6.3

*(Warnungen: Gewalt, Blasphemie und generelle Grausamkeit - nein ehrlich.
Viel Spaß :))*


Jungkook war, so wie Hoseok es auf ersten Blick erahnt hatte, eine sehr starke Dunkle Aura. Er war wie ein explodierender Stern geboren worden, als zu viel zurückgelassene Dunkelheit zusammengekommen war und sich in seiner Gestalt manifestiert hatte. Er hatte viele Jahrzehnte Zeit gehabt seine Dunkelheit zu bestärken und zu erproben. New York wuchs und je mehr Menschen an einem Fleck lebten desto mehr Dunkelheit sammelte sich.

Jungkook war geschickt darin die Dunkelheit in Menschen zu stärken und bald verlor er das Interesse an Menschen, die bereits viel Dunkelheit innehatten. Stattdessen konzentrierte er sich auf schwerere Opfer. Glückliche Mütter, anständige Ehemänner, später auch unschuldige Kinder. Sie alle schickte er ins Verderben und wuchs an ihrer Dunkelheit und an seiner Macht über sie.

Natürlich war Jungkook arrogant und hochnäsig gewesen, er suchte nach Herausforderungen von denen er bezweifelte dass es sie für ihn überhaupt noch gab. Das Schicksal strafte ihn für seine Überheblichkeit und ließ den achtjährigen Jimin durch die Dunkle Aura hindurchlaufen. Der Junge, der Jungkooks Existenz umkrempeln sollte.

Was war es, das Jungkook so an dem Jungen faszinierte? Das dicke Buch das er sich an die Kinderbrust drückte? Das hölzerne Kreuz, das über seinem Herzen lag? Der schreckliche Haarschnitt, der geradlinig seinen Kopf herumführte als hätte jemand eine Schüssel über ihn gestülpt und ihren Rand entlang geschnitten? Nein, nichts davon. Es war seine Aura. Seine Aura ergriff Jungkooks Aufmerksamkeit wie noch keine Aura zuvor.

Sie war rein wie ein Blatt Papier frisch aus dem Druck, oder das Hochzeitskleid einer jungen Frau, bevor sie sich Wein überschüttete. Es gab nicht viele Vergleiche, die einer Aura, wie die von Jimin, gerecht wurden. Der Junge strahlte und Jungkook war wie in Trance als er ihm folgte. Er hatte seine Herausforderung gefunden. Eine Herausforderung so gewaltig, wie es nur einer Dunklen Aura wie Jungkook gerecht war.

Jimin, das erfuhr Jungkook sehr bald, war ein Waisenkind dass, kurz nach seiner Geburt, bei einem alten Pastor vor seinen Kirchentüren abgelegt wurde. Der Pastor hatte den Jungen aufgenommen und in Güte, Zurückhaltung, Dankbarkeit und Frommheit erzogen.

Der Pastor hatte einen Engel auf Erden erschaffen und es war beinahe erschreckend wie perfekt Jimin in seiner Rolle war. Er war glücklich in einem Leben dass aus harter, häuslicher Arbeit, wenig Essen und viel Beten bestanden. Und nichts, NICHTS, was Jungkook unternahm konnte ihm diese Freude an seinem Leben nehmen. Jungkooks Dunkelheit drang partout nicht zu Jimin hindurch.

Ein Jahrzehnt. Das war die Zeit die Jungkook bei Jimin verbracht hatte ohne dass seine Aura sich verändert hatte. Der Pastor war vor vier Jahren verstorben, überzeugt der Teufel sei ihm auf den Fersen – Jungkook hatte ihn den Wahnsinn ins Haus geholt – was Jimin jedoch nicht zu belasten schien. Er war sanft und liebenswert zu dem Pastor gewesen und hatte laut mit ihm gebetet, wenn der alte Mann wieder seine Angstattacken bekam und dabei blind um sich schlug. Nichts ahnend das seine Fäuste nur durch Jungkook hindurchgingen.

Als er starb hatte Jungkook gehofft dass Jimin das belasten, und vielleicht verändern, würde aber so kam es nicht. Jimins Glaube war stärker als Krankheit und Tod. Seine Antwort auf Alles war Gott und dessen unendliche Barmherzigkeit. Was auch geschah, es musste Gottes Willen entsprochen sein.

Jungkook war müde. Zehn Jahre lang hatte er sich bemüht und mittlerweile war er ausgehungert und geschwächt und Jimin blieb unverändert. Fünf weitere Jahre und die Frustration griff nach ihm mit eisernen Fingern. Was daraufhin geschah war vielleicht grausam aber die Dunkle Aura war dazu bereit gewesen, jegliche Extremen zu überschreiten um Jimin endlich zu brechen.

Hoseok hörte mit Schrecken zu als Jungkook seine Erzählungen fortsetzte:

Jungkook hatte lange verstanden, dass es zwecklos war Jimin mit purer Dunkelheit zu attackieren. Jungkook war fünfzehn Jahre lang nicht von seiner Seite gewichen – Jimin war also immerzu seiner Dunkelheit ausgeliefert gewesen, ohne dass sich jemals etwas in seinem Inneren getan hatte.

Der Schlüssel lag also in anderen Menschen.

Jimin war ein Mensch mit einem großen Herzen für alles und jeden und Jungkook hatte den Pastor in den Wahnsinn getrieben und eine alte Frau während einer seiner Messen in Dunkelheit ertränkt biss sie vor allen Augen darin ertrunken und an einer Panikattacke gestorben war, aber auch das war nicht genug gewesen.

Jungkook musste wohl oder übel...noch grausamer werden.

Was geschah mit einer Dunklen Aura, die die Kontrolle verlor? Nichts. Aber das galt nicht für die Menschen in ihrer Umgebung.

Als erstes pickte sich Jungkook die Menschen heraus, die bei Jimin beichteten und um Vergebung baten. Das waren einfache Opfer. Sie waren bereits befleckt und Jungkook musste nicht allzu viel tun um ihre Dunkelheit überschäumen zu lassen. Nun, normalerweise töten Dunkle Auren nicht, sie ergötzen sich mehr daran, dass Menschen wegen ihrer eigenen Dunkelheit noch mehr Leid für andere Menschen verursachten. Jungkook war dies egal. Er trieb sie in den Tod. Bewusst und ohne Zurückhaltung. Er suchte den dunkelsten Punkt in ihrer Aura und weitete diesen ins unermessliche aus.

Zunächst fiel nur auf dass die Selbstmordrate in gerade diesem Viertel der Stadt erheblich stieg, später trat der Zusammenhang zwischen Jimins Kirche und den Opfern in den Mittelpunkt der Gespräche. Aber brave Kirchengänger hielten dies natürlich für unmöglich.

Als nächstes machte sich Jungkook an die Kirchengemeinde heran, die jeden Sonntag die Messe besuchte. Es war beinahe ein lustiges Spiel wie Jungkook durch die Gänge schritt und sich seine nächste Familie aussuchte.

Bald war es unmöglich die Fakten zu ignorieren. Man munkelte die Kirche sei in Gottes Ungnade gefallen und das der Herr selbst alle Menschen richtete, die Fuß in diese Kirche setzten.

Die Kirche leerte sich. Immer weniger Menschen besuchten noch die Sonntagsmesse und Jungkooks Auswahl an Opfer wurde immer geringer. Bald las Jimin die heiligen Bibelverse in einer leeren Kirche in der seine Stimme an den Wänden wiederhallte und die Bänke unbesetzt waren – bis auf Jungkook der sich an die Statue einer Engelsikone lehnte und zuhörte.

Er erwartete dass das der Moment war in dem Jimin brach. Der Moment in dem endlich etwas Dunkelheit in Jimin Einzug fand, doch stattdessen klappte Jimin die Bibel ruhig zu und faltete die Hände. Er betete für die Menschen, die heute nicht gekommen waren und bat für ihre Sicherheit. Er betete laut, hatte es schon immer, so wusste Jungkook immer genau worum Jimin bat und worauf er hoffte.

Und er war so bereit ihm auch seinen letzten Funken, verfluchter Hoffnung zu rauben.

Geritten von Wut und Verzweiflung schoss Jungkook aus der Kirche heraus und besuchte all die Kirchengänger an die er sich erinnerte. Er wütete wie ein Todesengel oder ein Sensenmann oder was auch immer es war an das die Menschen glaubten.

Das war eine Woche her – und nun war Jungkook Hoseok über den Weg gelaufen und hatte ihm seine Geschichte bis zu diesem Punkt erzählt.

„Du siehst also so ausgehungert aus, weil du zu viel deiner eigenen Dunkelheit verwendet hast, anstatt zu versuchen die bereits bestehende Dunkelheit in einem Menschen zu stärken?"

Jungkook bestätigte. „Es trifft die Menschen härter, wenn man ein Kind zum Selbstmord treibt, als einen alten Mann, aber Kinder besitzen meist keine oder nur sehr wenig Dunkelheit – deshalb muss ich nachhelfen. Es macht mich zwar stärker wenn ich Dunkelheit verbreite aber so fleißig wie ich in letzter Zeit war, bin ich vor allem ausgelaugt."

Der Teil in Hoseok, der noch menschlich war, schrie in seinem Inneren. Jungkook war grausam wie noch kein anderes Wesen, dem er begegnet war. Hoseok hatte noch nie so viel gebündelte Schrecklichkeit gesehen. Letztlich jedoch war Hoseok selbst lange genug eine Dunkle Aura gewesen, also störte es ihn nicht weiter.

„Was nun?", fragte er also. „Hat dein Tun irgendetwas bei Jimin bewirkt?"

Jungkook seufzte tief und geschlagen. „Nicht das Geringste. Er hält es für Gottes Willen und seine...ich weiß nicht – Probe? Nach Jimin will Gott ihn anscheinend auf die Probe stellen."

„Harter Brocken."

Jungkook nickte. „Er ist...er ist ein unglaublicher Mensch ich bin einfach...ich verstehe nicht wie er im Zuge all der schrecklichen Dinge noch so gut und herzlich bleiben kann." Hoseok hörte mehr als Verwunderung aus Jungkooks Stimme heraus. So grotesk es ihm auch schien, er glaubte er hörte Bewunderung aus Jungkooks Stimme heraus. Etwas das stark an helle Gefühle grenzte und Jungkook töten könnte, wenn er es zu weit trieb.

„Was auch immer", sagte Jungkook dann. „Wird Zeit für mich zurückzugehen. Ich habe mich eine Woche von Jimin ferngehalten um zu schmollen – länger als jemals zuvor – ich sollte zurückkehren."

Hoseok war nicht bereit dazu zu gehen ohne das Ende der Geschichte zu erfahren. „Macht es dir etwas aus wenn ich dich begleite? Vielleicht kann ich dir helfen wenn ich mir ein eigenes Bild von diesem Engelsgleichen Menschen mache."

Jungkook störte sich nicht daran, tatsächlich schien er froh über die angebotene Hilfe zu sein.

Hoseok konnte sich also kurz darauf ein eigenes Bild davon machen was Jungkook gemeint hatte. Jimins Seele war tatsächlich strahlend – sogar noch strahlender als die Aura des Erzengels, der von alten Erinnerungen befleckt gewesen war.

Das sollte sich ändern als in jener Nacht die Erde vor den dicken Kirchentoren erbebte und der Himmel sich scharlachrot färbte.

~*~

Hoseok und Jungkook unterhielten sich über all die Dinge, die Jungkook bereits an Jimin ausprobiert hatte während Jimin die Kerzen in der Kirche löschte, in seiner kleinen Dachstube unter dem Glockenturm ein leichtes Abendessen zu sich nahm und sich nach einem Gebet schließlich zu Bett legte.

Hoseok und Jungkook indes waren wenig kreativ in ihren Ideen Jimins Aura zu schwärzen. Jimin hatte so gut wie alle möglichen Gräueltaten bereits an Jimin erprobt und nichts davon hatte gewirkt. Hoseok war beinahe versucht Jungkook mitzuteilen, dass er wohl aufgeben musste, als Rufe in der Entfernung lauter wurden.

Was Jungkook und Hoseok nicht gewusst hatten war, dass das Spiel bereits so gut wie beendet war. Die einzige Komponente die Jungkook nicht bedacht hatte kam in großer Anzahl gerade auf die Kirche zu. Mistgabeln und Fackeln über ihre Köpfe gestreckt und Kreuze in den Händen als hätten sie Gottes Beistand bei sich.

Hoseok und Jungkook kamen der Menge entgegen, als sie ihre wütenden Schritte immer näherkommen hörten. „Was haben sie vor?", fragte Jungkook verwirrt während die wütenden Menschen durch sie hindurchschritten.

„Sie wollen ihn töten", antwortete Hoseok. In diesen Menschen steckte unglaubliche Dunkelheit und sie wurde noch weiter angefacht von zwei so mächtigen Dunklen Auren wie Hoseok und Jungkook in ihrer Nähe.

„Aber das geht nicht!", rief Jungkook. „Verflucht das können sie nicht tun das...das habe ich ihnen nie aufgetragen!" Seine formlose Gestalt zerstreute sich, wurde erst breiter dann wieder enger. Seine Stimme klang panisch.

„Es ist die Dunkelheit in ihnen."

„Aber sie sollten sich doch...selbst oder von mir aus auch gegenseitig umbringen aber doch nicht IHN. Nicht Jimin!"

„Jungkook-"

„Wenn er stirbt dann habe ich versagt, dann...dann wird es ihn nicht mehr geben und-" Der Gedanke schien ihn so zu beunruhigen dass Jungkook herumwirbelte und zurück zur Kirche rannte. Der wütende Mob hatte die Türen beinahe erreicht. Hoseok war in wenigen Sekunden an Jungkooks Seite neben Jimin, der sich verwirrt aus seinem Schlaf blinzelte.

„Verschwinde!", schrie Jungkook gerade. „Jimin VERSCHWINDE von hier! VERSCHWINDE!"

Es war ein verzweifelter Akt von einer Dunklen Aura einen Menschen anzuschreien. Natürlich hatte Jimin keine Ahnung dass sie hier waren. Unten traten die ersten Menschen die Kirchentüren auf. Jimin hatte die Türen niemals verschlossen, es war unnötig gewesen sie mit Gewalt aufzutreten.

„JIMIN GEH, BITTE GEH!", schrie Jungkook wieder. Seine Dunkelheit war im gesamten Raum verteilt, weil er sich selbst nicht mehr zusammenhalten konnte.

„Das hat keinen Sinn."

Aber Jungkook hörte Hoseok nicht, denn Jimin ging zur Türe seiner Dachbodenkammer und war bereit nach unten zu gehen. „Nein", flehte Jungkook. „Versteck dich hier oben. Versteck dich Jimin!" Seine Hände gingen durch Jimins Arme hindurch und sein Körper konnte die Tür nicht blockieren, als Jimin sie bereits öffnete und die Treppe hinunterschritt. Die Kirch war bereits voll von erzürnten Menschen, die wütend schrien als sie Jimin erblickten. Sie zogen ihn die letzten Stufen hinunter, so dass er stolperte und hinfiel. Sie schleiften ihn über den Boden wie einen Sack Mehl und warfen ihn auf den Altar. Direkt unter das Kreuz.

„Was soll ich tun? Was soll ich nur tun?", fragte Jungkook ruhelos. Hoseok kannte die Antwort aber er sprach sie nicht aus weil es nicht das war was Jungkook hören wollte. Seid er gestorben war hatte es immer nur eine Sache gegeben, die er tun konnte wenn Menschen sich etwas in den Kopf gesetzt hatten. Zusehen. Sie würden auch jetzt nur zusehen können.

Auch wenn es kein schöner Anblick wurde.

~*~

Sie fesselten Jimins Hände auf seinen Rücken und seine Beine an den dünnen Fußgelenken. Jimin äußerte kein Wort und sah der Prozedur nur mit geweiteten Augen zu.

„Wenn...wenn ich ihre Dunkelheit soweit treibe dass sie sich selbst umbringen, bevor..."

Hoseok schüttelte den Kopf. „Du kannst nicht alle dazu bringen sich umzubringen und wenn du sie jetzt noch weiter bestärkst dann werden sie...noch schrecklichere Dinge mit Jimin tun."

Jungkook wusste wohl das Hoseok Recht hatte, aber es hinderte ihn nicht daran an Jimins Seite zu eilen und neben ihm zu Boden zu gehen. Er hielt seine eigene Dunkelheit von den wütenden Menschen fort und schlang sich stattdessen um Jimin, wie eine zweite, schützende Hautschicht. Nur das er nicht den geringsten Schutz bieten konnte.

„Satan!", wütete die Menge.

„Höllenspross!"

„Dämon!"

„So viele Tode wegen deinem Fluch!"

„Unheilbringer!"

„Teufelsanbeter!"

Alle riefen durcheinander, ihre Worte waren hasserfüllt und sie waren an Jimin gerichtet. Den Pastor den sie noch vor wenigen Monaten geliebt und vertraut hatten.

Dann warfen sie mit Steinen, bevor die Menge sich um den Jungen verdichtete und Tritte auf ihn einprasselten. Hoseok hörte Jimin wimmern, aber er schrie nicht und er weinte nicht. Er bat nicht um Gnade oder Vergebung.

Hoseok würde die weiteren Geschehen an dieser Stelle nicht weiter beschreiben, weil sie menschlicher Grausamkeit ein Gesicht gaben und nur das zählte. Keine Dunkle Aura und kein gefallener Engel würden jemals den Grad an Widerwärtigkeit erreichen, den ein Mensch in sich tragen konnte. Jede Dunkelheit hatte ihren Ursprung in der Menschheit.

Die Sonne würde bald am Horizont aufgehen, als die Menge schließlich das Gebäude verließ. Die Kirche war zerstört. Steinikonen zertrümmert, Glas zersplittert, der Altar umgeworfen und Bänke zerschlagen. Das geborstene Holz hatte die wütende Menge wie ein Scheiterhaufen um den zitternden Jungen gelegt.

„Er lebt noch", sagte Jungkook mit zitternder Stimme in die leere Kirche hinein. Hoseok seufzte als etwas gegen die Kirchentüren polterte. Immer und immer wieder. „Was ist das?", fragte Jungkook während er neben Jimin kniete.

„Sie verriegeln die Kirche."

„Warum sollten sie das tun?"

„Damit er nicht herauskommt."

„Er ist gefesselt und er blutet! Er atmet schwer! Wie soll er alleine hier herauskommen?!"

Hoseok seufzte noch einmal, als die Menge draußen in lautes, siegreiches Jubeln ausbrach. „Wir sollten gehen."

„Wieso?", flüsterte Jungkook. Er musste das Knistern hören, genauso wie Jimin. Jimin konnte sich nicht aufrichten und seine Hände und Füße waren noch immer zusammengebunden. Er war völlig bewegungsunfähig währen das Feuer sich langsam seinen Weg in die Kirche fraß.

Jimin spaltete die Lippen und begann leise zu beten, ein friedlicher Ausdruck auf dem Gesicht. „Ich akzeptiere mein Schicksal", sagte er. „Denn es ist dein Wunsch, nicht wahr Vater?"

Wenn Jungkook einen Gesichtsausdruck hätte dann wären seine Augen wahrscheinlich unmöglich geweitet, während Tränen seine Wangen hinunterliefen und sich in seinen bebenden Lippen verfingen.

„WIESO?!", schrie Jungkook. „WIESO SIEHST DU SO GLÜCKLICH AUS, WIESO BIST DU ZUFRIEDEN, WIESO BIST DU NICHT WÜTEND?! WIESO JIMIN WIESO?!"

Die Flammen hatten Hoseok längst erreicht und strichen über ihn hinweg. Sobald sie das Brennholz um Jimins Körper erreichen würden, wäre es endgültig vorbei für den Jungen.

Jungkook schrie, während Jimin leise betete. Hoseok dachte an die Engel von denen der Erzengel ihm erzählt hatte und war sich sicher dass Jimin heimkehren würde. Vielleicht war er nie dazu bestimmt gewesen ein Mensch zu sein. Er schien der perfekte Engel zu sein. Er würde perfekt sein, sobald er Einzug im Himmel fand. Vielleicht würde er ein Erzengel werden.

Als die Feuerzungen nach Jimins Körper griffen hörte Jungkook Jimin zum ersten Mal in Agonie schreien und dann war alles ziemlich schnell vorbei.

Jimin starb mit einer Aura, die unbefleckt und rein war. Strahlend weiß - selbst in seinem Untergang war er niemals der Dunkelheit erlegen.

~*~

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Okay ich hab gar nicht so viel zu dem Kapitel zu sagen :D ich hoffe mal, na ja, gefallen kann man nicht sagen. Ich hoffe ihr fandet es unterhaltsam...auch nicht ganz das richtige Wort. Was auch immer. Nächstes Kapitel ist auch schon das Ende von Teil 6.

Liebe Grüße :)

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