008
Das Mitgefühl in meinem Magen überschlug sich und übernahm die Oberhand über den sonst so coolen Minho.
Schützend trat ich vier Schritte nach vorne und stellte mich mit erhobenen Armen vor meinen Mitschüler, der mit seinen Händen versuchte den nächsten Tritt abzuwehren, der jedoch stechend mein Schienbein traf und mich beinah zusammenzucken ließ: „Bist du behindert?"
nach einem kurzen Wortwechsel verzog das Arschloch sich, und ich führte meinen Rucksack zum Boden, um nach einem Taschentuch zu suchen. Zwischenzeitlich blickte ich auf und sah, dass Jisungs Augen gar nicht wie ich es dachte von Tränen verfolgt wurden.
„Tut das nicht weh?" fragte ich also als ich ihm ein Tuch reichte und zu meinem Spind lief, um meinen pinken Zettel herauszuholen. Er murmelte nur etwas unverständliches, und rückte seine Handstulpen zurecht, schwarz, wie der Rest seiner Kleidung. Während ich mich umdrehte, konnte ich nicht anders als ihm wenigstens durch liebe Worte durch den heutigen Tag zu helfen: „Falls der Kerl noch im Gebäude ist, helfe ich ihm heraus, damit du wenigstens heute in Ruhe nach Hause gehen kannst."
Ich winkte ihm zu, und zog die schwere Tür in die Freiheit auf, als ich hinter mir ein Räuspern hörte. Schweigend drehte ich mich um und sah in Jisungs Gesicht, welchen, nun nicht mehr von Haaren bedeckt, von einer einzelnen Träne durchnässt wurde. Mit einer klaren Stimme sprach er leise fast unbedeutende Worte, die mich jedoch wie ein Zug trafen: „Danke, Minho."
Danke für alles
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