Die erste Stunde
Ich sah auf die Uhr.
Noch eine Stunde bis zum Abendessen.
Was sollte ich bis dahin machen?
Ich beschloss, die anderen zu suchen.
Als erstes schaute ich in der Bibliothek nach, dann im Speisesaal und schließlich in den Aufenthaltsräumen.
Aber dort waren sie nicht.
Schließlich fand ich sie am See, die Füße im Wasser.
Ich gesellte mich zu ihnen.
Toni sah mich mitfühlend an.
„Geht es dir wieder besser?"
Ich fühlte in mich hinein.
„Ja. Ich glaube, ich werde doch nicht krank.
Anderes Thema: habt ihr einen Geheimgang gefunden?"
„Nein."
Lena sprang auf.
„Aber das werden wir schon noch. Und wenn es das letzte ist was ich tue."
Wie schauten sie belustigt an.
„Waas? Das klingt halt episch."
Sie setzte sich wieder, ich seuftste.
„Alles gut?", Fragte Anna.
„Jaja, ich freu mich nur auf morgen, auf Kampfkunst."
„Jap, das wird bestimmt cool."
Ich sah auf die Uhr.
„Scheiße, Leute. Wir müssen rein, es gibt essen."
Wir standen auf und gingen rein.
Nach dem Essen gingen wir in unser Zimmer, um uns für unsere erste Elementstunde bei Mysanna umzuziehen.
Ich zog einfach eine schwarze Sporthose, ein graues Sweatshirt und schwarze Schuhe an. Meine roten Haare machte ich mir zu einem hohen Pferdeschwanz.
Dann gingen wir raus.
Vor dem Schlosstor setzten wir uns auf die Stufen.
Wir waren 10 Minuten zu früh dran.
Doch wir mussten nicht lange warten, Mysanna kam 5 Minuten nach uns.
Sie sah uns erstaunt an.
„Ihr seid schon da? OK, gut. Dann gehen wir jetzt ein bisschen in den Park."
Mit langen Schritten ging sie voraus, wir folgten ihr.
Wir liefen circa 10 Minuten.
Dann blieben wir vor einem Parvillion stehen.
Mysanna stellte sich in die Mitte und bedeutete uns, uns um sie herum zu stellen.
Dann fing sie an.
„Ok, lasst uns gleich mal loslegen.
Wie ich heute mittag schon gesagt habe, seid ihr vermutlich mächtiger als ich selbst.
Deshalb braucht ihr kontrolle.
Ich werde euch jetzt zeigen, wie ihr mit eurem jeweiligen Element umgeht."
Sie lächelte Toni an.
„Bei dir ist es natürlich einfach, weil ich genau weiß, wie man es macht, aber bei euch anderen sollte es auch funktionieren.
Setzt euch bitte."
Wir sahen uns um.
Mysanna hatte sich schon im Schneidersitz auf den Boden gesetzt.
Etwas widerwillig taten wir es ihr gleich.
„Wir werden jetzt euer Element aktivieren. Morgen werde ich das mit allen machen, aber es könnte sein, dass es bei euch etwas länger dauert.
Entspannt euch.
Am besten, ihr schließt die Augen."
Wir taten, wie uns geheißen.
Ich versuchte mich auf nichts zu konzentrieren.
Das war gar nicht so einfach.
Es kamen immer mehr Gedanken in meinen Sinn.
Da sagte Mysanna
„Ich weiß, dass ist schwer. Versucht einfach, euch vorzustellen, ihr wärt in einem leeren weißen Raum.
Nur ihr seid da.
Ihr seht euch um. Die Wände lösen sich langsam auf. Dahinter ist auch nur weiß. Oben ist weiß.
Ihr schaut nach unten.
Ihr schwebt ihm weiß."
Komischerweise gelangen mir die ersten Schritte. Doch ich bekam den Boden nicht weg.
Ich kniff die Augen zusammen und locktete sie wieder.
Noch immer Boden.
Plötzlich keuchte Anna auf.
„I-ich hab's geschafft. Ich schwebe."
Ich hörte wieder Mysanna.
„Sehr gut. Ihr anderen versucht es einfach weiter."
In meinem weißen nichts richtete ich den Blick nach oben. Unendliches weiß.
Plötzlich spürte ich ein komisches Gefühl an den Füßen.
Ich hatte keinen Boden mehr zum draufstehen.
Er war weg.
Zeitgleich mit mir flüsterten auch Toni und Lena: „Ich hab's."
Mysanna fing wieder an mit ruhiger stimme zu reden.
„Sehr schön. Lasst eure Augen geschlossen. Ihr werdet gleich eine Lichtkugel sehen, die auf euch zuschwebt. Habt keine Angst.
Sie wird versuchen in euch einzudringen. Es wird eure Elementmagie aktivieren.
Aber damit sie in euch reinkann, müsst ihr es zulassen.
Seid in diesem Moment komplett willenlos. Vergesst Sorgen, Ängste aber auch Freude. Fühlt einfach das Nichts."
Genau wie sie es beschrieben hatte, kam eine Lichtkugel auf mich zu.
Sie strahlte und war unvergleichlich schön.
Am seuftsen der anderen konnte ich erkennen, dass sie das selbe Erlebnis hatten.
Sie schwebte auf mich zu und blieb kurz vor mir stehen.
Ich gab mich ihr komplett willenlos hin.
Doch etwas an mir schien sie abzustoßen.
Sie umkreiste mich. Ich strengte mich an, nichts zu denken.
Später wusste ich, dass das der Fehler war.
Irgendwann hatte ich keine Lust mehr.
Ich wollte nicht mehr so angespannt warten.
Ich löste meine verspannten Fäuste und war gerade davor die Augen aufzumachen, als sie wieder vor mir war.
Diesmal blieb sie nicht stehen.
Sie drang genau in mein herz an.
Ich zuckte zusammen, es war unangenehm.
Es war ein kurzer Stich, dann war es vorbei.
Ich öffnete die Augen und sah mich um.
Mysanna lächelte mich an.
Kurz darauf öffnete auch Lena die Augen.
Irgendwann fragte Toni:
„Dürfen wir die Augen schon aufmachen?"
„Ja. Wenn ihr euer Element erhalten habt schon."
„Ach sooo." (QueenHilda2 Mathe 😂)
Wie auf Kommando schlugen Toni und Anna die Augen auf.
„So... Jetzt habt ihr euer Element aktiviert. Ihr müsst wirklich vorsichtig sein, vor allem wenn ihr gerade starke Gefühle wie wut oder sehr große Freude habt.
Ich werde euch morgen weiter unterrichten. Ihr probiert bitte noch nicht selber herum, ist das klar?"
Wir Vereinigten uns zum Chor
„Jaha."
Lena hob die hand.
„Frage: dürfen wir sie Sensei nennen?"
„Was?"
„Oder Magistra?"
„Das wird ja immer schlimmer!"
„Wie wäre es mit große Herrin und Meisterin?"
„Das dürfte in Ordnung gehen..."
Lachend verabschiedeten wir uns von ihr und gingen zurück auf unser Zimmer.
Moin Leudis.
Ich (wir) Freue(n) mich (/uns) total.
Wir haben die ganze Woche kein italienisch und Englisch!!
Weil die Italiener da sind.
Aber ich hab mich da eher auf einen Kroaten (oder so) spezialisiert.
So, schöne Grüße an - der Name wird immer länger-
Das pinke flauschige treuloses Wassereinhorn mit Einhorntattoo - created by me😋- und Pink Blau gestreifter Mähne.
Hehe. Bye
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