»»--Chapter Twenty Three--««

╔═.✵.═════════════╗
We have finally become perfect
The two of us, us, us
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Soobin
Aww, mein Herz.
"Du bist schon wieder so süß!", meinte ich begeistert und er sah mich irritiert an. "Wieso denn ich jetzt?", fragte er verwirrt. Bemerkte er wirklich nicht was er den ganzen Tag so tat? "Weil du so beschützerisch bist! Das ist super sweet~~", erklärte ich ihm, denn offensichtlich hatte er das Prinzip nicht verstanden. Yeonjun verzog den Mund. "Das ist selbstverständlich, ich bin zu sonst nichts gut." Ich rollte mit den Augen. "Denkst du das?", fragte ich und stieß ihn um dem Ellenbogen leicht in die Seite. "Du bist für so viel mehr gut." Yeonjun schnaubte. "Ich kann auch ganz gut Putzen und tragen", gab er an. "Yeonjun!" Er lachte leise und ging zur Tür. "Du bist süß", bestimmt er. Ging das wieder los ja?
Lässig winkte ich das ab, bevor ich ihn einen Augenblick musterte. "Was auch immer ich bin, ob einfach nur süß oder eine dicke Gans oder tatsächlich irgendwas ... magisches ... für dich bin ich gerne ein Glücksbringer", meinte ich und schenkte ihm ein glückliches Lächeln. Yeonjun erwiderte meinen Blick fast ein wenig verlegen. "Das ist nicht deine Aufgabe", meinte er bescheiden, "auch wenn du das nutzen solltest." Er seufzte leise und nickte mehr für sich selbst. "Ich würde gerne mit dir tauschen."
Ich musterte ihn einen Augenblick. Noch deutlich erinnerte ich mich an unsere erste Nacht. Okay, das klang jetzt verwegener, als es war. Mir ging einfach durch den Kopf, wie er angefangen hatte, meine Flügel einzuschätzen. Muskeln, Sehnen, er hatte sich mit allem mal beschäftigt. "Ja, als Krankenpfleger wäre es sicher gut tröstende Hände zu haben"meinte ich mit einem Lächeln, "ich würde es dir gerne geben."
Yeonjun seufzte leise. "Ich werd eh kein Krankenpfleger, also ist es jetzt auch egal", meinte er und eine Welle von Pessimismus schwappte zu mir rüber. Nicht doch, Yeonjun. "Hey, gib die Hoffnung nicht auf, irgendwann werden mehr und mehr Personen überzeugen, dass wir nicht sind, wofür sie uns halten und dann werden wir auch die eine Person treffen, die uns helfen kann", meinte ich. Yeonjun schien allerdings nicht überzeugt. War es das gewesen, was ihn heute so belastet hatte? Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass da noch was anderes war.
"Ich weiß nicht", meinte er, was immerhin optimistischer war, als 'sicher nicht'. "Was meinst du? Mir helfen die Hörner loszuwerden?" Ich stieß die Luft aus seinen Lungen aus. Die Hörner sollten schön bleiben, wo sie waren. Yeonjun war dieser Gesellschaft keine Rechenschaft schuldig und schon gar nicht sollte er sich nicht für sie verändern. "Nein, ich meine jemanden, der nicht dumm ist und zudem noch genug Macht hat sich für uns einzusetzen. Dann bekommen wir auch einen Job." Yeonjun verdrehte die Augen, scheinbar über meine Naivität, doch dann wurde er wieder seltsam ernst und seufzte.
"Meinst du man fühlt sich schlechter oder wird noch wütender, wenn man mich berührt?", fragte er plötzlich und ich konnte spüren, dass die Idee ihn schmerzte. "Vielleicht sind deswegen alle so zu mir." Ich blinzelte überrascht und ging schnellen Schrittes zu ihm über. Sanft nahm ich sein Gesicht zwischen meine Hände und sah ihn an. "Auf keinen Fall", sagte ich mit Nachdruck. Ich spürte gar nichts dergleichen und er sollte gar nicht erst versuchen, mir damit zu kommen, dass es sich vielleicht aufhob, dann würde er ja auch nichts merken. "Sonst würde ich dich auch nicht so gerne angrabbeln", setzte ich hinzu.
Yeonjun sah mich einen Moment traurig an. "Aber warum sind sie dann so?", fragte er und schien verzweifelt und ich konnte verstehen, dass es ihn belastete und umso mehr wollte ich den Gedanken auch wieder aus seinem Kopf bekommen. "Weil sie dumm sind", meinte ich leise und strich ihm durch Haar. Das schien ihn immerhin ein bisschen zu beruhigen. "Ich hab Hoffnung und du solltest es auch haben", meinte ich liebevoll. Yeonjun seufzte. "Du bist der Optimist von uns beiden", meinte er ausweichend. Also war das jetzt mein Job, ja? Meinetwegen, habt Sache Yeonjun war nicht mehr so traurig.
"Ja, bin ich", bestätigte ich also und sah ihn durchdringend an. "Du glaubst doch übrigens nicht, dass ich nicht mitbekomme, dass du noch immer etwas unter den Tisch fallen lässt?", hakte ich dann nach, denn – haha! - er konnte reden so viel er wollte, ich bekam das immer noch mit, ich bin schließlich ein gottverdammter Empath und seine Vibes waren immer noch nicht viel besser. Auch Yeonjun schien zu merken, dass es keinen Sinn machte es zu verstecken. "Es ist wirklich nichts Dramatisches. Nur ein Gedanke." Reden wollte er offensichtlich trotzdem noch nicht so ganz. "Was für ein Gedanke?", hakte ich vorsichtig nach.
Yeonjun schwieg. Na, schön ich sollte vielleicht einfach abwarten, ich hatte genug versucht, um ihn zum Reden zu bekommen, auch wenn ich den Unmut wieder deutlich zu spüren bekam. "Ich sollte vielleicht duschen", wiegelte er verlegen ab, "ich geh mir eben die Wüste von meinem Körper duschen." Ich nickte und widmete mich wieder dem Essen. "Yeonjun?", hielt ich ihn noch mal auf. Er steckte den Kopf zur Tür noch mal rein. Er war nicht der einzige, der was auf dem Herzen hatte. Ich räusperte mich.
"Schläfst du heute wieder bei mir?"
Ich bemerkte wie meine Wangen wieder etwas wärmer wurden. Die Fragen war komisch, oder? War sie doch? Wenn ich sie nicht schon selber seltsam gefunden hätte, dann wäre mir spätestens bei Yeonjuns Reaktion aufgegangen, dass sie eigenartig sein musste, denn Yeonjun blinzelte nur. "Äh", äußerte er überfahren, "bis gleich, nicht wieder spannen, Soobin." Ja, keine Antwort war auch eine Antwort. Ich beendete das Essen und versuchte dann meine roten Wangen zu kühlen. Wahrscheinlich war ihm die Frage unangenehm. Arg, ich war so ein Idioten. Ich deckte den Tisch uns wartete ab, bis er wieder nach drinnen kam.
Yeonjun kam wieder rein und räusperte sich verlegen. "Du hast das aber nicht gefragt, weil ich schmolle, oder?" Was? Er errötete leicht und rieb sich den Nacken. Ich schüttelte leicht den Kopf. "Nein, ich hab gefragt, weil i-ich es ganz schön fand", gab ich an und war mindestens so verlegen wie er. Er war warm, er war bequem und ich mochte ihn. Die Nacht, als er bei mir geschlafen hatte, um mich zu trösten, war eine der kuscheligsten meines Lebens gewesen.
"Oh... ach so?", hakte Yeonjun irritiert nach. "Nun ... ich...", er blinzelte. "Wäre das nicht totales ausnutzen?" Ich blinzelte ebenfalls. "Ausnutzen?", echote ich. Ich fuhr mir durch die Haare. Wahrscheinlich hatte er recht. Ich konnte ihn nicht einfach in mein Bett locken, nur weil ich es warm und kuschelig haben wollte. Er war keine Heizung. "A-also ich wollte jetzt nicht, d-das du dich auch genutzt fühlst. Entschuldige", bat ich schnell um Vergebung. Yeonjun sah mich irritiert an. "Nein... ich meine ich... dich... und deine Fähigkeit und ... und du fragst echt nicht, weil du durchschaut hast, dass ich oben schlafen will?"
Stille. Irgendwo rasselte eine Klapperschlange.
Sicher gab es irgendwo jemanden, der bereute, dass er nie gelernt hatte Grillengezirpe zu imitieren.
Das war es gewesen, was ihn so verstimmt hatte. Er wollte mit hoch ins Bett, aber glaubte er durfte nicht, weil.... ja warum überhaupt. "Was hat das denn mit meinen Fähigkeiten zu tun?", fragte ich, aber da ging mir auf, das Yeonjun wahrscheinlich nicht wollte, dass ich dachte, er lege sich nur zu mir, um mich angrabbeln zu können und von meinem Ibuprofen-Trostspender-Gans-Dasein zu profitieren. "Okay, okay, halten wir mal fest", begann ich also auch gleich und sah ihn an. "Du willst oben schlafen. Ich will, dass du oben schläfst. Also schlafen wir oben", stellte ich fest. Yeonjun lachte leise. "Hhhmmmnn", bestätigte er verlegen.
"Schau", gab ich an und trat an ihn heran, "du liegst mein Sofa auch schon durch und bekommst Nackenschmerzen. Also~~" Ich ließ den Satz einen Moment in der Luft hängen und machte eine umfassende Geste. "Musst du mit hoch." Das ist ja wohl nur logisch. "Ich liege das Sofa durch?", fragte Yeonjun und gab sich schmollend. "Das ist ja wohl eine Beleidigung." Sein Grinsen strafte ihn Lügen.
Ich tätschelte seine Wange. "Es ist nicht deine Schuld, das Sofa ist einfach alt und schwach", behauptete ich, auch wenn es das nicht mal war. "Ist das so?" Ja, isses, hör auf zu diskutieren. Das sagte ich mit meinem Blick! Er lachte leise. "Na, schön." Ha! Ich hab die Hosen an, deutlich zu sehen, oder? Ich musste selber lachen, der Gedanke war alber. "Noch ist eh keine Schlafenszeit, wir können noch lesen", gab Yeonjun an und ich nickte fröhlich.
"Ja, aber erst wird gegessen."
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