3.2
Baekhyuns Ausbruch wurde mit Stille beantwortet, bevor Lucifer plötzlich in lautes Gelächter ausbrach, seine Arme über seinen Bauch gepresst. „Es ist jedes Mal wieder lustig."
Baekhyun sah aus den Augenwinkeln wie Luhan den Kopf schüttelte. „D-das war ein Scherz?", hakte Baekhyun nach und lächelte vorsichtig. Lucifer hatte ihn ziemlich dranbekommen.
„Nein keineswegs, wo denkst du hin." Kris schlug sich die Hand vors Gesicht.
„Was?"
„Denkst du ernsthaft ich lasse auf mir sitzen, dass man mir einen Flügel aus dem Rücken gerissen hat? Es ist der Grund, weshalb ich gefallenen Engeln, wie euch, überhaupt einen Unterschlupf gewähre."
Er schloss den Abstand zwischen sich und Baekhyun, und lehnte sich so weit nach vorne, bis ihre Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren. Es kostete Baekhyuns gesamte Selbstbeherrschung, nicht zurückzuweichen.
Lucifers Augen waren wie flüssiges Gold, bemerkte Baekhyun aus nächster Nähe und sie drangen in ihn ein wie Messerstiche.
„Willst du nicht Rache nehmen?", schnurrte er. „Rache an denjenigen, die dich vom Himmel gestoßen haben? Sieh nur, deine Flügel sind ganz verbrannt und – sie waren zwei Mal gebrochen, muss dir das nicht unheimliche Schmerzen zugefügt haben?"
Als Baekhyun das nächste Mal blinzelte, saß Lucifer plötzlich wieder auf seinem Thron und überkreuzte die Beine. Er seufzte. „Leiden sind wir noch nicht stark genug, so wie die Dinge nun stehen." Baekhyun's Hände zitterten, als Lucifers Miene noch dunkler wurde. „Und ich denke uns rennt die Zeit davon."
„W-was?"
Lucifer legte den Kopf schräg. „Hast du jemals darüber nachgedacht, wie es wohl sein würde, wenn der Himmel von der Erde getrennt wird?" Lucifers Stimmton klang so gleichgültig, er hätte auch vom Wetter oder seinen Plänen für den heutigen Tag sprechen können. Baekhyun bekam Gänsehaut.
„Mh." Was antwortete man auf solch eine Frage? „N-nein ich denke nicht?"
„Natürlich nicht", seufzte Lucifer. „Wahrscheinlich hast du dir nicht einmal ausgemalt wie es wäre den Himmel in Brand zu stecken."
„Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht wirklich-", er stockte. Er war im Inbegriff etwas sehr, sehr dummes zum Herrscher der Hölle zu sagen, nicht wahr? Wenn er ihm offenbarte, dass er wirklich nicht die Absicht hegte dem Himmel auf irgendeine Art und Weise zu schaden, würde Lucifer ihn dann zurück auf die Erde schicken, wo die Erzengel bereits lechzend auf ihn warteten?
„Oh so ähnlich", grinste Lucifer und Baekhyun zuckte zusammen. Konnte er etwa-...
„Gedankenlesen? Wo denkst du hin, niemals."
Baekhyun schluckte schwer.
„Auf alle Fälle", setzte Lucifer unberührt fort. „Du wirst lernen müssen deine Fähigkeiten zu benutzen, sonst bist du nur Haifischfutter und davon habe ich genug hier unten."
Hölle, dieser Erzengel war so unheimlich - er jagte ihm sogar noch mehr Angst ein, als Kibum es getan hatte.
„Welche Fähigkeiten?", fragte Baekhyun, als die Information zu ihm hindurchsickerte.
Lucifer hob eine Hand an und deutete auf ihn. „Nun du bist ein Engel, denkst du nicht, das muss etwas bedeuten?"
Nein, Baekhyun hatte nie daran gedacht, dass das etwas bedeuten könnte. Dann dachte er an die Legenden und die heilenden Fähigkeiten, die er erst gestern an Chanyeol ausprobiert hatte. Er riss die Augen auf.
„Ich habe besondere Fähigkeiten?!"
„Du hast das übliche Engels-Repertoire an Mächten, die brave Engel niemals benutzen würden, weil der Oberste Schöpfer ihnen gebietet es nicht zu tun." Lucifer machte eine Wegwerfende Handbewegung. „Es ist wie alles was der Schöpfer erschaffen hat. ‚Gibt ihnen einen freien Willen aber vernichtet sie wenn sie ihn benutzen'. Diese Laier."
Baekhyun nickte langsam, er glaubte zu verstehen. Das – diese Fähigkeiten - musste Luhan vorhin benutz haben, um ein Loch in die Erdoberfläche zu blasen.
„Apropos Luhan", Baekhyun erschauderte. „Du hast dein Gesicht lange Zeit nicht mehr in der Hölle blicken lassen. Wäre Baekhyun nicht aufgetaucht..." Er legte den Kopf schräg. „Hättest du es weiterhin vermieden zu mir zu kommen?"
„Ich sollte langsam gehen", presste der blonde Engel hervor. „Ich habe den gefallenen Engel hierhergebracht. Wenn du so freundlich wärst..."
Lucifers Lächeln wurde für einen Augenblick unmöglich breit. „Ich denke Baekhyun braucht einen...Freund in der Hölle, denkst du nicht?" Luhan erblasste. „Bleib doch noch, bis er sich hier eingefunden hat."
„Ich-" Luhan wirkte sprachlos. Baekhyun hatte ihn noch nie zuvor so erschüttert gesehen. „Ich bin mir sicher, Kris oder Yixing werden Baekhyun ebenfalls aushelfen können."
„Denkst du?"
Luhan nickte langsam. Seine Hände waren an seinen Seiten zu Fäusten geballt.
„Was denkst du Baekhyun?", fragte Lucifer gutgelaunt. „Können wir Luhan jetzt schon gehen lassen?"
Baekhyun sah Luhan an, der starr zu Boden blickte. Seine Haare fielen ihm so um das Gesicht, dass er seine Augen nicht sehen konnte, aber seine Schultern bebten. „Ich...ich denke Luhan sollte tun, was er möchte?", sagte Baekhyun hilflos. Er war sich unsicher ob seine Worte Luhan wirklich helfen oder nur schaden würden.
„Wie freundlich von dir." Luhan zuckte zusammen, als Lucifer plötzlich vor ihm stand und ihm eine Hand auf die Schulter legte. „Komm bald wieder, Gefallener, vergiss deine Position hier nicht. Und ignorier meinen Ruf nicht, ich will nicht...zu anderen Mitteln greifen müssen. Du verstehst, was ich damit meine, nicht wahr?!" Lucifer liebkoste Luhans Hals mit seinen Fingerspitzen, bevor der blonde Engel urplötzlich verschwunden war. Einfach so. In einem Moment war Luhan noch da gewesen und im nächsten einfach weg.
„W-wo ist er hin?", fragte Baekhyun und konnte die Sorge nicht so recht aus seiner Stimme verbannen.
„Auf der Erde, bei seinem Menschen", erklärte Lucifer. „Geht nun. Kris, Yixing bringt Baekhyun an die Academia."
Sie verbeugten sich vor Lucifer – Baekhyun ahmte ihre Geste rechtzeitig nach -woraufhin dieser sie mit einem erheiterten Lachen abtreten ließ.
Baekhyun nahm einen tiefen Atemzug als die Flügeltüren hinter ihren Rücken zurück ins Schloss fielen. „Das war unheimlich."
„Er ist nicht umsonst der Herrscher der Hölle", murmelte Kris und seufzte. „Lasst uns gehen."
~*~
Auf ihrem Weg zur Academia mussten die drei gefallenen Engel offenbar die Stadt durchqueren und Baekhyun staunte nicht schlecht über all die neuen Eindrücke. Der große Marktplatz, im Herzen der Stadt, erinnerte ihn an einen Basar in den frühen Zeiten des Abendlandes. Feigen, Datteln, getrocknete Früchte, Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Kleidung aber auch...Hausutensilien wie Mixer und andere Elektronik, alles wurde hier angepriesen wie auf einem Wochenmarkt-Slash-Supermarkt, während im Hintergrund gläserne Hochhäuser in die Luft ragten.
„Das ist so eigenartig", murmelte Baekhyun. „Ist dass das neue iPhone?" Das einzige was Jongdae im Himmel vermisste, war Elektronik, die es natürlich nur auf der Erde gab. Er und Baekhyun hatten viele, hitzige Diskussionen darüber geführt, welche Handymarke die beste war, ohne jemals eines der Geräte in der Hand gehalten zu haben.
„Lucifer ist unkonventionell. Er mischt Epochen und Landesgeschichten zufällig miteinander und irgendwie funktioniert es", erklärte ihm Yixing lächelnd. „Die Einwohner hier haben sich schon lange daran gewöhnt, einfach mit dem Lauf der Dinge zu gehen. Nächsten Monat könnte das hier ein großes Einkaufszentrum sein."
Die besagten Bewohner sahen übrigens alle wie gewöhnliche Menschen aus. Baekhyun suchte nach unterschieden, geheime Flügel, oder sprechende Tierwesen, aber er wurde enttäuscht. „Sind das alles verlorene Seelen?", fragte er Yixing.
„Ein paar bestimmt, aber es gibt nicht viele Menschen, die den Weg in den Himmel nicht finden. Sprich, es gibt nicht allzu viele verlorene Seelen. Die meisten Bewohner der Hölle sind Naturgeister."
„Was sind Naturgeister? Ich habe noch nie von ihnen gehört, geschweige denn zuvor welche gesehen."
„Sie leben für gewöhnlich auf der Erde und führen ein recht gewöhnliches Leben." Yixing winkte jemandem zu – eine der wenigen Personen, die nicht den Kopf senkte und wegsah, wenn sie vorbeiliefen.
„Aber was sind sie? Wo haben sie ihren Ursprung?"
„Sie werden von der Erde geschaffen."
„Die Erde?"
„Die Erde ist auch ein lebendiges Wesen", grinste Yixing. „Die Menschen vergessen das nur gerne und wir Engel machen uns darüber keine Gedanken, weil es uns nicht interessiert."
„Das heißt sie Leben einfach unter den Menschen?"
„Richtig. Sie kümmern sich darum, dass die Erde funktioniert. Sie sorgen für Photosynthese, Zellteilung und Wellengang. Solches Zeug eben."
Baekhyun runzelte die Stirn. „Sie sind also die Naturkräfte?"
„Und die Wissenschaft und alles was Menschen so verzweifelt rational zu erklären versuchen, richtig. Hinter allem stecken immer die Naturgeister."
„Wie kommt es das ich sie nur hier sehne kann?"
„Auf der Erde sind sie so gut wie Formlos, aber in Lucifers Welt gibt er ihnen eine Gestalt."
„Deshalb sehen sie aus wie Menschen?"
„Bingo, aber sag das nicht zu laut, die meisten werden es abstreiten."
„Aber was machen sie hier, wenn sie doch auf die Erde gehören?"
Yixing strich sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Die meisten haben einfach die Nase voll von den Menschen. Ich meine, stell es dir so vor: Sie arbeiten so hart dafür, die Erde aufrecht zu erhalten und die Menschen verpesten die Luft und schütten Öl in die Meere oder stecken den Regenwald in Flammen. Vielen ist einfach der Geduldsfaden gerissen."
„Und Lucifer nimmt sie einfach auf?"
„Nun wie du siehst arbeiten sie hier ebenfalls." Yixing lehnte sich etwas näher an Baekhyun heran. „Was ich jedoch wirklich denke, ist das Lucifer eine Art Doppelgänger der Erde herstellen möchte. Und die Naturgeister sind seine Menschen." Yixing zuckte die Achseln. „Letztlich ist Lucifer auch ein Engel und die Erde ist, neben dem Himmel, alles was wir kennen."
Seit Baekhyun auf der Erde war, hatte er sich nur in den Himmel zurückgesehnt. Nun da er in der Hölle war, vermisste er vor allem...Chanyeol.
„Neben den Naturgeistern gibt es dann noch die Dunklen Auren."
„Jag' dem Neuen keine Angst ein Yixing."
„Er wird ihnen in der Academia ohnehin begegnen, besser ich warne ihn vor."
Baekhyun wusste das Luhan bereits kurz von ihnen gesprochen hatte, aber er wusste nicht wer oder was sie waren. „Sind sie auch Naturgeister?"
„Nein", antwortete Kris. „Sie werden von Menschen geschaffen, oder...was sie zurücklassen."
Baekhyun blinzelte mehrfach. „Von Menschen? Inwiefern?"
„Sie sind eine Art Energie."
„Energie?"
„Auf der Erde zumindest sind sie nur Energie", berichtigte Yixing. „In der Hölle haben sie Menschengestalt."
„Und was tun sie?"
Kris und Yixing tauschten Blicke aus. „Ich denke das wirst du früh genug erfahren. Viel wichtiger", wechselte Kris das Thema. „Du bist tatsächlich wegen einem Missverständnis auf die Erde gekommen?"
Baekhyun nickte. „Ich habe nicht gelogen."
„Wie um Himmels Willen kann man versehentlich einen Engel auf die Erde verbannen?"
Wenn er das wüsste. „Ich sollte eigentlich wiedergeboren werden, aber Junmyeon – der Engel, der dafür verantwortlich ist - war nicht zugegen, also hat ein guter Freund von mir, der als Junmyeons Assistent bei ihm aushilft, versichert, dass er mich auch auf die Erde schicken könnte und...na ja, anscheinend hat er mich verbannt."
Beide gefallenen Engel starrten Baekhyun für einen Augenblick an, bevor Yixing seine Worte wiederfand: „Kumpel, das wird als das größte Missverständnis aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wenn die Erzengel erst einmal erfahren, dass sie einen unschuldigen Engel pulverisieren wollten, dann machen sie Kartoffelbrei aus deinem Freund."
Ich verzog das Gesicht. „Ich hoffe wirklich Sehun ist in Ordnung. Er muss sich schrecklich fühlen."
„Engel", Yixing verdrehte die Augen. „Viel zu nett. Der Typ hat dich vom Himmel geworfen, deine Flügel sind verbrannt."
„Es war ja keine Absicht."
„Was auch immer du sagst." Dann sah Yixing Kris an. „Wieso bist du so ruhig geworden?"
„Ich bin nicht ruhig."
Yixings Augen weiteten sich plötzlich und er klatschte in die Hände. „Ich hätte es fast vergessen! Junmyeon! So hieß doch der Engel, wegen dem du vom Himmel gefallen bist, nicht wahr?"
Baekhyun legte den Kopf schräg. „War Junmyeon derjenige, der dich verbannt hat Kris?"
Yixing grinste. „Nein, aber unser Kris und Junmyeon waren mal ein Paar – bevor Kris ihn verlassen hat." Kris zischte und schlug nach Yixing, der ihm geschmeidig auswich.
„Was?" Baekhyun fiel die Kinnlade hinunter. „Aber das Beenden einer Beziehung zwischen Engeln wird mit der höchsten Strafe vergolten." Beide starrten ihn ausdruckslos an. „Oh, natürlich. Deshalb bist du vom Himmel gefallen."
„Du Sherlock Holmes du."
Ein neuer, erschreckender Gedanke kam ihm. „Hat Junmyeon selbst dich gerichtet?"
Kris schüttelte den Kopf. „Er war damals noch nicht in einer so...hohen Position."
Yixing grinste. „Der Anblick dich fallen zu sehen muss ihm so große Freude bereitet haben, dass er es selbst ausprobieren wollte. Das Fallenlassen versteht sich."
„Halt den Mund Yixing."
„Du hättest Luhans Gesicht sehen sollen", fuhr Yixing belustigt fort. „Als ich ihm erzählt habe, dass die Person, die ihn vom Himmel gestoßen hat, der einstige Angetraute von Kris war!"
Baekhyun konnte nicht so recht mit Yixing mitlachen, der Gedanke war...erschreckend. Nicht nur das Junmyeon – der unfassbar schöne, kluge und sanfte Junmyeon – einmal in einer Beziehung mit einem Berg wie Kris war, sondern auch die Tatsache, dass jemand wie Junmyeon überhaupt verlassen wurde, war so...unvorstellbar? Abwegig? Unlogisch? Und Kris war also zum Teil auch seinetwegen zu einem gefallenen Engel geworden. Wow. Baekhyun hätte sich am liebsten für einen Moment hingesetzt.
„Entschuldige, wenn das unhöflich klingt und ich will wirklich keine alten Wunden aufreißen, aber ich würde wirklich gerne wissen, wieso du dich von Junmyeon getrennt hast?"
Kris warf ihm einen so finsteren Blick zu, dass Baekhyun über seine eigenen Füße stolperte und von Yixing aufgefangen werden musste.
„Kris ist mehr der Eros als Agape Typ von Engel. Verstehst du was ich meine?" Baekhyun schüttelte ehrlich verwirrt den Kopf. „Oh nicht? Zu meiner Zeit wusste jeder davon. In der Philosophie der Antike gab es drei Wege um die Liebe zu beschreiben. Philía – die freundschaftliche und familiäre Liebe, Agape – die tugendhafte, spirituelle Liebe und Eros – die vor allem leidenschaftliche, physische Liebe."
„Wieso erzählst du ihm das?", fragte Kris gelinde genervt. „Er ist ein Engel, er interessiert sich nicht für die Liebe."
Yixing wackelte suggestiv mit den Augenbrauen. „Wir sind nicht im Himmel, sondern in der Hölle, vielleicht fängt er ja an sich dafür zu interessieren."
Baekhyun hörte den Rest des Weges nur mit halbem Ohr zu, wie sich die zwei weiter über das Thema stritten. Er beobachtete lieber, die vorbeiziehenden Wesen und versuchte zu erraten was sie nun waren. Verlorene Seelen? Naturgeister? Dunkle Auren? Für ihn sahen alle sehr menschlich aus.
Es dauerte nicht mehr lange bevor sie schließlich vor einem gigantischen Gebäude zu stehen kamen.
Kris seufzte. „Willkommen in Hogwarts."
„Es sieht nicht aus wie Hogwarts", stritt Yixing ab.
„Natürlich tut es das, denkst du Lucifer kommt von alleine auf so ein ausgeklügeltes Gebäude?"
Es war ein Schloss, sah aber älter aus als der Palast und die vielen Turmspitzen liefen allesamt spitz zu. Eine lange Brücke, verband das Festland mit dem Berg, auf welchem das monströse Gebäude errichtet wurde.
„Die Treppen bewegen sich, natürlich ist es Hogwarts!"
Baekhyun hätte gerne die Flügel ausgebreitet, um einmal um das Schloss herumzufliegen, aber er wusste nicht ob das angebracht war und hielt sich davon ab. „Was ist das hier?"
„Die Academia. Du wirst von nun an eine Menge Zeit hier verbringen."
„Wieso?", fragte Baekhyun und betrachtete für einen Moment, das Wappen über dem Eingangstor, bevor sie hindurchschritten.
„Weil du lernen musst, deine gegebenen Kräfte richtig einzusetzen. Wie sonst willst du Lucifer von Nutzen sein?"
„Hm", murmelte Baekhyun. Eine große Eingangshalle erstreckte sich vor ihnen. Der Boden bestand aus buntem Glas, dass wie bei einem Mosaik ein Muster ergab. Die kuppelförmige Decke war hoch und wurde an den Seiten von Marmorsäulen gestützt. Baekhyun hatte einmal ein Bild des Palodiums gesehen – der Ort im Himmel an dem alle Obersten Engel ihre Anweisungen herbekamen - und er hätte schwören können die Eingangshalle war eine Kopie davon.
„Sagt mal", sagte Baekhyun an die zwei anderen Engel gewandt. „Habt ihr wirklich vor Lucifer dabei zu helfen den Himmel zu zerstören?"
Kris zuckte die Achseln. „Ehrlich mir ist egal, was Lucifer vorhat. Er gibt uns einen sicheren Ort vor den Erzengeln also denke ich, sind wir ihm wohl etwas schuldig."
„Geht mir ähnlich", bestätigte Yixing. „Der Himmel ist ein schrecklich langweiliger Ort, wenn Lucifer ihn in Feuer aufgehen lassen möchte, dann soll es so sein."
Baekhyun fragte sich, ob der Herrscher der Hölle vielleicht eine Art Gehirnwäsche bei den zwei Engeln vollzogen hatte.
Sie lachten über seinen schockierten Gesichtsausdruck. „Mach dir nicht gleich ins Hemd. Lucifer hat keine Ahnung wie er den Himmel erreichen soll, er kann ja noch nicht einmal die Hölle verlassen. Außerdem selbst wenn es einen Weg gäbe, die Erzengel stehen uns noch immer im Weg und wenn es hart auf hart kommt dann haben wir keine Chance gegen sie. Es sind viele und wir kommen nicht gegen einen einzigen an. Nicht einmal eine ganze Armee von Engeln wie uns."
„Hat Lucifer nicht alleine gegen sie gekämpft und somit überlebt?"
„Ja", grinste Yixing. „Aber das war bevor sie ihm einen Flügel aus dem Rücke gerissen haben."
Kris schüttelte es plötzlich „An diesem Ort von ausgerissenen Flügeln zu sprechen...ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich hier bin."
Yixing nickte. „Geht mir genauso."
„Wieso? Was ist mit dem Schloss?"
Kris öffnete den Mund, als würde er ihm eine Erwiderung geben wollen, schloss ihn jedoch als seine Augen auf etwas hinter Baekhyun landeten. „Der wahre Teufel", murmelte er.
„Ihr seid da, Lucifer hat mich schon informiert", sagte plötzlich eine männliche Stimme und Baekhyun wandte sich herum.
„Baekhyun, das ist Jin. Er ist für die nächste Zeit für dich verantwortlich."
Jin strahlte ihn an und ergriff seine Hand um sie zu schütteln. „Schön wieder einmal einen Engel hier zu haben. Sei halb so gut wie Luhan und wir sind dich in Null-Komma-Nichts wieder los."
Baekhyun sah für einen Moment verunsichert zu Kris und Yixing herüber, bevor er Jins Lächeln erwiderte. „Mh, ja, freut mich auch."
Yixing schnaubte. „Die Freunde ist ganz seinerseits, glaub mir."
„Wir kommen dich oft besuchen", wandte Kris schnell ein und grinste. „Manchmal leiten wir auch dein Training."
„Training?"
Die Engel lächelten nur heimtückisch und Baekhyun wusste mit Sicherheit, dass er nicht gerne hier bleiben wollte. Als er noch gelebt hatte war Baekhyun ein schrecklicher Schüler gewesen und im Himmel hatte er sich erfolgreich vor etwaigem Unterricht gedrückt. Man konnte nicht ernsthaft von ihm erwarten, dass er gerade in der Hölle zu einem Musterschüler wurde.
Jin klopfte ihm mit Kraft auf den Rücken. „Komm, ich führe dich herum."
„Viel Spaß Baekhyun", sagte Yixing mit einem so schrecklichen Lächeln, dass sich alle kleinen Härchen auf Baekhyuns Körper aufstellten.
Und Baekhyun verstand zum ersten Mal, dass er tatsächlich in der buchstäblichen Hölle gelandet war.
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Vor langer, langer Zeit habe ich mal versucht Infinite-fanfiks zu schreiben - aber daraus ist nie etwas geworden. Dann habe ich letzten Sommer versucht eine BTS Fanfik zu schreiben (weil immer weniger Leute Exo ffs schreiben finde ich) aber das...habe ich nie veröffentlich weil...nicht gut, ehrlich nicht.
Also haben BTS jetzt in 'Fallen' eine Art Gastauftritt weil ich die Gruppe echt mag und es mir passend erschien ^^ Teil 6 von Fallen (an dem ich gerade schreibe) behandelt auch die Hintergrundgeschichte von einem der BTS Member etwas genauer, dementsprechend wird die Gruppe etwas mehr in den Vordergrund geschoben als zbsp SHINee.
Ich hoffe ihr werdet meine Interpretation der Bts-member mögen, denn Baekhyun und sie werden...recht viel Zeit miteinander verbringen und sie sind an sich recht wichtig für...Dinge die ich noch nicht verraten kann.
Ich hoffe es hat euch gefallen~
Liebe Grüße!
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