Kapitel 23

Nach dem Frühstück redete mein Vater mit den anderen und meinte zu mir ich würde den Plan später erzählt bekommen, wenn er wüsste, dass ich alles jetzt schon wusste.
Ich solle machen was er sagte, also tat ich das auch später. Naja. Solange mein Plan aufging.
Wir alle stiegen in unsere Wägen und führen zum Treffpunkt. Ich wusste nicht wie ich regieren sollte auf Taehyung aber ich beschloss ihn einfach an zu sehen durch meinen Vater.
Wir bräuchten locker eine Stunde bis zum Treffpunkt und wir waren als erste da.
„Meinst du er wird sauer auf uns sein?" fragte ich Yooni als wir alleine eines der Autos ausleerten und bekam ein Schulternzucken zurück.
„Sollte uns egal sein. Wir helfen ihm und wenn er dann noch wütend ist, ist es nicht unsere Schuld." antwortete er und ging weg um die Sachen rein zu bringen.
Er hatte recht. Vielleicht liebte ich ihn aber wenn er sauer ist laufe ich ihm nicht hinterher. Ich riskierte das letzte Stück von meiner „Familie" hier.

Drinnen stellten wir alles auf und warteten. Ich wurde immer nervöser und wusste, dass sie immer näher kamen. Ich spürte es einfach. Ich war noch nie so nervös wie jetzt. Aber wieso? Meine Gefühle fahren echt Achterbahn.
Und dann..
Hörte ich die Stimme meiner Besten Freundin.
„Lässt mich hoch ich habe doch gar nichts damit zu tun!" schrie sie und ich lieg auf die Leute meines Vaters zu.
„Was macht ihr mit ihr!?" fragte ich sauer und wollte, dass sie sie sofort loslassen. Wieder dachte ich, ich explodierte jeden Moment aber musste ruhig bleiben.
„Dein Vater sein neuer Plan." sagten sie und brachten Milenia in einen Raum, welcher geschlossen war.
Shit. Neuer Plan!? Okay dann muss ich mir wohl was anderes einfallen lassen.
„Yooni!! Sie haben Milenia!" schrie ich während ich auf ihn zu rannte.
„Neuer Plan.. ich weiß.." sagte er bedrückt und sah auf den Boden. Dann gingen die Lichter aus und man hörte meinen Vater rufen:
„Sie sind da, geht auf eure Positionen."
Und das taten wir. Ich wurde jedoch von anderen mit geschleppt.. hinter meinen Vater.
Dann gingen die Türen auf. Wir waren in einer verlassenen Lagerhalle, weswegen die Tür nicht gerade leise auf ging. Man sah etwas Tageslicht und ich sah die Jungs.
Die Lichter gingen an und sie standen uns gegenüber. Tae sah nicht gut aus, die anderen ebenfalls nicht.
„Wen haben wir denn da? Wieso willst du Y/N zurück?" fragte mein Vater provokant und ich senkte meinen Kopf nach unten.
„Sie gehört nicht in eure Welt! Sie hat euch nichts getan!" sagte er und mein Vater lachte.
„Dann gehört sie auch nicht in eure. Aber ich sag dir eins kleiner. Wenn sie nicht in MEINE Welt gehört. Wer denn dann? Sie ist bei mir aufgewachsen. Hah! Sie ist meine Tochter, die euch ausspioniert hat und du!? Du fällst auf das ganze rein!" lachte er weiter.
Ich kam hinter ihm hervor und wendete meinen Kopf zu ihm hoch.

„Tochter?.." flüsterte er. Ich nickte.
Sein Blick verriet alles, selbst der, der anderen.

Ich fühlte mich schlechter, als ich gedacht dass ich so fühlen würde.
„Wollt ihr sie immer noch zurück?" fragte mein Vater provokant und Taehyung schüttelte seinen Kopf.
„Wir hassen verräter." sagte er und sah auf mich und Yooni.
„Und sie!?" fragte mein Vater erneut und zeigte auf Milenia, die von einem Mann reingebracht wurde und mein Atem stockte.
Sie hatte Klebeband um ihren Mund und ihre Arme gefesselt.
Ihr Blick sagte mir sofort, dass ich sie retten sollte.. und das würde ich auch tun.
„Milenia!!" schrie Jimin und wollte zu ihr Rennen, aber zwei von den Leuten meines Vaters liefen auf ihn zu und jeder kämpfte gegen die andere Mafia.
Zu viele Menschen waren hier und ich konnte meinen Milenia kaum sehen. Tae hatte den Rest seiner Leute ebenfalls mit genommen und es wurde voll in der Halle.
Ich quetschte meinen Weg frei zu Milenia.
Mein Vater stand am Ende der Halle und hielt sie fest mit einer Waffe an ihrem Hals.
„Wieso tust du das!?" fragte ich ihn wütend.
„Er soll sterben. Wenn du willst, dass ihr nichts passiert. Bring ihn um." befahl er mir und ich drehte mich um. Er sagte es so laut, dass jeder aufhörte mit Kämpfen. Sie taten es wirklich alle auf die alte Art. Wie peinlich.
Es lage Leichen von beiden Mafia's auf den Boden, über die ich locker rübersprang. Ich wollte mir nichts anmerken lassen und ging langsam auf Tae zu.
Ich sah einmal zu all' den anderen Jungs, die  trotz widerstand fest gehalten wurden.
Ich ging nicht nah an Tae ran aber nahm meine Waffe raus.
„Hätte ich das gewusst wer du bist. Wieso kämpfst du nicht wie all' die anderen? Das ist deine Stärke." sagte er nur und steckte seine Hände in seine Jackentasche.
„Ich habe viele Stärken Kim Taehyung und dich um meinen Finger wickeln war eine von ihnen." antwortete ich und hielt die Waffe auf ihn.
„Hör auf Y/N!!" schrie Milenia, sie hat anscheinend den Kleber auf ihrem Mund gelöst und ich drehte mich zu ihr. Ich musste es tun..
Meine Beine wurden wackelig und meine Hände zitterten.
„Los. Schieß." sagte Tae kalt und erhob seine Hände.
„Ich habe nichts mehr zu verlieren. Mein Vater ist Tod und das Mädchen, was ich liebte ist eine verräterin." fuhr er fort.
Ich konnte es nicht. Nein. Es ging einfach nicht.

„Ich bin so dumm und naiv. Habe dir vertraut und sollte die Konsequenzen dafür jetzt auch tragen. Alles was ich dir jemals sagte war die Wahrheit. Alles. Aber du hast dich entschieden." sagte er erneut und meine Augen wurden nass.
Ich sah zu Yooni rüber, der bei meinem Vater stand. Er nickte nur und ich wusste was ich tun sollte.
„Ich muss sagen. Es tut mir wirklich leid Taehyung. Alles was ich sagte war ebenfalls die Wahrheit, nur ich bin dabei das richtige für meine Familie zu tun. Danke für alles, ich bin dir und den anderen wirklich dankbar aber deine Zeit ist hiermit um." antwortete ich ihm und er nickte nur. Ein letztes Mal sah ich auf die anderen Jungs.

Alle Erinnerungen sprudelten hoch.

Alles was sie taten für mich, seit der Schulzeit.

Das letzte mal, das ich mit ihnen zusammen lachte.

Die Freude die sie am Leben hatten.

Das perfekte Team, was sie waren.

Die Gespräche, die mich Aufbauten.

Sie waren einfach eine richtige Familie. Vielleicht nicht vom Blut her aber vom Kopf und Herzen her.

Und einer von ihnen zeigte mir was liebe ist.

Ich wurde jedoch von einem lauten Knall in die Realität zurück geholt. Ich hörte lautes Schreien aber ich realisierte nichts. Ich stand dort, mit meiner Waffe immer noch gerade aus, aber kein Taehyung zu sehen.

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