»»--Chapter Twenty Five--««

╔═.✵.═══════╗
Tell me please,
I'm the one
who completes
your half
╚═══════.✵.═╝

Soobin

Heute war einer dieser Tage an deinen Yeonjun und ich nicht wirklich Bock auf dasselbe Buch hatten und uns daher unsere Einzellektüren vornahmen. Doch irgendwie schien sein Buch nicht besonders interessant zu sein, denn immer, wenn ich mal einen verstohlenen Blick zu ihm warf, konnte ich sehen, dass er mich beobachtete. Ich lachte leise und warf ihm wieder einen Blick zu. "Alles ok?", fragte ich amüsiert und er stalkte mich einfach schamlos weiter. "Klar", versicherte er. "Du stalkst mich", warf ich ihm spielerisch mit einem Grinsen vor. "Ein bisschen"; erwiderte er und stützte den Kopf auf die Hand. 

Ich legte das Buch beiseite und krabbelte zu ihm rüber und machte mich daran einen Platz in seinen Armen zu beanspruchen. "Owww", ließ er verlauten und mich bereitwillig machen. Ich kuschelte mich an ihn und lächelte zufrieden. Dann warf ich einen Blick zu Fenster. Wir hatten Nachmittag doch es war verdächtig dunkel draußen. Der Monsun würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wahrscheinlich würde es noch heute regnen. Ich war kein Fan von Regen und ganz sicher würde dieser Hütte irgendwelche Löcher offenbaren, die man den Rest des Jahres dann wieder vergaß, aber sobald es wieder aufhörte zu Regen würde der Platz vor der Hütte überflutete bleiben und zu einer Oase werden. Zumindest hatte das mein Großonkel immer erzählt. Ich war einfach gespannt wie viel davon wohl wahr sein mochte. 

"Bald wird die Oase gefüllt", gab ich schließlich einen meiner Gedanken Preis und mein Mitbewohner grinste zufrieden. "Freust du dich auch schon? Auf den Regen?", fragte er. Ich zog die Nase kraus. "Naahhh", gab ich unsicher von mir, "ich freu mich auf das, was folgt, wenn die Sonne wieder da ist. Und ich hoffe es ist so schön, wie mein Großonkel es beschrieben hat." Yeonjun musterte mich kritisch. "Aber nicht auf den Regen an sich?", hakte er ungläubig nach. "Ich warte jedes Jahr sehnsüchtig auf den Regen." Ich konnte nichts dagegen machen, als bei dem Gedanken an Regen das Gesicht ein bisschen zu verziehen. "Wirklich?", fragte ich. "Ich dachte die Katze steckt in dir nicht in mir." Yeonjun verdrehte gutmütig die Augen. "Jeeeez, Soobin, ich bin keine Katze", beschwerte er sich, "ich bin ... irgendwas." Irgendwas, soso. Irgendwas mochte offensichtlich Regen. 

"Du kannst schnurren", beharrte ich fast ein bisschen neidisch. Warum hatte er so viel coolere Features und ich hatte nicht eins? Das war nicht fair. Ich sah wieder zum Fenster. "Im Grunde könnte es jeden Moment losgehen", meinte ich locker. "Was könnte losgehen?", hakte Yeonjun nach und ich nickte zum Fenster. "Der Regen", meinte ich, "die Wolken sind schwer und es riecht auch schon nach Regen. Also dauert es auch nicht mehr lange." Yeonjun folgte meinen Wink mit seinem Blick und nickte. "Du hast recht", meinte er zufrieden und senkte mir ein breites Lächeln. "Dann gehen wir raus."

Uhm, was? 

So schön sein Lächeln auch war.... nein? "Wus?", entfuhr es mir sein nobel artikuliert. "Ich... neeeee." Spüre meine Gegenwehr, Baby. "Ich bin wasserscheu", präzisierte ich. Yeonjun ließ sich davon nicht beirren. "Du wirst sehen, mit mir macht das Spaß." Weil der Regen dann weniger nass ist? Ach, Yeonjunie. "Glaub ich dir noch nicht", meinte ich unüberzeugt. Aber das würde wir ja sehen, wenn es- ich konnte Tropfen auf dem Dach hören. "Na. Das ist ja jetzt wohl nicht wahr", meinte ich unbegeistert und Yeonjun lachte leicht hämisch, was er dann aber schnell als Räuspern tarnte. "Ähm, ich meine: Wie schön, es regnet", äußerte er mit kaum versteckten Amüsement. "Das ist nicht witzig", beschwerte ich mich und sah nach oben zum Dach. 

Yeonjun grinste schief. Er sollte das lassen, er sah hinreißen aus. Wie sollte ich mich so darauf konzentrieren ihm einen Regenkorb zu geben? "Doch ist es", hörte ich ihn sagen. Er grinste süffisant. "Na, komm", forderte er mich auf. Er stand auf und ging zur Tür. Ich folgte ihm vorsichtig. Mittlerweile schüttete es. "Ich... du kannst gerne raus", sagte ich und warf einen bangen Blick in die Sintflut, die nun vom Himmel herab fiel, "aber ich bleib hier an der Tür." Yeonjun hing sich  von hinten an mich ran und sah über meine Schulter hinweg nach draußen.

"Nein, komm mit", forderte er mich auf, "das wird lustig." Lustig? Ich wusste ja nicht was wirklich so lustig daran war durchweicht zu werden. "Sooooooooobinie, sei kein Spielverderber", meinte Yeonjun und drückte mich sanft ein bisschen in die Richtung des Ausgang. "Ich möchte das du mit kommst", ließ er mich sanft wissen, "vertrau mir."  Vertrau mir sagt er. Wie soll ich da nein sagen, huh? "Das wird lustig", wollte er mir nur wieder weiß machen und schob mich wenigstens auf die Veranda. "Yeonjun", erwiderte ich quengelig, "das ist Regen." Yeonjun nickte begeistert. "Warmer Regen", sagte er und seine Stimme klang selbst wie warmer Regen, "toller Regen." Er ging zu der kleinen Treppe, die von der Veranda runterführte. 

"Komm mit mir."

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top