{*1*} Plötzliche Wende


A/N: Non-Magic AU,

das heißt, dieser OS spielt in einem alternativen Universum ohne Magie :)

Ich werde die Kapitel wahrscheinlich im 10 bis 15 Minutentakt hochladen, da mir sonst nicht genügend Zeit bleibt, den letzten Oneshot fertig zu schreiben xD Sorry :3

LASST DIE LESENACHT BEGINNEN :D

Harrys P.O.V:

Mit eingezogenem Kopf ging ich rasch den Schulflur entlang, der von Schülern nur so wimmelte.
Ich wollte auf keinen Fall erkannt werden.

Der komische, schwule Harry Potter, das Mobbingopfer schlecht hin, mit seinen abgegriffenen Sachen und seiner kaputten Brille.
Yep, das war ich.
Ich schätze, man kann gut nachvollziehen, warum ich die Blicke der anderen nicht auf mich ziehen wollte.

Wenigstens konnte ich eine normale Schuluniform tragen. Tante Petunia musste nach einem längeren Gespräch mit der Schulleitung dann doch nachgeben und mir richtige Klamotten kaufen.
Besser als nichts.

Endlich konnte ich in dem Gewimmel den verwuschelten Haarschopf von Hermine erkennen und ein erleichtertes Lächeln stahl sich auf mein Gesicht.

Hermine und Ron waren meine einzigen Freunde.
Das lag wohl daran, dass 'Mine die Streberin schlechthin war und Rons Familie kein Geld hatte.
Ohne Markenkleidung, oder in unserem Fall ohne Markenaccessoires, kommt man an einer weiterführendenden Schule nicht weit.
Und Aussenseiter schließen sich bekanntlich zusammen.

Es waren nur noch ein paar Meter bis zu den beiden. Ich versuchte mich, so gut es ging, durch die Gruppen von Leuten zu zwängen.

Als ich es fast geschafft hatte, wurde ich auf einmal mit voller Wucht gegen die Spinde zu meiner Seite gedrückt.

Nicht schon wieder.
Toll Harry.
So viel zum Thema ,,nicht Auffallen”.

Verängstigt wanderte mein Blick nach oben, um zu sehen, wer mich diesmal verprügeln wollte.

Vincent Crabbe.

Funfact: Crabbe mochte mich nicht.

»Na Potter? Wie geht's uns denn heute? Weißt du, dass du mich gerade gestoßen hast? Ich schätze, mit einem Schlag auf die Nase kann ich dich prima daran erinnern. Und auch an was passiert, wenn du das nochmal machst, du kleiner Wichser!«

Ich versuchte gar nicht erst, mich zu wehren. Ich hatte eh keine Chance.
Crabbe war zwar dümmer als ein behindertes Walross auf Drogen, aber dafür umso stärker.

Zitternd schloss ich die Augen und bereitete mich auf den Hieb vor.

Doch plötzlich unterbrach eine schneidende Stimme das Gequatsche der Umherstehenden.

»Crabbe, du Erbsenhirn, du lässt ihn jetzt sofort los oder es setzt was. Aber dalli!«

Verwirrt öffnete ich meine Lider wieder langsam.
Doch tatsächlich, vor mir stand Malfoy, der wohl angesagteste Typ der Schule, und funkelte Crabbe an, welcher ängstlich von mir ablies.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass Malfoy der Mobber schlechthin war und praktisch das Sagen hatte.
Er nutzte die Angst der Leute schamlos aus, um sie nach Lust und Laune herumzukommandieren.
Und seine Eltern waren reich.
Er kriegte alles und er durfte alles.

Und jetzt hatte er mir geholfen.

Mit offenem Mund starrte ich Malfoy an, so wie all die anderen Schüler, die das Geschehen geschockt verfolgten.

»Was glotzt ihr denn alle so? Kümmert euch gefälligst um euren eigenen Kram!«, zischte Malfoy.

Schnell wandten sich alle ab.

Ich wusste nicht, ob ich es mir einbildete, aber ich war mir fast sicher, dass Malfoy mir einen besorgten Blick zuwarf.

Langsam kam er auf mich zu.
»Hey, alles okay bei dir, Potter?«

Ich nickte, aber dann fand ich meine Stimme doch wieder.
»I-Ich glaub' schon, d-danke, M-Malfoy«, stotterte ich.

»Kein Ding.Kannst mich ruhig Draco nennen.«
Der Blonde grinste mich mit seinem typischen Lächeln an.

Und meine Knie wurden weich.
Na super.

»Warum hast du mir geholfen?«

Dracos Grinsen wurde nur noch breiter, und er zog leicht arrogant seine Augenbrauen nach oben.
»Weil ich es kann.«,lachte er,»Nach Schulschluss um halb zwei am Tor, Potter?«

Ich schaute ihn nur mit geweiteten Augen an.

»He, ich bring dich schon nicht um!«, fügte Draco noch schmunzelnd hinzu.

Meine Wangen färbten sich tiefrot und ich stammelte nur ein leises „Okay”.

»Na dann, bis nachher, Potter!«
Und weg war er.

Ein wenig neben der Spur erkämpfte ich mir nun den restlichen Weg zu Ron und Hermine, die mich besorgt musterten.

»Alter, was war das denn?«

»Ja, was wollte Malfoy von dir, Harry?«

»Wenn ich das nur wüsste...«, murmelte ich.
Nachdem ich 'Mine gefühlte 3000 Mal bestätigt hatte, dass es mir wirklich komplett gut ging, klingelte es zur nächsten Stunde.

Doch ich war die ganze restliche Unterrichtszeit mit meinen Gedanken bei Malfoy.

Fortsetzung folgt...

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