir. Da gibt es etwas was ich mit dir ausprobieren möchte."
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Sorry für das späte Kapitel, aber ich wollte unbedingt noch was hochladen heute 😅
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