⁶ 🥀 little things matter 🥀

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LITTLE THINGS MATTER

Gott sei Dank rückte das Wochenende durch die vielen Arbeitsstunden und den ganzen Aufgaben, die erledigt werden mussten, schnell heran.
Und sobald Jeongguk am Freitag Abend endlich von der Arbeit kam, konnte er für zwei Tage den ganzen Arbeitskram hinter sich lassen.

Und er ließ sich nichts anderes erzählen. Sein Wochenende gehörte ganz alleine Taehyung und ihren zwei wundervollen Kindern.
Samstags und Sonntags hatte er nichts mit der Arbeit am Hut, sie hatte schlichtweg keinen Platz in seinem Wochenende. Egal wie viel es zu erledigen gäbe.
Nichts konnte diese Tatsache ändern, dies stand für den Schwarzhaarigen fest.

Das Wochenende genoss er ausgiebig um Zeit mit seiner vierköpfigen Familie zu verbringen, mit seinen Kindern zu spielen und seinem wunderschönen Ehemann die Liebe und Zuneigung zu schenken, die er verdiente, unter der Woche jedoch leider viel zu wenig von bekam.

Auch wenn Taehyung sehr verständnisvoll, tat es Jeongguk leid. Er war streng mit sich und entschuldigte sich sicherlich jede Woche bei dem Älteren, weil er ihm so wenig seiner Aufmerksamkeit unter der Woche schenkte.

Taehyung fand, er übertrieb und war harsch zu sich. Und dennoch liebte er Jeongguk für diese Kleinigkeiten umso mehr.
Es war unbedeutsam und unwichtig für viele, doch für Tae war es die Welt.

Er legte viel Wert auf solche Kleinigkeiten. Auch wenn einiges Selbstverständnis war, musste man es dennoch zu schätzen wissen.

Aber Jeongguk war immer jemand gewesen, der auf die Details viel Wert legte.

Er war wahrhaftig der perfekte Partner.
Manchmal erinnerte sich Taehyung zurück an die Vergangenheit. Auch wenn ihr Leben jetzt schön war, Jeongguk erfolgreich die Firma seines Vaters leitete, sie sich liebten und ihre Kindet kerngesund waren ... Der Anfang war schwer gewesen.

Sie beide waren noch sehr jung, als Taehyung schwanger wurde. Er war achtzehn und Jeongguk siebzehn.
Taehyung weiß noch, sie waren in der Prüfungsphase und die ersten Wochen hatte er sein Unwohlsein und die ständige übelkeit auf die Angst vor seinen Abschlussprüfungen geschoben.

Der Tag, andem er von der Schwangerschaft mit Soohyeon erfuhr war zugleich einer der schrecklichsten, aber im Nachhinein auch schönsten seines Lebens.

Als die zwei Striche sichtbar wurden, war er unter Tränen aus dem Bad gestürmt und geradewegs in die Arme seines Vaters - und dieser war alles andere als begeistert, als er einen Blick auf den Test erhaschte.

Der Jugendliche wurde rausgeschmissen, mit nichts mehr als ein kleiner Koffer und der positive Test fest in seinem Griff...
Denn er wollte sein Baby nicht abtreiben.

Er wusste nicht wo er hin sollte. Sein bester Freund Min Yoongi war zu dem Zeitpunkt nicht in der Stadt, andere Freunde bei denen er unterkommen konnte, besaß er nicht wirklich.

Seine Beine trugen ihn mechanisch vor die Haustüre, seines festen Freundes und Dem Vater seines Babys - Jeongguk.

Der Achtzehnjährige zitterte, als er verzweifelt an dem Haus klopfte, in welchem sein Freund gemeinsam mit seinen Eltern hauste.

Er wäre am liebsten geflüchtet, bevor die Tür geöffnet wurde. Die Flucht ergreifen, einfach weg von hier. Denn er hatte Angst, wie sie reagieren würden. Er war sich sicher, dass Jeongguk nichts mehr mit ihm und dem Fötus zu tun haben wollte.

Und seine Eltern würden sicher genau so wie seine eigenen reagieren...
Nämlich indem sie ihn aus dem Haus warfen.

Taehyungs Hand legte sich auf seinen Unterbauch, wo in wenigen Monaten eine Wölbung zu spüren sein würde. Er kämpfte gegen seine Tränen an und trat ungeduldig von einem Fuß auf den anderen.

Egal wie Jeongguks Reaktion sein würde, eins stand fest.

Er würde das kleine, heranwachsende Wesen in sich niemals verstoßen, wie es seine eigenen Eltern taten.

Als die Tür stürmisch aufgerissen wurde, starrte er geradewegs in die großen, funkelnden Rehaugen des Jüngeren.
Sofort trug Jeongguk ein vorfreudiges, schüchternes Lächeln auf seinen Lippen, als er seinen festen Freund erblickte.

Doch seine Miene fiel in sich zusammen, als ihm Taehyungs verweintes Gesicht auffiel. Sofort machte er einen Satz nach vorne und legte seine Hände auf die Schultern des Älteren.

"Baby? Was ist passiert? Geht es dir gut?"

Taehyung konnte nicht sprechen, er brachte kein Wort über seine spröden Lippen.

Im nächsten Moment Jeongguk fiel der kleine, spärliche Koffer an Taehyungs Seite auf, was ihm eine ungute Vorahnung gab.
"Hast du dich mit deinen Eltern gestritten, Tae?", fragte er mit großen Augen.

Er konnte es nicht ausstehen. Er konnte nicht ausstehen, wie sanft und Liebevoll die Stimme des Jüngeren war, während er mit ihm sprach.
Also konnte Taehyung sich nicht zurückhalten und war in Tränen ausgebrochen.

Jeongguk hatte ihn sofort reingenommen und in seine Zimmer verfrachtet, wo er versuchte seinen Freund dazu zu kriegen, ihm alles zu erzählen.

"Es tut mir so leid.", waren die einzigen Worte die der weinende Brünette  über die Lippen brachte. Das und gebrochene Schluchzer, die seine Worte unterbrochen.

"Was, Tae? Was tut dir leid?"

Auch wenn Jeongguk vor Nervosität Was los war, beinahe platzte, war er ach so geduldig und sanft mit Taehyung.

Wirst du auch so sanft zu mir bleiben, sobald ich es dir erzählt habe?

Er holte zitternd den positiven Test hervor und ab da an, ging alles so schnell. Als Jeongguk ihn mit diesen großen Augen anschaute, in denen Tränen funkelten wie die Galaxie, erzählte Taehyung ihm es.

Der schwarzhaarige war aufgestanden, hatte ihn angeordnet sitzen zu bleiben, nachdem er Taehyung in eine kuschelige Decke wickelte die nach ihm roch und hatte ihm mit seinen zitternden Händen ein Glas Wasser gereicht.
"R-rühr d-dich nicht vom Fleck. F-Fünf Minuten, ja? Ich ... ich bin in fünf Minuten wieder da!"

Und dann war er losgesprintet. In weniger als zwei Minuten erreichte er die kleine Apotheke in ihrer Straße und stand genau vier Minuten später in seinem Zimmer, mit einem Schwangerschaftstest in der Hand.

Er wartete ungeduldig, lief in seinem Zimmer auf und ab, während Tae auf der Toilette, angrenzend an seinem Zimmer, den Test machte.

Er kam heraus und reichte seinem Freund den Test, mit zwei Streifen.
"D-du bist..."
"I-ich bin schwanger, Gguk."

"H-hast du mich? Mich und... u-unser Baby?"

Für einen Moment regte sich nichts. Taehyung rechnete mit dem Schlimmsten, als der andere ihn nur anstarrte. Er rechnete fest damit, herausgeschmissen zu werden. Seine Hand legte sich beschützend auf seinen Unterbauch -

Und dann bewegte sich Jeongguk.

Doch er schmiss ihn nicht heraus. Brüllte ihn nicht an. Und schlug ihn auch nicht.

Nein, er schlang vorsichtig seine Arme um den Älteren, zog ihn in eine feste Umarmung.

Taehyung weitete überrascht seine Augen, als er ein ersticktes Aufschluchzen hörte.
"Natürlich nicht.", hatte Jeongguk ihm ins Ohr gewispert.

"Ich liebe dich, Tae. U-und auch das Baby. Wir schaffen das, Okay? Wir kriegen das schon hin."

Noch am selben Tag wurde er bei den Jeons aufgenommen.
Am Tag darauf schleppte Jeongguks Mutter den Jugendlichen zu ihrem eigenen, vertrauten Frauenarzt, der die Schwangerschaft durch einen Ultraschall bestätigte.

Taehyung erinnerte sich noch ganz genau, wie Jeongguk Tränen und Rotze geheult hatte, als er das kleine Wesen auf dem Ultraschall sah, doch er selbst war nicht besser gewesen.

Drei Monate später heirateten die beiden im kleinen Kreis mit Jeongguks - ihren - Eltern.

Und auch wenn es schwer war, vor allem mit dem Schulabschluss und den Prüfungen, meisterten sie alles.
Gemeinsam, Hand in Hand und Seite an Seite, so wie sie es sich geschworen hatten.

Taehyung schreckte auf als er zwei Hände auf seinen Schultern legte. Er blickte in das attraktive Gesicht seines Ehemannes, welcher ihn schief musterte.

"Worüber denkst du nach?"
Taehyung schüttelte mit einem leichten Lächeln seinen Kopf.
"Nichts besonderes, ich dachte nur an die Zeiten damals."

"Was hat mein schöner Ehemann dieses Wochenende geplant?", grinste der Schwarzhaarige breit und Taehyung zog eine überlegende Schnute.

"Mhmm... wir müssten dringend mal einkaufen gehen. Vielleicht wollen wir die Kinder bei Mama lassen, statt sie mitzuschleppen. Wir haben sie lange nicht mehr besucht."

Jeongguk nickte, auch wenn er amüsiert aufschnaubte. "Du denkst immer an sie, kein Wunder dass sie dich mehr mag als mich."
Der Ältere schlug ihm spielerisch gegen die Schulter.
"Sag sowas nicht Jeongguk, sie ist deine Mutter. Du bist das wichtigste für sie."

"Nach ihren Enkelkindern zumindest."

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Kleiner mini Einblick in Taekooks Geschichte🤧

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