O N E

S E L E N A

Nun war schon ein halbes Jahr vergangen in denen ich weder etwas von Trey, noch von Harry hörte. Ian rief mich jeden Tag an und wenn ich ihn etwas über Trey fragte, blockte er ab und sagte das er noch zu tun hat und auflegen musste.

Ich machte mir sorgen, die mit jedem Tag schlimmer wurden. Bis ich dann nicht mehr an ihn dachte. Naja, zumindest versuchte ich es.

Das schaffte ich auch, nur meistens kam er unwillkürlich in meinen Gedanken vor.

Er hatte mich sicherlich schon vergessen und sich jemand anderes genommen. Leider ging dies bei mir nicht. Auch wenn ich versucht hatte mich auf jemanden ein zu lassen, Trey stand mir immer im Weg. Also gab ich einfach auf.

Meine Mum sagte mir, dass wenn du jemanden liebst, du ihn gehen lassen musst, wenn er dich wirklich liebt, wird er zurück kommen.

So ein quatsch! Wenn dich jemand liebt, dann lässt er dich nicht einfach so gehen.

Ich war grade auf dem Weg nach Hause. Ja, ich hab eine Arbeit gefunden, während Mum immer noch nach etwas suchte, auch wenn ich ihr sagte, dass ich das schon mache.

Ich parkte mein Auto vor unserer Wohnung und trug ein paar Einkäufe mit nach oben. Alleine zu wohnen ist echt anstrengend. Ständig muss man etwas besorgen und aufräumen. Das ist so garnicht mein Ding.

"Bin wieder da!", rief ich durch's Haus, als ich mich durch dir Tür quetschte.

"In der Küche.", rief meine Mum zurück.

Ich tritt die Tür zu und balancierte die Sachen zu Mum. Ein wunderbarer Duft stieg mir in die Nase.

"Mhh... Das riecht echt gut und ich hab ein riesigen Hunger."

"Bin gleich fertig."

"Gut, ich hab alles geholt, wo nach du mich gebeten hast."

Ich legte alle einkäufe an ihren richtigen Platz und deckte den Tisch.

Nachdem wir gegessen hatten und uns gegenseitig über unseren Tag erzählt hatten, ging ich in mein Zimmer.

"Ich geh dann mal schlafen.", gähnte ich.

Seitdem ich diesen Job habe, bekomme ich viel zu wenig schlaf. Richtiger Schlafentzug. Und das führte dazu das ich 24/7 müde war.

Ich zog mir Pyjama an und legte mich ins Bett, wo ich auch Sekunden später in einen friedlichen Schlaf fiel.

*

Wenn es eine Erfindung gibt die, Foltermethode schlecht hin ist, dann ist es der Wecker. Er reißt dich aus der schönsten Stelle im Traum und das ist wirklich das schlimmste, wenn der Traum grade extrem spannend war.

Das ist wie, als wenn du einen Film gucken würdest und an der Stelle, an der jemand stirbt oder sonstiges, jemand den Film aus macht.

Ich schaltete den Wecker aus und begab mich ins Bad, wo ich mich umzog und fertig machte. Dann ging ich runter, nahm meine Autoschlüssel und fuhr zur Arbeit. Und wieder einmal wiederholte sich mein Tag.

*Nach der Arbeit*

"Bin wieder da!", rief ich wie immer durch's Haus.

Alles war dunkel und ich musste erstmal alle Lichter einschalten. Seit wann macht Mum alle Lichter aus? Es ist grade mal 19 Uhr. Unwahrscheinlich das sie schläft.

Ich zog meine Jacke aus und warf sie auf die Couch, als ich ein wimmern hörte.

Langsam begab ich mich in die Küche, wo nichts und niemand war. Dann ging ich weiter in Richtung Mum's Zimmer.

Ich ließ einen lauten schrei von mir, als ich sie dort sah.

In einer Blutlache. Regungslos. Sie hatte blaue Flecken und Kratzer. Ihre Hand lag auf ihrem Bauch und sie gab immer wieder ein paar kleine Laute von sich. Ihre Sachen waren Blut übersehen.

"Mum!"

Ich rannte zu ihr. Alles war voller Blut. Schnell zückte ich mein Handy und rief einen Krankenwagen.

Ich hielt Mum solange im Arm bis ein paar Männer kamen und sie schnell mitnahmen. Es kam mir alles wie in einem Horrorfilm vor.

Ich fragte mich, wer ihr das angetan hatte. Wer würde einen unschuldigen Frau soetwas antun?

Ich saß vor dem Zimmer, in das sie sie rein gebracht hatten. Schon gefühlte Stunden war ich am weinen.

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